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 Monday, April 30, 2007
Vier Teilnehmer der SF-Serie sind am Montagabend in diesem Hauptfach «Unternehmerpersönlichkeit»durchgefallen: «Ungenügend» lautete das Urteil der Jury. Mein Eindruck: Grosse Reden haben die vier effektiv nicht geschwungen - denn das hat ihnen die Jury abegnommen…
Roland Hiltbrand, Urs Studer, Niccolo Pini und Daniel Zumstein seien «zu brav» gewesen und hätten «zuwenig Erfolgshunger» gezeigt.
Die «Unternehmerpersönlichkeit» ist ein absolutes Killerkriterium für Start-ups. Und die Stadler Rail, bekannt für Züge wie «Flirt» und Thurbo», noch bekannter aber durch Eigentümer und Unternehmer Peter Spuhler, sicher auch ein gutes Anschauungsobjekt.
Die Frage, die ich mir nach der Sendung stellte: Ist eine Betriebsbesichtigung das richtige Mittel zum Zweck zur Erhebung des Persönlichkeitsidexes? Oder: Hatten die vier allenfalls nicht zu wenig Biss, sondern einfach zu viel Anstand?
Vielleicht hätte Jurymitglied Fredy Hiestand zu diesem Thema etwas zu sagen gehabt - aber er war - spürbar - nicht dabei. Eva Jaisli, Jost Harr und Thomas Knecht bestätigten sich wortreich und ausführlich, da war sehr viel «Klub», kein Hauch von «Superstar» und auch kein Sprutz «Arena». Zu brav die einen - mag sein. Aber auch: zu einmütig in ihrer Geschwätzigkeit die andern.
 Wednesday, April 25, 2007
Die SF-Serie «Start up - der Weg zur eigenen Firma» läuft. Ein Blick vor und hinter die Kulissen
Künftige Unternehmer mit Persönlichkeitspotenzial, gruppiert um eine bestandene Unternehmerpersönlichkeit, auf dem Bildschirm. Angehende Unternehmerpersönlichkeiten und Unternehmerpersönlichkeiten mit bereits etwas Erfahrung, ihrerseits gruppiert als sachkundiges Publikum am Begleitevent vor der Grossleinwand im Zürcher Hürlimannareal: Vor und hinter den Kulissen der dritten Folge der SF-Dokuserie «Start up – der Weg zur eigenen Firma».
Die Jungunternehmer von «Start up – der Weg zur eigenen Firma» begegnen AG. Und im Hürlimann-Areal in Zürich, wo ein guter Teil der Sendung gedreht worden ist, berichtet Theo H. Grepper, wie er aus einem Velogeschäft mit einem völlig neuen Geschäftsmodell die weltweit tätige Plim Cooperation AG aufgebaut hat. Um 21.30 Uhr heisst es dann: Mattscheibe frei für die gemeinsame Visionierung der Sendung (selbstverständlich ab Grossleinwand, wie es sich für eine Fanmeile gehört…)
Der erste Begleitevent im Hürrlimann-Areal jedenfalls war ein Erfolg: Mehr als nur volles Haus mit einem – wie das bei «venture apéros» ja üblich ist – überdurchschnittlich interssierten Publikum. Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit unterschiedlichen Motivationen, verschiedenstem Background und vielseitigen Interessen – eine ideale Mischung. Die Teilnehmerin und die Teilnehmer aus der Sendung boten Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Promis, und Jurymitglied Fredy Hiestand, sehr offen und zugänglich, demonstrierte die altersunabhängige Vitalität eines «Jungunternehmers» auf geradezu idealtypische Weise.
Jean-Pierre Vuilleumier, CTI-Coach und Referent, präsentierte sozusagen Präsentationen, und zwar alles Praxisbeispiele aus dem Umfeld der SF-Serie Start up: Absolute dont’s (unlesbare Zahlenbeigen) und Highlights, temperamentvoll und stets mit dem Gesicht zum Publikum (eine der Vuillemin-Grundregeln) erläutert.
Dann, zwischen dem Fachreferat und der «Vorpremiere» ab Grossleinwand, der Apéro, très riche. Will heissen: Nicht nur die Häppchen hatten es in sich, sondern auch und vor allem die Kontakte und Gespräche.
Unter den Vielen, die den Weg ins Hürlimann-Areal gefunden hatten...
...waren Pominente wie Fredy Hiestand, Interessierte und (ganz klein auf der Leinwand zu sehen) ein interessanter Referent, Teilnehmer Alain Rollier, der nicht nur in der Serie gross herauskommt...

auf der Leinwand die Jungunternehmerin Martina Hofer von Unimon - und viele führten viele gute Gespräche beim venture apéro, auch Teilnehmer Ruedi Studer von der Rabtherm AG (er hat am 30. April seinen Auftritt bei Unternehmer Peter Spuhler).
 Monday, April 16, 2007
Zur Abwechslung einmal keine Muisicstars zu Gast in der guten Stube, sondern Leute aus der Unternehmerszene wie (von links) McKinsey-Chef Thomas Knecht, Jung-Jungunternehmer Pascal Stoop oder Peter Schüpbach
Der Schreiner schreinert eben - und das kann man auch zeigen. Der Unternehmer dagegen…
Das Fernsehen hat sich mehr als mit Anstand aus der Affäre gezogen: Dass die Unternehmer - und die eine Unternehmerin - in der ersten Sendung vor allem darüber gesprochen haben, was sie unternmehmen wollen, war deshalb sehr lebendig, weil die Kandidaten vielseitig und lebendig waren. Persönlich habe ich am meisten davor Angst gehabt, dass das Mega-Angebot in Mini-Häppchen aufgesplittert wird. Auch das haben die TV-Leute nicht getan - schafe für die, deren Idee nun halt niemand gesehen hat. Gut aber für die Sendung als Ganzes. Es wäre spannend gewesen, auch etwas zu sehen vom Leiden der Wartenden im Wartzimmer, hat einer der Beteiligten spontan gesagt. Stimmt wohl - aber das wäre dann vielleicht auch schon der erste kleine Schritt Richtung Spielshow und Bog Brother geworden. Und nun? Freuen wir uns auf die nächsten Sendung. Und freuen wir uns mit Pascal über den schönen Göttibatzen, den ihm Juror Frey Hiestand zugehalten hat. Um, wie Helane Canepa «ganz stolz auf die Schweiz» zu sein, warten wir aber noch etwas ab. Oder überlassen das ganz den Fussballfans…
 Thursday, March 29, 2007
Mit der Wahl von Indien als Gastland an ihrem Aussenhandelsforum hat die Exportförderungsorganisation Osec den richtigen Riecher.
Die Zukunft, wie sie sein könnte: Bis 2050 haben die E-7-Länder Indien, China, Brasilien, Russland, Indonesien, Mexiko und Türkei das Bruttoinlandprodukt der G-7-Länder (USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Kanada) um etwa 25 Prozent übertroffen. Das zumindest priophezeit eine Studie des Ökonomen John Hawksworth von PricewaterhouseCoopers.
Spitzenreiter dabei, nicht unbedingt überraschend: Indien, vor Indonesien und China. „Sie vergeben ihre Arbeit an Indien, weil unser Land über eine moderne Technologie verfügt“, sagte Handelsminister Kamal Nath vor 600 Interessierten in Zürich. Sein Landsmann Vijey Kapoor formuliert es (nach der NZZ am Sonntag) im Klartext: «Indien ist die am schnellsten wachsende freie Marktwirtschaft der Welt. Die Inder könnten an Stelle von Orell Füssli bald auch die Schweizer Banknoten drucken.» Kein Witz: Indien ist bereits heute der grösste Produzent von Währungen. Die IT-Werkstatt der ganzen Welt rollt das Feld auch bezüglich Dienstleistungen auf. Und, ein wichtiger Trumpf dabei: Indien verfügt über ein Rechtssystem, in dem geistige Eigentums- und Patentrechte mehrheitlich durchgesetzt werden.
Als weitere Triebfedern des Wachstums zählt die NZZ am Sonntag weitere Faktoren auf: + Indien hat einen gewaltigen Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur. + Die Hälfte der rund 1,1 Millarden Inder ist jünger als 25 Jahre, während nicht nur der Westen, sondern auch China überaltert sind. + Indien hängt nicht nur vom Export ab. Dieser macht nur 12% des Bruttosozialproduktes aus.
+ Eine wachsende Mittelschicht fragt nach Kreditkarten, Krediten, Hypotheken und Versicherungen und sorgt damit für nachhaltiges Wachstum.
Aber zurück auf den Boden von heute. Über 150 Schweizer Firmen (darunter viele KMU) betreiben in Indien Joint-Ventures oder Tochterfirmen, neben einem bereits bestehenden Swiss Business Hub ist auch ein eigentliches Swiss House in Planung. Und im Herbst wird Bundespräsidentin Calmy-Rey Indien besuchen - eine Art Gegenbesuch, denn die Zahl der indischen Touristen wächst und wächst und wächst. Obwohl in jüngster Zeit praktisch keine Boollywood-Blockbuster mehr gedreht worden sind in unseren Alpen...
  
   
Indiens Wirtschaftsminister Kamal Nath, seine Amtskollegin Doris Leuthard, der amerikanische Zukunftsforscher John Naisbitt und ex-Viz Al Gore: Zukunft Indien am Osec-Forum
 Wednesday, March 14, 2007
Die Gründerwelle wogt weiter: In den ersten zwei Monaten Januar und Februar wurden nach Angaben der Wirtschaftsinformation Creditreform bereits 6'152 neue Firmen ins SHAB (schweizerische Handelsamtsblatt) eingetragen.
Das ist nicht nur ein hervorragender Start ins 2007, sondern auch ein absoluter Zweimonate-Rekord: Im bisherigen Spitzenjahr 2001 waren es per Ende Februar 5'910 neue Firmen.
Die zweite wichtige Zahl ist das so genannte Nettowachstum (Neugründungen minus Löschungen oder Konkurse). Dieses steigt dank dem Rekordwert bei den Neueintragungen gegenüber 2006 um mehr als 18 Prozent. Das sind 2'039 neue Unternehmen - der zweithöchste Wert überhaupt. Grösser war der Zuwachs in den ersten zwei Monaten nur 1997 (2'192) verzeichnet. Überdurchschnittlich gross war das Wachstum in der Zentralschweiz, den Regionen Zürich, Bern und Nordwestschweiz, stabil in der Romandie und knapp negativ (wegen vielen Löschungen) im Tessin.
Im Rückblick auf das ganze 2006 fällt ein weiteres neckisches Detail auf: Der (prozentuale) Anteil an den Neugründungen ist in den Steueroasen OW, ZG und AI besonders gross, vor allem in der Kategorie AG. Die Experten von Creditreform schliessen daraus, dass zumindest ein Teil dieser Neugründungen primär aus einem neuen Briefkasten bestehe.
Hoch im Kurs als Brutstätte für neue Unternehmen: die Forschungslabors
 Monday, March 12, 2007
Ein exklusiver Werbebrief, geschrieben von der Zürcher Kultautorin Milena Moser: Das war das Weihnachtsgeschenk, das die Online-Textagentur Supertext verlost hat. Gewonnen hat BLACKSOCKS.COM.
Milena Moser, die Kultautorin mit dem Hang zum Sarkasmus (Ihre Bestseller sind «Die Putzfraueninsel», «Das Schlampenbuch» und «Blondinenträume») befasst sich erneut mit dem männlichen Geschlecht. Fortuna wollte es so: Der Gewinner des von Supertext verlosten Werbebriefs heisst BLACKSOCKS.COM, der Pionier für schwarze Socken im Abo.
Hauptdarsteller in Milena Mosers Werbetext ist die neue Unterwäsche-Kollektion von BLACKSOCKS.COM. Das Zürcher Start-up-Unternehmen Supertext hat sich zum Ziel gesetzt, die besten frei schaffenden Texterinnen und Texter aus dem deutschsprachigen Raum unter einer Adresse zu vereinen: www.supertext.ch. Dort können Marketing- und Verkaufsleiter Texte für Werbebriefe, Mailings, Presseartikel, Broschüren, etc. komplett online in Auftrag geben (Creation Service) oder ihre selbst verfassten Texte überarbeiten lassen (Tuning Service).

Hats wieder mit den Männer(socken): Milena Moser
 Friday, March 02, 2007
Innovation ist wenn man... Ja, ein Begriff lange genug zerredet wird und für alles und jedes hinhalten muss, endet früher oder später so, wie schon Goethe formulierte: Getretner Quark wird breit, nicht stark.
Weil Innovation aber alles andere als Quark ist: Rudolf Hug, selber ein innovativer Unternehmen mit mehreren sehr kreativen Firmen hat dazu an einem "venture apéro" an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg (in einem der für seinen Zeit innovatisten Gebäude der Schweit, im "Technikum" des Architekten Fritz Haller) ein paar zwar einfache, aber einleuchtende Feststellungen gemacht:

Und er hat sich als engagierter KMU-Vertreter auch zum Spannungsfeld Innovation - KMU geäussert: "Die KMU sind ein Teil des Problems, das wir mit der mangelnden Innovationsfähigkeit haben" (auch wenn die Schweiz in allerlei Rankings regelmässig auf dem Podest steht. "Entrepreneurial" heisst Hugs Schlüsselbegriff, ein Zungenbrecher, der durchaus auch deutsch daherkommen kann: Unternehmerisch motivierte und unternehmerisch denkende KMU. Sie sind auf der "KMU-Typologie" in der oberen Hälfte rechts zu finden - dort, wo wo auch Start-ups und Spin-offs als Innovatoren zu finden sind. Sie fangen klein an und haben ein grosses Potenzial: Das Potenzial nämlich, die (quantitative) Grenze zwischen "ökonomisch unbedeutend" und "ökonomisch bedeutend" mit einem kräftigen Wachstumssprung zu überhüpfen!
 Wednesday, February 28, 2007
Nicht weniger 1,25 Milliarden Euro Venture Capital sind 2006 in Europa in Startups geflossen, deren Geschäftsidee sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat. «Venture Capital und Nachhaltigkeit finden immer mehr zusammen», kommentiert Matt Christensen vom Eurosif (Eurpopean Social Invetsment Forum) die neue Liebe. Diese ist eigentlich eine Dreiecksbeziehung - wenn immer mehr auch Start-ops unter die Bettdecke schlüpfen... Dabei spielen die Startups durchaus einen aktiven Part: Auch wenn sie noch so grün sind, erwarten die Investoren branchenübliche Renditen von 20 bis 35 Prozent! Alle Details im Bericht:
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