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 Sunday, April 05, 2009
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Sie sind Pearltec: Patrizia Fischer und «Versuchskaninichen» Thomas Müller | Qualitativ bessere Aufnahmen bei Aufnahmen im Computer- oder Magnetresonanztomo- graphen – und das in kürzerer Zeit erst noch mit Komfort für die Patienten: Mit dieser Geschäftsidee wird Pearltec AG von der Stiftung venture kick mit 130'000 Franken unterstützt. Das ETH-Spin-off von Patrizia Fischer und Thomas Müller hat die Jury auch in der dritten Runde überzeugt.
«Technisch haben wir die Sache im Griff – jetzt müssen wir noch die Ärzte überzeugen», sagten Patrizia Fischer und Thomas Müller vor kurzem in | einem Artikel von ETH Life. Und: «Dank dem Beitrag von venture kick kommen wir damit wesentlich rascher voran», freut sich Patrizia Fischer.
Schritte in Richtung Markt Bereits im kommenden Sommer sind weitere klinische Studien in Spitälern geplant. Um die Entwicklung der Prototypen voranzutreiben braucht Pearltec einen zusätzlichen Ingenieur, und wissenschaftliche Publikationen soll den Markteintritt begleiten. Dieser soll schon bald erfolgen: «Noch dieses Jahr rechnen wir mit den ersten Verkäufen», ist CEO Fischer überzeugt.
International patentiert Die junge Unternehmerin hat das Prinzip des Geräts im Rahmen einer Studentenarbeit am Institut für Biomechanik der ETH Zürich entwickelt. Das Ziel: Körperteile bequem und über längere Zeit so zu fixieren, dass die Bildqualität steigt und die Wiederholungsrate aufgrund von Patientenbewegungen sinkt. Zusätzlich soll die Arbeit mit dem Scanner vereinfacht werden. Die Lösung ist eine röntgentransparente, mit Styroporkügelchen gefüllte Hülle. Mit Luftdruck wird der Körperteil dann fixiert. Das Fixierungsgerät passt sich in der Form dem Körper der Patienten an. Das empfinden diese als sehr angenehm, was viele Tester bestätigen. Mit Unterstützung der Technologietransferstelle ETH Transfer hat Pearltec diese Technik international zum Patent angemeldet.
Mit venture leaders in Boston Ihr unternehmerisches Rüstzeug hat sich Patrizia Fischer in der Aufbauphase bei venturelab, dem Trainingsprogramm der KTI, geholt: Sie gehörte als Gewinner von venture leaders letztes Jahr zu den 20 Mitgliedern der Schweizer Startup-Nationalmannschaft und hat am Intensiv-Workshop in Boston teilgenommen, nachdem sie bereits die Module venture plan und venture training absolviert hatte.
Willkommener Beschleuniger Parallel zur Förderung durch venture kick läuft die Suche nach Investoren. Auch hier ist die Auszeichnung durch venture kick ein willkommener Beschleuniger und Türöffner. Auch wenn der Weg vom Projekt zum marktreifen Produkt für ein medizintechnisches Gerät deutlich weniger kompliziert und aufwendig ist als bei einem Medikament – teuer ist er ebenfalls.
Zum 9. Mal 130'000 Franken Pearltec ist bereits das neunte Startup, das von venture kick mit dem ganzen Betrag von 130'000 Franken unterstützt wird. Die einzige Bedingung, die an dieses Startkapital geknüpft ist: Das Unternehmen muss innerhalb des Qualifikationsverfahrens gegründet werden. Jeden Monat werden acht Bewerber vor eine Expertenjury geladen. Die bessere Hälfte wird mit je 10 000 Franken gefördert und qualifiziert sich für die 2. Stufe. Bei ihr geht es um 20 000 Franken. Spätestens nach neun Monaten präsentieren sich die Besten in der Stufe 3 (weitere 100 000 Franken).
venture kicks für über zwei Millionen Seit der Lancierung im September 2007 hat venture kick 61 Startups mit insgesamt über zwei Millionen Franken unterstützt. Hinter der Initiative privater Geldgeber stehen die GEBERT RÜF Stiftung, die ERNST GÖHNER Stiftung und die OPO-Stiftung.
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