# Wednesday, March 18, 2009


 
Der «Ueli», eine populäre Figur aus dem Basler Brauchtum, wurde zum Symbol einer kleinen aber feinen Erfolgsgeschichte, über die Geschäftsführerin Anita Treml berichtete. «Gut eingeschenkt!» hiess es dann, bevor die Geniesser zum Zug kamen.


Normalerweise kommt es an den venture apéros erst am Schluss zum Zug - in Basel stand es jedoch im Mittelpunkt: Das Bier. Genau genommen das «Ueli-Bier», das an der Basler Rheingasse die Erfolgsgeschichte der schweizerischen Klein- und Hausbrauereien einläutete.

Am Anfang der inzwischen 30-jährigen Erfolgsgeschichte des Ueli-Bier stand der Protest gegen das damals übermächtige Bierkartell, dem sich der neue Besitzer des Restaurants Fischerstuber an der (Klein)Basler Rheingasse nicht beugen wollte.

Nach dem Kartell die Uefa...
Und es war wieder eine Protestaktion, die der Kleinbrauerei 2008 den besten Jahresumsatz ihrer Geschichte bescherte: Der Protest gegen das Bierdiktat der Uefa während der Euro 08 machte die Ueli-Zapfstellen mitten in der Fanmeile zu eigentlichen Treffpunkten von rot-weissen unbd besonders auch orangen Bierfans.

Klare Strategie mit klaren Zielen
Solche Episoden sind zwar die Würze in der Bierstory, sie machen den Erfolg jedoch nicht aus, wie Anita Treml schilderte. Diese beruht vielmehr auf klaren Werten und Zielen - Erfolgsingredienzen, die auch für weniger genüssliche Produkte gelten:

Qualität: Sie macht eine kleine Brauerei zu dem, was sie ist.
Zielgruppe: Ueli-Bier gibt es nach wie vor vor allem in der Region Basel, in der Gastronomie, in ausgewählten Verkaufsläden und fassweise an Privatfesten und Partys.
Wachsstumsstrategie: Seit kurzem gibt es auch ein filtriertes Ueli - und zwar erstmals in einer kleinen Spez-Flasche. (Der Vollständigkeit halber: Die Ergebnisse der Degustation nach dem Referat von Anita Treml waren durchwehs sehr positiv.)
Highlights im Marketing: Die grosse Tut Anch-Amun Ausstellung in Basel ist Erinnerung, das nach einem alten ägyptischen Rezept gebraute Tut Anch Ueli nach wie vor im Handel. Im Lauf dieses Sommers wird es eine neue Spezialität geben, wiederum im Zusammengang mit einem kulturellen Grossanlass. Die Ueli-Brauer widmen ihr besondere Bier diesmal dem grossen
Maler Vincent van G. - einem Holländer also... 
Wednesday 18 March 2009, 10:05 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, March 17, 2009

Florian Kowalke, Kristin Kapitzka von Aiducation International (oben) und Urs Gonzenbach (de Cavis): je 20'000 Franken von venture kick

Zwei Projekte, die auf ganz unterschiedliche Art die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu Thema haben, werden von venture kick mit je 20'000 Franken gefördert: Aiducation International will die Bildung in Entwicklungsländern fördern, de Cavis einen substanziellen Beitrag zur Vermeidung industrieller Abwärme leisten. Damit hat venture kick gleichzeitig die Schallgrenze von zwei Millionen Franken ausbezahlter Fördergelder durchbrochen.

Nicht die Forschung, sondern die Bildung, «der wichtigste Hebel für die persönliche Entwicklung eines Menschen», wie Kristin Kapitza sagt, steht beim Projekt Aiducation International im Vordergrund. Und zwar für jene jungen Menschen, denen «trotz Begabung, Motivation und viel versprechenden Lebensvisionen in Entwicklungsländern der Zugang zu Bildung aus finanziellen Gründen versperrt bleibt.»

Dank Stiftern Potenzial ausschöpfen
Dieses Potenzial will Aiducation International nutzen, indem Stifter hierzulande (genannt «AiduMaker») jungen Menschen mit Leistungsstipendien den Besuch des Gymnasiums ermöglichen.

Transparenter Ablauf
Der Ablauf ist folgendermassen geplant

  • Jeder AiduMaker wählt den Stipendiaten aus den besten Bewerbungen aus. Auf diese Weise werden zukünftige Leistungsträger gefördert, die zu den 5 bis 10 Prozent leistungsstärksten Schülern ihres Jahrgangs zählen.
  • Das Stipendium erhält den Namen des Stifters (z.B. «Beat-Suter-Stipendium»).
  • Das Geld wird direkt an die Schule des Stipendiaten überwiesen.
  • Jeder AiduMaker erhält auf Wunsch die Zeugnisse der Stipendiaten sowie Zwischenberichte, die über die schulische Entwicklung Auskunft geben.

Beschleunigen – ganz wie venture kick will

Aiducation International organisiert und koordiniert diese Aktivitäten. Dank den 20'000 Franken von venture kick «können wir vieles, das wir auf freiwilliger Basis gemacht hätten, professioneller vorantreiben», freut sich Kristin Kapitzka: «Der finanzielle Schub von venture kick beschleunigt den Aufbau unserer Aktivitäten»  – er bewirkt also genau das, was sich venture kick in der Vision der Initiative vorgenommen hat.

 

Dank venture kick rascher zum Prototypen

Urs Gonzenbach, ETH-Ingenieur und zweiter Gewinner von 20'000 Franken in der zweiten Runde vom März, will das Geld von venture kick «für den Aufbau einer Prototypenanlage und zur Herstellung von Musterproben, aber auch zur Vertiefung der bereits existierenden Kundenkontakte» einsetzen.

 

Dort dämmen wo es einschenkt
Bei Gonzenbachs Projekt «de Cavis» geht es um ein völlig neuartiges anorganisches Material für die Wärmedämmung in einem Bereich, in dem die eingesparte Abwärme sehr rasch massiv zu Buch schlägt: Der ETH-Forscher konzentriert sich auf grosse Industrieanlagen wie etwa Hochöfen mit Temperaturen von über 1000 Grad. Das Einsparpotenzial an Wärme und an CO2 ist hier gewaltig, und dementsprechend gross ist auch das Interesse etwa der Zementindustrie, mit der Gonzenbach bereits Kontakte geknüpft hat.

Dritte Runde als nächste Herausforderung
Urs Gonzenbach ist überzeugt, dass sein Verfahren funktioniert. Kleine Materialproben hat er bereits, nun ist der – in der Herstellung komplizierte – Prototyp an der Reihe, an den venture kick einen substanziellen Beitrag leistet kann. Das ist für Gonzenbach aber nicht alles: «Nun steht für mich auch die Türe zur dritten Runde mit 100'000 Franken offen!» nimmt er die nächste Herausforderung an.

Ein Meilenstein auch für venture kick
Für venture kick sind die zwei Mal 20'000 Franken an Aiducation und de Cavis ebenfalls ein Meilenstein: Damit ist seit der Lancierung im Sommer 2007 erstmals die Grenze von zwei Millionen Franken überschritten worden.

Tuesday 17 March 2009, 14:42 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, March 13, 2009
Eine Geschäftsbeziehung ohne Verträge ist kaum denkbar, schon gar nicht im Vertrieb. Sei es ein Werkvertrag, Liefervertrag, Agenturvertrag oder Franchisingvertrag, wer sich nicht auskennt könnte ohne zu wissen noch Jahre später an die Verträge gebunden sein.

Rechtsanwältin Marion Morad-Marquardt hat am venture apéro in Luzern erläutert, auf was es beim Aufbau neuer Verkaufskanäle und Verträge ankommt.

Neben rechtlichen Aspekten zeigte sie an einem konkreten Beispiel vom Detailhandel, dass Verträge bei der Lancierung von neuen Vertriebskanälen äusserst wichtig sind.
Wer sich im Vertriebsrecht gut auskennt oder bei Vertragsverhältnissen vorbereitet ist, kann viel Geld und Ärger ersparen, v.a. bei internationalen Geschäften.
Für einen ersten Überblick gibt es im Internet etliche kostenlose Mustervorlagen für Verträge. Als Laie aber sollte man die Inhalte nicht selber anpassen.



Alle venture apéros auf einen Blick: http://www.ifj.ch/dt/aperos.asp
Friday 13 March 2009, 21:22 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, March 12, 2009

Am Venture Apéro in Frauenfeld hat sich Stefan Kühler zum Thema professionelle Pressearbeit geäussert und allen Anwesenden zehn wichtige Tipps mit auf den Weg in die Zukunft gegeben.

Der wichtigste Faktor ist, die Botschaft nicht aus der eigenen Warte sondern aus der Sicht der Redaktion und der Sicht der Leserinnen und Leser zu sehen.

 

Die zehn Tipps sind:

1.       Pressearbeit ist Service für Journalisten

2.       Lesernutzen steht an erster Stelle

3.       Journalisten recherchieren im Internet

4.       Presseberichterstattung gehört auf die Unternehmens-Website

5.       Kommunizieren Sie mit der Presse nur, wenn Sie etwas zu berichten haben.

6.       Zu wenig Nachrichtenwert und falscher Adressat bedeuten <DEL>

7.       Pressemitteilungen sind Themenvorschläge - nicht mehr und nicht weniger

8.       Pressemitteilungen mit gutem Bildmaterial werden eher gedruckt

9.       Fachpresse benötigt Fachleute: Ein Interview in der Fachpresse ist besser als eine Notiz in der Tageszeitung

10.   Pressearbeit bedeutet nicht nur Informationen zu versenden, sondern auch für Journalisten erreichbar zu sein.

Der lebendige Vortrag ergab sehr gute Kritiken. Es blieben auch nur wenige Fragen offen, die beim anschliessenden Networking behandelt wurden.

 

Vor und nach der Veranstaltung präsentierte IFJ-Präsentator Didi Klement den neuen Poken und stellte das Konzept "do you poken?"  vor, mit dem die Venture Apéros nun jeweils ergänzt werden.

Thursday 12 March 2009, 16:28 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, March 10, 2009

Von der Förderung im ventureab-Team in die Selbständigkeit: Dominik Tarolli (links) und Kai Glatt
Wer sich über längere Zeit mit Selbständigkeit befasst und mit Startup-Projekten Kontakt hat, nimmt es in Kauf, früher oder später vom «Unternehmervisrus» abgesteckt zu werden. Das gelte auch für das Team von venturelab, wie Cash-Innovation berichtet.

Schweizer, die mit dem Gedanken einer Firmengründung spielen, besitzen meist grosses fachliches Know-how. Was ihnen neben betriebswirtschaftlichem Wissen fehlt,
ist oft das unerlässliche Feu sacré. venturelab, das Firmengründer-Ausbildungsprogramm der Förderagentur für Innovation KTI, vermittelt beides.
 
Hightech-Jeans, 3-D-Simulationen und Lotterie
Dass die Mitarbeiter neben ihrem handfesten Wissen über Unternehmergeist verfügen, zeigen die Wechsel aus dem venturelab-Team ins Unternehmerlager. Zuletzt wagte Kai Glatt den Schritt. Mit der Rokker Company will er den Markt für Motorradbekleidung aufrollen. Dies mit einer Jeans, die dank Hightech so sicher ist wie Lederbekleidung. Vorangegangen auf dem Weg in die Selbständigkeit sind Dominik Tarolli (Procedural AG, 3-D-Simulationen), Roman Balzan (Internet-Tombola Suxedoo) und Toni Fessler (AudioP).
Tuesday 10 March 2009, 09:41 AM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, March 09, 2009

Gespannte Aufmerksamkeit für die Dinge, die da kommen werden

 
Frage und Antwort zum St. Galler Mangement Modell

 
 
 
...und Ausklang beim Networking

Ethik und Nachhaltigkeit im Unternehmen – Schlagworte, zweifellos. Dass sie sehr wohl mit Inhalt gefüllt werden können, zeigte Professor Rolf Dubs am venture apéro im tebo in St. Gallen.

«Von Ethik spreche ich nicht gerne», sagte der erfahrene Wirtschaftspädagoge vor dem aufmerksamen, am anspruchsvollen Thema interessierten Publikum, «weil Ethik den Eindruck vermittelt, es klare, richtige oder falsche Antworten». Das sei jedoch – nicht nur in der Wirtschaft – ein fataler Irrtum.

Nicht ohne Normen und Werte
Für Dubs steht der «verantwortungsvolle Umgang mit Zielkonflikten» im Vordergrund. Dieser Umgang wiederum richtet sich nach klaren, begründbaren Normen und Werten. Darauf baut auch das «St. Galler Managementmodell» auf, das Dubs mitentwickelt hat und als Hochschullehrer, Referent oder Berater in die Praxis vermittelt. Dieses Modell, das komplizierte aussieht als es ist, eignet sich keineswegs nur für Grosse und ganz Groose, sondern lässt sich problemlos auch auf KMU-Massstäbe herunter brechen.

Nachhaltig heisst langfristig erfolgreich
Eine auf Werte abgestützte Strategie brauche, wer auf den weiten Gewässern zwischen rücksichtsloser Profitmaximierung und schwärmerischer Sozialromantik langfristig erfolgreich – genau das bedeutet nachhaltig –navigieren will.

…aus aktuellem Anlass
Die gegenwärtige Wirtschaftslage und besonders die Ursachen der bedenklichen Situation boten zahlreiche aktuelle Anknüpfungspunkte, um ein Thema zu vertiefen, «um das sich viele Unternehmer bisher zu wenig gekümmert haben», wir Rolf Dubs feststellte. Dabei liess er es jedoch nicht bewenden: «es gibt sehr wohl Anzeichen für ein Umdenken», betonte er. Aus dem Kreis der Zuhörenden wurde er unterstützt: «Gerade unter Leuten, die neu ein Unternehmen gründen, tönt es heute anders als noch vor ein paar Jahren.»

Monday 09 March 2009, 11:17 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, March 06, 2009
Mit 3'026 neue Firmen sind im Februar 2009 in die schweizerischen Handelsregister eingetragen worden. Das sind knapp 10 Prozent weniger als 2008. «Wie stark die Weltwirtschaftskrise die Schweiz in Bezug auf neue Firmen beeinflussen wird, werden die kommenden Monate zeigen», schreibt die Creditreform zu ihrer Statistik.

In den beiden ersten Monaten des neuen Jahren sind 5'676 neue Firmen mit Handelsregistereintrag entstanden – 13.9 Prozent weniger als 2008. Abgenommen hat allerdings auch die Zahl der Löschungen: 3'454 Firmen oder 8,4 Prozent weniger als im Vorjahr verschwanden aus den Handelsregistern.

Immer noch zweithöchster Februarwert
Das Nettowachstum – Neueinträge minus Löschungen – beträgt 2'222 Firmen oder 21.4 Prozent weniger als im absoluten Rekordjahr 2008. Und es ist immer noch «der zweithöchste Wert per Ende eines Monates Februar überhaupt», wie die Creditreform feststellt.

Boom-Regionen von 2008 betroffen
Der Rückgang der Neugründungen ist in allen Regionen zu spüren. Am Besten schneidet der Kanton Zürich mit nur - 5.9 Prozent ab. Mit über -22 Prozent ist die Abnahme in der Ost- und der Zentralschweiz sehr gross – in jenen Regionen also die 2008 sehr gut da standen.

Unterschiedliche Quellen -sehr unterschiedliche Zahlen
 Die Statistik der Creditreform erfasst die HR-Einträge und -Löschungen. Das heisst: Eine Neueintragung ist nicht zwangsläufig eine echte Neugründung. Das Bundesamt für statisik kommt denn auch auf Grund seiner Umfragen zu viel tieferen Zahlen (12'0000 statt 36'000 neue Unternehmen). Auch dieser Wert ist also alles andere als hieb- und stichfest. Die grosse Diskrepanz lässt sich auch durch die Einschränkung (nur HR-Einträge) bei der CR-Statisktik nicht annähernd begründen. Dies gilt umso mehr, als die Handelsregister ja den grössten Teil der neuen Kleinstunternehmen (Einzelfirmen) gar nicht erfasst. Welchen Wert man auch für zuverlässiger halten will - die Schweiz ist nach wie vor in Sachen Statistik ein Schwellenland...

Friday 06 March 2009, 14:00 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, March 02, 2009

 

Die Blogwerk AG startete am Mittwoch mit startwerk.ch eine neue Plattform für Schweizer Startups.

startwerk.ch stellt sich selber vor: "Das Blog berichtet über neue Unternehmen und deren Entwicklung und richtet sich an Gründer aller Branchen - ob Biotechnologie, Internet oder erneuerbare Energien.

Die Schweiz hat eine erfolgreiche Startup-Kultur: 9 der «Top 100 Europe Startups» auf der Liste des Technologiemagazins Red Herring von hier - im Vergleich zur Grösse der Bevölkerung eine beeindruckende, wohl weltmeisterliche Zahl.

«Obwohl es generell viele Service-Angebote im Startup-Umfeld gibt, fehlte aus unserer Sicht eine professionelle Publikation, die sich regelmässig und exklusiv diesem Thema widmet», sagt Peter Hogenkamp, Gründer und CEO der Blogwerk AG. «Diese Lücke wollen wir mit startwerk.ch füllen.»

startwerk.ch wird von dem erfahrenen Wirtschaftsjournalisten Oliver Klaffke geleitet. Weitere Autoren werden ihn unterstützen. Inhalte werden Portraits von Jungunternehmen und -unternehmern sein, News, die für die Startup-Szene relevant sind, Berichterstattung von Events, abgerundet mit einigen Ratgeber-Beiträgen. Wesentliches Element ist der Gedankenaustausch und die Vernetzung der Schweizer Startups.

Die Blogwerk AG betreibt startwerk.ch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jungunternehmen (IFJ), dem führenden Schweizer Dienstleister für Startups."

Willkommen in der Familie, Startwerkerinnen und -werker! 

Monday 02 March 2009, 16:04 PM  #     |  Comments [0]  |