# Friday, December 05, 2008
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Der Gründer Remo Ritzmann und seine Pfunzle


Ein kleines Produkt mit grossen Ambitionen: Eine «Pfunzle» - so nennt Remo Ritzmann seine «kleinste Taschenlampe der Welt» - in jedem Schweizer Haushalt heisst das Ziel.

Dafür will das Winterthurer Startup nicht nur in der Schweiz produzieren, sondern auch Arbeitplätze schaffen – und zwar für Menschen mit Behinderungen oder sozialen Problemen.
Zurzeit ist das junge Unternehmen – eine Kollektivgesellschaft, der neben Gründer Remo Ritzmann zwei weitere Partner angehören – daran «die Produktion schrittweise hochzufahren», wie Ritzmann sagt. Diese Strategie entspricht dem Businessplan, den Ritzmann im Ausbildungsmodul venture plan erarbeitet hat.

Businessplan vor dem «Ernstfall»

Bisher diente der Businessplan als internes Steuerungsinstrument, weil «Pfunzle» den Aufbau selber finanzieren konnte. Die Bewährungsprobe gegenüber externen Geldgebern steht also noch bevor. Ritzmann ist jedoch überzeugt, dass das, was er aus venture challenge und venture plan mitgebracht hat, auch im «Ernstfall» standhalten wird.

Einfach und individuell

Die «Pfunzle» ist ein genial einfaches Produkt: Auf eine 9-Volt-Batterie kommt das «Herzstück», ein Aufsatz mit zwei LED-Leuchten – und fertig ist sie. Oder fast: Als Zusatz bietet das Startup einen Aufkleber an, der nach einem Bild des Kunden individuell gestaltet wird.

Energieeffizienz dank LED

Das Gerät leuchtet dank der Energieeffizienz der LED-Leuchten über 100 Stunden lang. Zudem bietet es den grossen Vorteil, dass der Aufsatz auch aus gebrauchten 9-Volt-Batterien die letzte Leistung herausholt: «Unsere Test haben gezeigt, dass Batterien, die etwa in einer Fernbedienung nicht mehr funktionieren, noch stundenlang Licht geben. Wir wollen damit einen Beitrag zum gegenwärtig so aktuellen Energiesparen leisten», sagt Remo Ritzmann.

Hilfswerke als Produktionspartner

Den Aufsatz haben die Jungunternehmer selber entworfen, und hergestellt wird er in der Schweiz. Montage und Aufkleber besorgen zurzeit noch drei (demnächst fünf) Studenten und Lehrlinge in Heimarbeit. Bereits nächstes Jahr aber wird ein Teil der Produktion an ein Winterthurer Arbeitslosenprojekt vergeben, ein Sozialprojekt wird der nächste Partner sein.

Verkaufserfolg - auch ohne Werbung

Um auf die für diese Projekte notwendigen Stückzahlen zu kommen, will «Pfunzle» ab nächstem Jahr auch professionelle Werbung und richtiges Marketing betreiben. Ritzmann: «In ein paar Monaten haben wir allein auf Empfehlungen und ohne jede Werbung rund 450 Lampen verkauft, darunter fünf Serien à 50 Stück.» Die Gründer sin d überzeugt, dass das Bedürfnis für ein Produkt da ist, das wie die «Pfunzle» Einfachheit und Intelligenz vereint.

Friday 05 December 2008, 10:24 AM  #     |  Comments [0]  |