# Wednesday, October 21, 2009
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StreamForge hat eine neue Technologie zur Übertragung von Audio- und Videoinhalten über das Internet entwickelt. Dabei setzen die Gründer auf das peer-to-peer Prinzip, um damit die Übertragung von Live-Events an grosse Benutzergruppen effizienter zu gestalten. Für die innovative Geschäftsidee und deren Umsetzung erhält das Startup von venture kick 130‘000 Franken.

Bei traditionellen Streaming-Lösungen bauen die Zuschauer eine einzige Verbindung zum Server auf. Kommt es bei der Verbindung zu Problemen, kann die Übertragung stocken oder abreissen. Nicht so mit StreamForge: Die Nutzer laden nicht mehr den ganzen Videostream von einem Server herunter, sondern nur noch Teile davon.

Weniger Verbindungsstörungen für die Zuschauer
Diese Teile werden automatisch mit anderen Zuschauern getauscht, so dass alle wieder das ganze Bild erhalten. Dadurch werden die Nutzer wie zu kleinen Servern, die einander Teile des Videostreams zuschicken. Damit die Rechner oder die Internetverbindung der einzelnen Zuschauer durch das System nicht verlangsamen, überwacht StreamForge konstant die zur Verfügung stehenden Ressourcen und verwendet nur einen Teil der ansonsten brachliegenden Bandbreite. Mit der neuen Technologie entstehen gemäss Pascal von Rickenbach, Mitgründer von StreamForge, Vorteile für alle Parteien. «Die Zuschauer sind weniger von Verbindungsstörungen betroffen und erhalten dadurch stabilere Videos. Die Netzbetreiber benötigen weniger Server-Infrastruktur und die Anbieter profitieren von reduzierten Kosten für die Verbreitung ihrer Inhalte.»

Rasant durchgestartet
Hinter StreamForge stehen die drei ETH-Doktoranden Remo Meier, Pascal von Rickenbach und Nicolas Burri. «Die Idee, eine eigene Firma zu gründen, kam uns im Oktober 2009, als wir zu dritt diskutierten, was wir nach unserer Dissertation an der ETH Zürich machen könnten. Remos Dissertationsthema ‚Peer-gestütztes Streaming‘ inspirierte uns. Wir sahen, dass in dem immer stärker sichtbar werdenden Skalierbarkeitsproblem des Internets und der Übertragung von Multimediadaten im Netz ein grosses Potenzial steckt», erzählt von Rickenbach. Das Geschäftsmodell für ihre Idee entwickelten die Firmengründer unter anderem in den Workshops des nationalen Trainingsprogramms von venturelab. Bei venture kick bewarben sie sich im Frühjahr 09, worauf nach der ersten erfolgreich bestandenen Runde die Gründung von StreamForge GmbH folgte. Das Geld von venture kick setzt das Team für die Kundenakquisition und die Realisation von Video Showcases ein.



Das Team von StreamForge: Nicolas Burri, Remo Meier und
Pascal von Rickenbach (von links nach rechts)
Wednesday 21 October 2009, 08:34 AM  #     |  Comments [0]  |