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 Monday, October 26, 2009
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Mit einer Technologie, die auf einer rein chemischen Herstellung
beruht, will Virometix, ein Spin-off der Uni Zürich, eine neue
Generation von sicheren und effizienten Impfstoffen entwickeln. Das
unternehmerische Know-how holten sich die Gründer in den Kursen von
venturelab.
Pandemien wie die Schweinegrippe machen das Thema Impfung und die
Entwicklung von Impfstoffen aktueller denn je. Jetzt ist es Nina Geib
und Arin Ghasparian gelungen, synthetische Impfstoffe herzustellen, die
eine Reihe von grossen Vorteilen mit sich bringen.Die Gefahr von Verunreinigungen auschliessen
Während biotechnologisch hergestellte Impfstoffe, die heute verwendet
werden, anfällig sind auf Verunreinigungen wie lebende Bakterien oder
Viren, kann dieses Problem mit chemischen Impfstoffen ausgeschlossen
werden. Nina Geib versucht die komplexe Thematik zu erklären: «Leider
war es bisher nicht möglich synthetische Moleküle als Impfstoffe zu
verwenden, weil diese zu schwach immunogen sind. Hier setzen wir mit
unserer 'Synthetic Virus-like Particle' Technologie an. Damit können
wir sehr genau definierte synthetische Molekülansammlungen im
Nanometerbereich herstellen. Diese molekularen Aggregate ahmen die
Struktur und die chemische Zusammensetzung von Virushüllen nach und
können so die gewünschte Immunantwort auslösen.» Zudem kann laut
Virometix mit der neuen Methode auf Hilfsstoffe verzichtet werden, die
zum Teil beim Patienten schwere Nebenreaktionen auslösen. Auf ins Unternehmertum
Mit ihrer Forschungsidee sind die beiden Wissenschaftler ins
Unternehmertum gestartet und haben kürzlich die Firma Virometix
gegründet. Für Arin eine einmalige Chance und spannende
Herausforderung: «Wir haben die Möglichkeit ein aus der angewandten
Forschung hervorgehendes Projekt mit enormem Potential voranzubringen
und von der ersten Stunde an dabei zu sein und so zu erfahren wie eine
Firma entsteht und wächst.» Im Moment arbeiten die beiden mit Hochdruck
an der Entwicklung von neuartigen Impfstoffkandidaten zur Behandlung
von bakteriellen Infektionen und Krebs. Business-Kompetenzen mit venturelab perfektionieren
Aber nicht nur wissenschaftliche Herausforderungen stehen an, sondern
auch wirtschaftliche. Nina Geib: «Wir sind Wissenschaftler und
überhaupt nicht bewandert in Bereichen wie Business Strategie, Finanzen
oder Marketing. Obwohl wir bereits den venture plan absolviert haben,
der uns schon sehr viel gebracht hat, müssen wir unsere
Business-Kompetenzen weiter ausbauen und unser Geschäftsmodell noch
perfektionieren.» Zu diesem Zweck haben sich die beiden bereits für das
venture training angemeldet. Arin meint dazu: «Um das Potenzial von
Virometix voll auszuschöpfen sind wir gerade in der Startup Phase auf
das Know-how und die Unterstützung von Experten angewiesen, um unseren
Businessplan zu optimieren. venture training gibt uns die Möglichkeit
unsere Business-Kenntnisse weiter zu vertiefen ohne auf teure externe
Coachings angewiesen zu sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, unser
Netzwerk auszubauen und noch mehr Anregungen zu erhalten.»
Nina Geib und Arin Ghasparian von Virometix
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