# Tuesday, January 20, 2009
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Das "Herzstück"...



..die Gründer Martin Bartholet (li) und Christof Zwyssig...


....und der Versuch an der ETH

Eine Million Umdrehungen pro Minute: Diese magische Drehzahlgrenze ist an der ETH geknackt worden. Höher hat bisher noch nie ein elektrisches Antriebssystem gedreht. Vermarktet wird der neue Antrieb vom Spin-off Cleroton, das auch von venture kick und venturelab profitiert hat.

Immer kleinere Handys und Elektrogeräte, immer kompaktere Kompressoren für Fahr- und Flugzeuge bedingen auch stets kleinere Löcher für die Elektronik, die Bohrer in der Materialbearbeitung müssen noch schneller rotieren.

Immer kleiner, immer rascher: ETH-Forscher machen es möglich
Das ist nur möglich, wenn die elektrischen Antriebssysteme entsprechende Drehzahlen und Leistungen bringen. Bisher kamen industriell eingesetzte Motoren auf Drehzahlen bis rund 250'000 Umdrehungen pro Minute.

Klein, verlustarm und leistungsstark
Das neue Antriebssystem ist kaum grösser als eine Zündholzschachtel. Der Titanmantel widersteht auch extremen Zentrifugalkräften, die Kugellager sind optimiert. Die ETH-Forscher haben auch die Probleme mit den extrem hohen Drehzahlen gelöst: «Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht», sagte ETH-Doktorand Christof Zwyssig, als die halbe Million geschafft war: «Die Millionen-Grenze war klar unser Ziel. Den Durchbruch haben wir erst mit neuen Technologien geschafft.»

Erfolgreich mit Partnern realisiert
Möglich war das nur in Zusammenarbeit mit zwei deutschen Industriepartnern, der ATE GmbH (Maschine) und der Firma myonic (Kugellager), die Auslegung des Gesamtsystems, die Elektronik und die Ansteuerung stammen vom ETH-Team.

Celeroton profitierte von venturelab und venture kick
Christof Zwyssig und Martin Bartholet – er ist ebenfalls ETH-Doktorand – haben im August 2008 die Spin-Off Firma Celeroton gegründet. Sie will ultrahochdrehende elektrische Antriebssysteme für verschiedene Anwendungen anbieten. Bartholet und Zwyssig haben damit auch die Jury der Gründungsinitiative venture kick überzeugt: Celeroton ist einer der Gewinner von 130'000 Franken Startkapital. Zudem hat Martin Bartholet als Gewinner des Wettbewerbs venture leaders von venturelab am zehntägigen Intensivworkshop in Boston teilgenommen.

«Forschungsergebnisse schnell umsetzen»
«Eine Spin-Off-Firma ist in meinen Augen der direkteste Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie. Unsere Erkenntnisse werden schnell in konkrete Anwendungen und Produkte umgesetzt», betont Johann Kolar, Leiter der Professur für Leistungselektronik.
Tuesday 20 January 2009, 11:37 AM  #     |  Comments [0]  |