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 Monday, June 01, 2009
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Ratlos stehe ich vor dem Weinregal im Supermarkt. Bei welchen Flaschen stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, welcher Tropfen wäre der richtige für meinen Gastgeber? Das Handy zücken und die Infos abrufen. Das ist noch Zukunftsmusik. Aber nicht mehr lange: Ein Mobile-Projekt will die Lücke füllen. Die ETH-Doktoranden Stephan Karpischek und Felix von Reischach haben das Geschäftmodell im Semesterkurs venture challenge von venturelab ausgefeilt.
 «Wir fokussieren unsere Dienstleistung bewusst auf Konsumgüter wie eben Wein, andere Lebensmittel oder Kosmetika, bei denen der Verkaufsentscheid spontan fällt. Wer ein teueres Produkt wie eine Wachmaschine kauft, informiert sich in der Regel vorher», erklärt Stephan Karpischek.
Ein Foto des BAR-Code genügt Das System funktioniert so: Die Informationen werden von anderen Konsument/innen geliefert und auf einer Datenbank hinterlegten. Sie lassen sich abrufen, indem das gewünschte Produkt per Handy beschrieben wird. Das kann ein Foto des BAR-Codes oder eine Umschreibung mit Worten sein. Je genauer die Identifizierung ist, desto präziser fallen auch die Angaben aus.
Mit Prototypen unterwegs Karpischek und von Reischach haben noch keinen Namen für Ihre Plattform und auch noch kein Unternehmen gegründet. Ihre Software läuft jedoch bereits als Prototyp auf Handys mehrerer Anbieter zu Testzwecken. «Wir sind einerseits mit Detailhändlern und parallel dazu mit Meinungsforschungsinstituten im Gespräch», sagt Karpischek. Die Erfahrungen zeigen, dass es in der Mobile-Technologie sehr schnell geht, wenn einmal ein Durchbruch erfolgt. Für Stephan Karpischek liegt einer der Knackpunkte darin, «möglichst rasch zu einer kritischen Masse von Daten zu kommen.»
Ein doppelter Nutzen Für die Nutzer/innen wird das Angebot kostenlos sein. Das Geschäftsmodell sieht vor, «dass wir Geld verdienen, indem wir den Meinungsforschungsinstituten anonymisierte Daten verkaufen, die ihnen zeigen wie bestimmte Produkte beurteilt und bewertet werden: Wir bieten den Kund/innen einen eindeutigen Mehrwert. Und gleichzeitig bereichern wir die Marktforschung um ein neues, zeitgemässes Instrument», ist Mitinitiant Stephan Karpischek übrzeugt.
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