# Wednesday, November 11, 2009
| Main |
Herkömmliche Mobiltelefone als interaktive Unterhaltungsplattform und Spielzeug nutzen – das ist die Vision des Startup-Projekts Gbanga. Um mitzumachen, muss einzig ein kleines Programm auf dem Handy installiert werden und schon kann es losgehen mit Rätseln, Wettbewerben oder spannenden Geschichten, in denen man plötzlich selber eine aktive Rolle übernimmt.

Was Google Latitude kann, ist bei Gbanga schon länger Standard: Die Handy-Software ermöglicht es, den Standort von Freunden auf einer Karte anzuzeigen und mit ihnen via Chat in Kontakt zu treten. Gbanga kann aber noch mehr als das: Wer sich die kostenlose Software runterlädt, kann eintauchen in eine virtuelle Welt und dabei selbst Teil von packenden Geschichten werden.

Bedrohte Tierarten retten
So zum Beispiel letzten Sommer, als Zürich von entflohenen Zootieren unsicher gemacht wurde. Gbanga-User konnten mit ihrem Handy mithelfen, die Tiere wieder einzufangen und in den Zoo zurückzubringen. Matthias Sala, einer der Entwickler von Gbanga: «Das Spezielle von Gbanga ist, dass wir die Teilnehmer auffordern, aktiv Hand anzulegen. Mit dem Handy konnten sie die Tiere einsammeln, um sie zum Zoo zurück zu bringen. Hierzu mussten die Teilnehmer ‚real‘ beim Zoo vorbeigehen und die Tiere am Schalter abgeben. Dort erhielten sie dann virtuelles Saatgut für das weitere Spiel, mit dem sie den bedrohten Lebensraum der Tiere wieder aufbauen konnten. Wenn die User nicht genug säten, brachen die Tiere wieder aus und mussten von Neuem eingefangen werden.» Mit dieser unkonventionellen Kampagne wollte der Zoo Zürich auf die bedrohten Lebensräume von Tieren aufmerksam machen, ein neues Zielpublikum zum Zoo locken und Laufkundschaft generieren. Laut Sala ein Projekt, das gut funktioniert hat.

Auf der Jagd nach Mr. X
„Finde Mr. X“ ist eine weitere Kampagne von Gbanga, die mit dem öffentlichen Verkehr lanciert werden kann und an der Future Expo in Basel als Konzept vorgestellt wurde. Mithilfe von Hinweisen in Pendlerzeitungen und auf Gbanga soll der mysteriöse Agent endlich gefasst werden. «Ziel dieser Kampagne ist es, die Leute in ihrem normalen Tagesablauf zu aktivieren und den öffentlichen Raum als Spielfeld zu nutzen. Dabei können wir Informationen zu Sehenswürdigkeiten einfliessen lassen und den öffentlichen Verkehr einbeziehen», erklärt Sala.

Auch für Werber interessant
Die Geschichten auf Gbanga vertreiben nicht nur Langeweile, sondern bilden auch für Werber eine einzigartige Möglichkeit, anhand von Geschichten den Usern ihre Produkte näherzubringen und so einen Bezug zu ihnen herzustellen. Für die Umsetzung des Geschäftsmodells erhielten die Gründer des Startups hilfreiche Tipps in den Modulen von venturelab.


Matthias Sala von Gbanga an der Future Expo

Wednesday 11 November 2009, 07:38 AM  #     |  Comments [0]  | 
Comments are closed.