# Monday, May 25, 2009
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Samy Liechti von Black Socks hat am Montag Abend den 18.05.09 in Bern einen speziellen Venture Apéro abgehalten, nämlich den zweiten in der IFJ-Zeitrechnung von 20 Jahren und den ersten mit dem stolzen Alter von 10 Jahren, womit die Firma Blacksocks definitiv nicht mehr zu den Startups zählen kann.

Ganz am Anfang räumte der Mitgründer von Blacksocks mit einigen Klischees auf: schwarze Socken sind wichtiger als man meinen könnte, weil mit schwarzen Socken immer wieder wichtige Geschäfte gemacht werden.

Und es war auch ein wichtiges Geschäft in seiner ehemaligen Firma, die Liechti auf das Sockenabo brachte. Er musste an einer Teezeremonie mit japanischen Gästen leiden, weil seine Socken grau waren und ein kleines Löchlein hatten, die anderen Gastgeber und die japanischen Gäste hatten das Problem nicht. Damit solches nie wieder vorkommt hat sich der Blacksocks-Gründer 50 Paar Socken angeschafft, mit der Zeit aber trotzdem wieder graue Socken darunter gehabt. Deshalb auch das Sockenabo von Blacksocks, inzwischen schon im zehnten Jahr.

Das Marketingbudget betrug im ersten Jahr nur 500.- Franken und es wurde sparsam gewirtschaftet, natürlich. Inzwischen ist das Budget etwas grösser aber Black Socks hat immer noch den Anspruch, jedes Mail persönlich zu beantworten und jeden Neukunden innert 48 Stunden zu beliefern. Zudem wird jede einzelne Lieferung als Event gestaltet, damit die Kunden auch ihr Erlebnis haben, wenn sie das Sockenabo erstmalig oder zum zweiten Mal erhalten. So ist es kein Wunder, kann man zu 30 % auf Empfehlungsmarketing setzen. Viele der Kunden kommen von selbst aufgrund von Ratschlägen zum Blacksocks-Abo.

Die guten Empfehlungen und permanent neue Ideen helfen zu Wachstum denn die Konkurrenz schläft nicht und fast monatlich probiert es ein neuer Mitbewerber, Blacksocks zu kopieren. Damit man auch selbst zu neuen Kunden kommt, geht man den Weg von „Verführen – Bestechen – Erpressen“ und ist damit recht erfolgreich. Wichtig auch die Zusammenarbeit mit Texaid, denn früher lieferte man alle drei Monate 3 Paar neue Socken, bis die meisten der Kunden dann den Schrank voll hatten. Heute liefert man immer auch eine Entsorgungshilfe mit, damit die Kunden nicht Socken stapeln sondern immer auch die alten Socken entsorgt werden.

Im Marketing ist man recht erfolgreich, unter anderem nutzt man Gelegenheiten wie jene mit Weltbank-Chef Wolfowitz, der in den Medien bei einem Fernsehanlass um die Welt ging, weil er Löcher in seinen Socken hatte. Inzwischen ist er Kunde von Blacksocks und auch mehrere Bundesräte sind es. Interessant auch das Barfuss-Abo via SMS, wenn die Temperatur hoch genug liegt, wurde den Kunden mit SMS erlaubt, barfuss zu gehen.

Nun ist man zehn Jahre jung und hat dazu ein Jubiläumsabo gestaltet. 3 x 3 Socken ist 10 Sockenpaare, denn ein Sockenpaar wird dieses Jahr zu jedem neuen Abo geschenkt. Auch dieses Angebot zieht, denn 40'000 Kunden in zehn Jahren und 1 Million verkaufter Socken mit 3.4 Vollzeit-Stellen im Haus sind eine deutliche Sprache. Gleich mehrere Unternehmen arbeiten inzwischen intensiv für Blacksocks und sind interessiert daran, mit dem Sockengeschäft weiter zu machen. Blacksocks hat sich aber inzwischen weiter entwickelt, die Firma wächst und wächst. Inzwischen bietet man deutlich mehr als nur schwarze Socken, inzwischen kann man auch Unterwäsche und anderes im Abo kaufen.

Die grosse Sockenstory geht weiter, soviel versprach Samy Liechti am Apéro vom IFJ.

Hier finden Sie das Programm aller venture apéros.

Monday 25 May 2009, 16:39 PM  #     |  Comments [0]  |