# Monday, September 14, 2009
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IT, Medizinaltechnik und Industrial Design: Aus diesen Bereichen stammen die vier Gewinnerteams der venture kick Septemberrunde. Sie erhalten je 10'000 Franken, um an ihren innovativen Geschäftsideen weiterzufeilen.

Kartontische für Schulen, ein Navigationsystem für den OP, eine verbesserte Stenttechnologie und eine neue, noch geheime Applikation für Twitter. Die mit 10'000 Franken ausgezeichneten Projekte der letzten venture kick Runde könnten nicht unterschiedlicher sein.

KaSchuTi: Kartontische für Schulen
Eine der innovativen Geschäftsideen stammt von Jean-Philippe Hagmann, frisch diplomierter Industrial Designer. Seine für den Schulunterricht konzipierten Tische sind 4 Kilogramm leicht, aus Wellkarton und unkompliziert auf verschiedene Körpergrössen anpassbar. Mit seinem neuen Konzept möchte er dem Bedürfnis nach mehr Flexibilität im Schulunterricht nachkommen. Jean-Philippe: «Unterrichtsformen wie zum Beispiel Gruppenarbeiten erfordern eine andere Raumordnung als die starre Ausrichtung der Schüler zur Wandtafel. Meine Tische können die Kinder selber herumtragen. Je nach Unterrichtsart können sie sich auf einfache Weise umgruppieren.»

Ein bisschen Spass muss sein
Die Tische sind erstaunlich stabil. Sie halten einem Gewicht von 100 Kilogramm problemlos stand und können ohne zusätzliche Mittel wie beispielsweise Klebstoff innerhalb von wenigen Minuten zusammengebaut werden. Jean-Philippe war es aber auch wichtig, dass die Kinder ihren Spass daran haben. «Die weissen Flächen sind zum Bemalen da. Jeder Schüler soll seinen Tisch selber gestalten dürfen», meint der Designer. Neben Schulen kann er sich vorstellen, dass auch Nonprofit-Organisationen oder Privathaushalte an seiner Konstruktion interessiert sind.

20'000 Franken für Leber und Herz
Zwei weitere Projekte stammen aus dem Bereich der Medizinaltechnik. Vergleichbar mit einem GPS im Auto haben Matthias Peterhans und Stefan Weber von der Uni Bern eine Art Navigationssystem für die Operation von Tumoren in der Leber entwickelt. Ihr System ermöglicht es den Ärzten während der Operation per Monitor genau zu bestimmen, wo sie sich befinden. Stefan Weber: «So lassen sich auch kleinere Tumore besser herausoperieren, da durch unser System diese viel genauer lokalisiert werden können. Dadurch muss weniger gesundes Gewebe herausgeschnitten werden.» Das andere Medizinaltechnik-Projekt widmet sich der Optimierung von Herzinfarkt-Operationen. Arik Zucker und Armin Mäder sind daran, eine verbesserte Stenttechnologie (Alternative zu Bypässen) zu entwickeln. Mit ihrer Methode möchten sie erreichen, dass die Stents (Gefässstützen) besser einwachsen, was zu weniger Komplikationen führen würde.

In drei Monaten zur nächsten Runde
In rund drei Monaten werden die Gewinnerteams bei der 20'000er Runde wieder aufeinander treffen, in der die zwei erfolgsversprechenderen Projekte weiterkommen und sich somit automatisch für die 100'000er Stufe qualifizieren. Zwischen den Präsentationen begleitet venture kick die angehenden Firmengründer im kickers camp, in dem ihnen grundlegendes unternehmerisches Know-how vermittelt wird.

venture kicks für bald drei Millionen
Seit der Lancierung im September 2007 hat venture kick 85 Startups mit insgesamt knapp drei Millionen Franken unterstützt. Hinter der Initiative privater Geldgeber stehen die GEBERT RÜF Stiftung, die ERNST GÖHNER Stiftung und die OPO-Stiftung.

 
Die Kartontische von Jean-Philippe Hagmann         Matthias Peterhans und Stefan Weber entwickeln
im Einsatz                                                                 Navigationssystem für den OP                                                          
 
Flavio Rump: Neue Applikationen für Twitter           Armin W. Mäder und Arik Zucker wollen Stent-
                                                                                 technologie optimieren

Monday 14 September 2009, 06:47 AM  #     |  Comments [0]  | 
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