# Thursday, June 18, 2009
Fünf Preise zu je 500'000 hat die De Vigier Stiftung an Startups verteilt. aber es gab auch andere, interne News: Künftig führt Jean-Pierre das Tagesgeschäft - aber Jean-Claude bleibt Vize der Stiftung. 


Jean-Claude hat die Stiftung aufgebaut, Jean-Pierre führt sie weitert

Einen Preis verdient hätte auch der Mann, der über 20 Jahre lang dafür gesorgt hat, dass das Geld der De Vigier-Stiftung kontinuierlich den Startup-Garten bewässert hat:
Geschäftsführer und Vizepräsident Jean-Claude Strebel, der den Gründer William A. de Vigier bereits bei der Gründung der Stiftung beraten hat. Nachfolger als Geschäftsführer ist mit 
Jean-Pierre Vuilleumier
ein ausgesprochener Kenner der Szene. Der Geschäftsführer von CTI Invest ist nicht nur als Finanzexperte, sondern als Präsentationsspezialist bekannnt für Start-ups bekannt. Vuilleumier hat bereits «neue Impulse im Sinne des Stifters» angekündigt.

Thursday 18 June 2009, 16:35 PM  #     |  Comments [0]  | 

Seriensieger mit der sensationellen Linse: Manuel Aschwanden und Mark Blum (Optotune)


Martin Bartholet, Christof Zwyssig und ihr kleines technisches Wunderwerk


Jonas Burki: Neue ästhetische und ökologische Massstäbe mit dem solarbetriebenen Sonnenuntergang


Sadik Hifazovic, David Heeer und das digitale Messgerät
Celeroton (Martin Bartholet und Christoph Zwyssig), Motilis (Vincent Schlageter und Team), Optotune (Manuel Aschwanden und Team), Sun_D (Jonas Burki) und Zurich Instruments (das Team um Sadik Hafizovic) heissen die Gewinner der De Vigier-Preise. Und auch dieses Jahr haben vier von fünf Projekten einen direkten Bezug zu venturelab, dem nationales Programm der Förderagentur für Innovation KTI. Zwei Projekte sind auch von venture kick unterstützt worden.

Wenn die Bohrer der Zahnärzte demnächst effizienter, kleiner und leichter werden, haben wir das Martin Bartholet und Christof Zwyssig zu verdanken: Möglich macht's ihr Elektromotor mit bis zu einer Million Umdrehungen pro Minute - was übrigens Weltrekord bedeutet. Die «Schnelldreher» von Celeroton standen schon bei Venture 08 ganz vorne, sie bekamen von venture kick 130'000 Franken - und haben sich ihr unternehmerisches Rüstzeug bei venturelab geholt.

Künstliche Muskeln für optische Linse
Manuel Aschwanden, David Niederer und Mark Blum ist es gelungen, die Muskelfunktion des Auges künstlich nachzubilden. Ihr Startup Optotune präsentiert eine Linse, die formbar ist und dadurch auf kleinstem Raum zoomen kann - zum Beispiel in einer Handy-Kamera. Optotune sind die «Seriensieger» des Startup-Jahrgangs 2008/09: Sieger bei Venture 08, beim ZKB-Pionierpreis 2009, bei venture kick - und nun bei De Vigier! Ein kleines bisschen «Mitsieger» auch hier: venturelab.

Grosse Displays leuchten fast ohne Strom
Mit seinen riesigen Leuchtanzeigen aus Plexiglasröhren, die dank dem Sonnenlicht fast ohne Strom auskommen, setzt Jonas Burki aus Olten mit SUN_D neue Massstäbe - ökologisch und ästhetisch. Architektur, Kunst und Werbung haben damit ein neues Medium gewonnen. Auch Jonas Burki: venturelab!

Digitaler Signalverstärker
Einen Durchbruch in der elektronischen Messtechnik bedeutet das digitale Messgerät von Zurich Instruments (Sadik Hafizovic, Flavio Heer und Beat Hofstetter). Mit ihrem Lock-in-Verstärker kann beispielsweise die Untersuchungszeit im Magnetresonanztomografen um den Faktor zehn verkürzt werden.

Motilis: Wo die Darmschmerzen herkommen
20 bis 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an Verdauungsstörungen - und allein die Dioagnose ist alles andere als angenehm. War, muss es bald einmal heissen: Die von Motilis (Vincent Schlageter und Michel Demierre) entwickelte Magnetkapsel spürt die Ursache von Verdauungsbeschwerden zielsicher und schmerzfrei auf.


Thursday 18 June 2009, 15:21 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, June 17, 2009
Neun von 50 eingereichten Businessplänen sind im Businessplan-Wettbewerb Liechtenstein-Rheintal 2009 prämiert worden.

Die neun Preiträger stammen aus Liechtenstein, Deutschland, Österreich und der Schweiz, die meisten Projektteams aus dem Mehrländereck am Rhein sind zudem grenzüberschreitend zusammengesetzt.


Gruppenbild mit Siegern und Siegerinnen

Von A(leas) bis Rokker)
Die Ausgezeichneten: ALEA Schokolade (Li), Bimetalltechnik (D), deligo technologies ag /(CH/A), DEMMEL KAFFEE (Li/D), gutmann ag, Liechtenstein/Österreich, LUCY HOsTEL /Li/A), myfooddiary.de (D), quillp (D/CH), THE ROKKER COMPANY (CH, das Team, bei dem unsere ehemaligerIFJ-venturelab-Kollege Kai Glatt engagiert ist).

Preise und Spezialpreise
Die Preisträger erhalten je 3'500 Franken, zudem gibt es Spezial- und Sonderpreise sowie Coachings. Bewertet wurden die Projekte von einer Expertenjury. Der Businessplan-Wettbewerb Liechtenstein Rheintal fand bereits zum fünften Mal statt.

Wednesday 17 June 2009, 09:53 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, June 12, 2009

Das Produkt...

...der Unternehmer

und die Anwendung
Er ist bereits Unternehmer, studiert daneben an der Hochschule Winterthur. Zudem hat er auch am Semesterkurs venture challenge von venturelab mitgemacht. Und profitiert, sagt Guido Straumann: «Jeder Kurstag hat mir ganz konkret umsetzbare Anregungen gebracht.»

Er ist bereits Unternehmer, studiert daneben an der Hochschule Winterthur. Zudem hat er auch am Semesterkurs venture challenge von venturelab mitgemacht. Und profitiert, sagt Guido Straumann: «Jeder Kurstag hat mir nicht konkret umsetzbare Anregungen gebracht.»

Student und Unternehmer
An der Hochschule Winterthur studiert Straumann berufsbegleitend BWL - im «Hauptamt» ist er seit Anfang Jahr Unternehmer: Er hat von seinem Vater die Ulrich Straumann AG in Wädenswil übernommen.

Hüppen - eine delikate Spezialität
Die Firma Straumann ist auf Hüppen - delikate Waffelrollen mit oder ohne Füllung - spezialisiert. Wer Hüppen nicht kennt: Eine Kostprobe gibt es zu jedem Kaffee in einem Mövenpick-Lokal.

Mit konkreten Fragen in den Kurs
«Ich habe venture challenge als praktische Ergänzung zum Studium gesehen und bin mit ganz konkreten Fragen - wo finde ich die richtige Finanzierung, wie trete ich den Banken gegenüber auf - in den Kurs gegangen», sagt Guido Straumann.

Teamarbeit über den «case Straumann»
Ein eher untypischer challenge-Teilnehmer also. Straumann wollte deshalb sein eigenes Beispiel nicht ins Zentrum stellen - die Gruppe sah das jedoch anders und wählte den «case Straumann» als eines der im Team zu bearbeitenden Projekte aus. Guido Straumann: «Es hat mich gefreut, dass unser Beispiel so gut angekommen ist. Und es hat mir gleichzeitig Gelegenheit gegeben, meine Praxis in den Kurs einzubringen.»

Konkrete Anregungen für die Praxis
Und was er gemessen an seinen Erwartungen mitgenommen? «Einiges habe ich natürlich vom Studium her gewusst. Es gab aber keinen Kurstag, nach dem ich nicht konkrete Erkenntnisse mitgenommen habe, die ich in unserem Unternehmen unmittelbar in die Praxis umsetzen konnte.» Als Stichworte nennt Guido Straumann etwa die Formulierung einer Vision oder den gezielten Einsatz des Businessplanes.

Ein Netzwerk, das den Kurs überdauert
Auch die Diskussion über die verschiedenen Projekte in den Kursstunden selber hat Guido Straumann sehr geschätzt. Und der direkte Kontakt zu den Dozenten hat mit der Abschlusspräsentation am letzten venture challenge-Tag nicht abgerissen: «Ich profitiere nach wie vor aktiv vom Netzwerk, das ich dank venture challenge aufbauen konnte.»

Friday 12 June 2009, 15:53 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, June 04, 2009
Das Startup BioVersys will die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika mit spezifischen Medikamenten bekämpfen. Dafür erhält das ETH-Spin-off von der privaten Gründungsinitiative venture kick 100'000 Franken. Mit dem gleichen Beitrag wird Minsh unterstützt. Dieses neue Unternehmen macht die Kurzbotschaften aus dem Netzwerk Twitter dreidimensional sichtbar – in einer virtuellen Unterwasserwelt.

 
BioVersys: Marc Gitzinger (links) und Marcel Tigges / Minsh: Barbara Yersin und Jonathan Maïm
 
Mit BioVersys und Minsh hat die Expertenjury von venture kick zwei Projekte ausgewählt, die aus völlig entgegengesetzten Ecken der Hightech-Forschung an den schweizerischen Hochschulen stammen.

Damit Wirkstoffe ihre Wirkung behalten
BioVersys, gegründet von Marc Gitzinger, Marcel Tigges, Wilfried Weber und Professor Martin Fussenegger hat ein Verfahren entwickelt, mit dem jene Proteine unschädlich gemacht werden können, die dafür verantwortlich sind, dass Bakterien gegen bestimmte Antibiotika resistent werden. Wenn das Projekt erfolgreich durchgezogen wird, trägt es dazu bei, dass bewährte Antibiotika ihre Wirksamkeit behalten – ein grosser Schritt für die Behandlung von bakteriellen Infektionen.

Im Brennpunkt der Pharmaforschung
«Die 130'000 Franken von venture kick sind für uns sehr wichtig», betont Marc Gitzinger: «Zurzeit hat die Finanzierung der laufenden Patente für das Verfahren erste Priorität. Ganz allgemein unterstützt venture kick Projekte wie das unser auf dem Weg vom Labor auf den Markt in einer entscheidenden Phase: Wir müssen uns jetzt so aufstellen, dass wir bereit sind für den Kontakt mit professionellen Investoren.» Eine andere wichtige Etappe hat BioVersys mit dem Umzug in die Basler Labors und Büros des Departments für Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH absolviert: «Hier sitzen wir mitten im Brennpunkt der Pharmaforschung.»

Die Ruhe der Welt unter Wasser
Barbara Yersin und Jonathan Main haben miteinander die Plattform Minsh gegründet. Diese visualisiert die Kurzbotschaften auf Twitter – und zwar in einer virtuellen Unterwasserwelt. Der Grund für diese Wahl dieses Mediums: Barbara Yersin hat ihre Dissertation über die dreidimensionale Simulation von Menschen geschrieben und kennt deren Unzulänglichkeiten. In der Welt unter Wasser herrscht dagegen eine beruhigende Gemächlichkeit, die die Konzentration auf die Botschaften erleichtert. Wer sehr aktiv ist und viel kontaktiert wird, kann sich einen schöneren Fisch ertwittern.

Das Geld kommt von schönen und dicken Fischen
Der Verkauf von speziellen Fischen soll nach dem Geschäftsmodell von Minsh auch die künftige Einnahmequelle sein, während das «Grundmodell» kostenlos bleibt. Der dickste Fisch im virtuellen Aquarium von Minsh ist derzeit der Twitterer Al Gore.
«Mit den 100‘000 Franken von venture kick können Minsh weiter entwickeln und vor allem wir die Betreuung der Community ausbauen. Das ist bei solchen Projekten ein matchentscheidender Faktor», freut sich Barbara Yersin über den Erfolg ihres Startups.

Bereits elf Mal 130'000 Franken
BioVersys und Minsh sind die Spin-offs Nummer zehn und elf, die von venture kick mit dem gesamten Betrag von 130'000 Franken belohnt werden. 73 Projekte haben bereits die erste und 32 die zweite Stufe erfolgreich bestanden. 47 Startups sind im Lauf des Prozesses bisher auch formell gegründet worden. Sie beschäftigen über 140 Mitarbeitende und haben – mit dem Schub von venture kick im Rücken – rund 20 Millionen Franken Investitionskapital mobilisiert.

Mehr und schneller gründen
Die Gründungen beschleunigen, ihre Zahl deutlich steigern und die neuen Unternehmen fit machen für weitere Finanzierungsrunden: Die bisherige Bilanz zeigt, dass die private Gründungsinitiative venture kick ihre erklärten Ziele in hohem Mass erreicht. Sie hat ihrerseits bisher dafür 2,47 Millionen Franken ausbezahlt, für das laufende Jahr stehen zwei Millionen bereit.

So funktioniert venture kick
venture kick ist eine Initiative privater Geldgeber und wird in der Startphase von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und der Opo-Stiftung anschubfinanziert. Jeden Monat werden acht Bewerber vor eine Expertenjury geladen. Die bessere Hälfte wird mit je 10 000 Franken gefördert und qualifiziert sich für die 2. Stufe. Bei ihr geht es um 20 000 Franken. Spätestens nach neun Monaten präsentieren sich die Besten in der Stufe 3 für weitere 100 000 Franken Startkapital. Die Beträge werden à fonds perdu ausgeschüttet.

 

Thursday 04 June 2009, 14:32 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, June 03, 2009
Wer Verluste vermeiden will, braucht ein gutes Schuldenmanagement. Diesen und viele andere Tipps und Ratschläge brachte Marcel Schmidlin von der Creditreform mit an den venture apéro in Olten. Er zeigte auf, wie wichtig ein gutes Schuldenmanagement für das Vermeiden von Debitorenverlusten ist.


     

 

Um Verluste zu vermeiden, fängt man beim Schuldenmanagement an. Das richtige Zahlungsziel ist ebenso eine Hilfe für Cash wie das richtige Mahnwesen. Wer seine Leistungen erst nach 60 Tagen verrechnet, muss sich nicht über ein Zahlungsziel von 120 Tagen wundern. Deshalb sollte man alle Rechnungen mit einem strikten Zahlungsziel von zehn oder 30 Tagen versehen, betonte Marcel Schmidlin von der Creditreform.

 

Für ein geringes Ausfallrisiko ist auch wichtig, das man sich über neue Kunden erkundigt. Macht man es nicht, liefert man wohl im einen oder anderen Fall umsonst. Das ist dann ärgerlich, wenn man an sein Geld heran kommen will. Da kann es sein, dass der Schuldner mehrere Ausstände hat und häufig den Wohnsitz wechselt usw. Forderungsverluste sind aber nicht nur ärgerlich, Forderungsverluste können ein Unternehmen auch schnell an das Limit bringen.

 

Betreibungen sind eine mühsame Angelegenheit und ob je Geld eintrifft ist eine grosse Frage. Professionelle Schuldner sind heute keine Seltenheit mehr und deshalb ist es wichtig, dass man seine Ausstände im Griff hat. Profi-Schuldenmacher sind meist männlich und meistens ist es gang und gäbe, das Schulden gemacht werden. Wer häufig umzieht kann so sein Betreibungsregister säubern und dann am neuen Ort quasi unbescholten neue Schulden anhäufen.

 

Weil bei Konkursen 94 % der Forderungen unwiederbringlich verloren sind, ist es wichtig, dass es gar nicht erst soweit kommt. Immerhin kommt es im Jahr zu 459‘095 Verwertungen aus 1‘366‘507 Pfändungen ind er Schweiz. Satte 2‘465‘306 Betreibungen gab es dazu im Jahr 2007.  Da das Gesetz vom Jahr 1890 ist, können professionelle Schuldenmacher immer wieder erfolgreich einkaufen und kommen ungeschoren weg. Denn ein Rechtsstreit ist teuer und ein Verlustschein heisst noch lange nicht, dass man je einmal Geld bekommt.

 

Die Creditreform empfielt deshalb nicht nur eine Ausfallsversicherung für Forderungen damit man Streitfälle direkt abgeben kann sondern die Creditreform empfielt auch professionelle Auskünfte zu Neukunden einzuholen. Nur so ist man auf der sicheren Seite und auch dann kann es zu Verlusten kommen.

 

Wednesday 03 June 2009, 10:16 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, June 01, 2009
Ratlos stehe ich vor dem Weinregal im Supermarkt. Bei welchen Flaschen stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, welcher Tropfen wäre der richtige für meinen Gastgeber? Das Handy zücken und die Infos abrufen. Das ist noch Zukunftsmusik. Aber nicht mehr lange: Ein Mobile-Projekt will die Lücke füllen. Die ETH-Doktoranden Stephan Karpischek und Felix von Reischach haben das Geschäftmodell im Semesterkurs venture challenge von venturelab ausgefeilt.



«Wir fokussieren unsere Dienstleistung bewusst auf Konsumgüter wie eben Wein, andere Lebensmittel oder Kosmetika, bei denen der Verkaufsentscheid spontan fällt. Wer ein teueres Produkt wie eine Wachmaschine kauft, informiert sich in der Regel vorher», erklärt Stephan Karpischek.

Ein Foto des BAR-Code genügt
Das System funktioniert so: Die Informationen werden von anderen Konsument/innen geliefert und auf einer Datenbank hinterlegten. Sie lassen sich abrufen, indem das gewünschte Produkt per Handy beschrieben wird. Das kann ein Foto des BAR-Codes oder eine Umschreibung mit Worten sein. Je genauer die Identifizierung ist, desto präziser fallen auch die Angaben aus.

Mit Prototypen unterwegs
Karpischek und von Reischach haben noch keinen Namen für Ihre Plattform und auch noch kein Unternehmen gegründet. Ihre Software läuft jedoch bereits als Prototyp auf Handys mehrerer Anbieter zu Testzwecken. «Wir sind einerseits mit Detailhändlern und parallel dazu mit Meinungsforschungsinstituten im Gespräch», sagt Karpischek. Die Erfahrungen zeigen, dass es in der Mobile-Technologie sehr schnell geht, wenn einmal ein Durchbruch erfolgt. Für Stephan Karpischek liegt einer der Knackpunkte darin, «möglichst rasch zu einer kritischen Masse von Daten zu kommen.»

Ein doppelter Nutzen

Für die Nutzer/innen wird das Angebot kostenlos sein. Das Geschäftsmodell sieht vor, «dass wir Geld verdienen, indem wir den Meinungsforschungsinstituten anonymisierte Daten verkaufen, die ihnen zeigen wie bestimmte Produkte beurteilt und bewertet werden: Wir bieten den Kund/innen einen eindeutigen Mehrwert. Und gleichzeitig bereichern wir die Marktforschung um ein neues, zeitgemässes Instrument», ist Mitinitiant Stephan Karpischek übrzeugt.

Monday 01 June 2009, 15:32 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, May 26, 2009

  

Für Studierende aus allen Fachrichtungen und Nationalitäten ist die «Summer School» vom 21.September bis zum 2.Oktober 2009 in den Räumlichkeiten der Hochschule München bestimmt.

Die Teilnahme kostet für angehende Gründerinnen und Gründer 199 Euro, zudem gibt es Unterkünfte für 9 Euro/Nacht.

Unter dem Thema «Billion Euro Projects to Foster Societal Change» will man den Spagat zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichem Erfolg schaffen. Zwei Wochen lang werden die Teilnehmer in einem Intensivseminar ihre Ideen ausfeilen und voranbringen. Das Ziel sind gewinnträchtige Geschäftsmodelle, die gleichzeitig das Potential hat, durch ein Produkt oder eine Dienstleistung einen ökologischen Wandel oder ein gesellschaftliches Umdenken herbeizuführen.
Die Summer School wird von der Initiative 4Entrepreneurship ausgetragen, die sich aus vier Münchener Gründerzentren zusammensetzt. Die Anmeldefrist  läuft bis zum 31. Juli.

 
Tuesday 26 May 2009, 14:41 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, May 25, 2009

Samy Liechti von Black Socks hat am Montag Abend den 18.05.09 in Bern einen speziellen Venture Apéro abgehalten, nämlich den zweiten in der IFJ-Zeitrechnung von 20 Jahren und den ersten mit dem stolzen Alter von 10 Jahren, womit die Firma Blacksocks definitiv nicht mehr zu den Startups zählen kann.

Ganz am Anfang räumte der Mitgründer von Blacksocks mit einigen Klischees auf: schwarze Socken sind wichtiger als man meinen könnte, weil mit schwarzen Socken immer wieder wichtige Geschäfte gemacht werden.

Und es war auch ein wichtiges Geschäft in seiner ehemaligen Firma, die Liechti auf das Sockenabo brachte. Er musste an einer Teezeremonie mit japanischen Gästen leiden, weil seine Socken grau waren und ein kleines Löchlein hatten, die anderen Gastgeber und die japanischen Gäste hatten das Problem nicht. Damit solches nie wieder vorkommt hat sich der Blacksocks-Gründer 50 Paar Socken angeschafft, mit der Zeit aber trotzdem wieder graue Socken darunter gehabt. Deshalb auch das Sockenabo von Blacksocks, inzwischen schon im zehnten Jahr.

Das Marketingbudget betrug im ersten Jahr nur 500.- Franken und es wurde sparsam gewirtschaftet, natürlich. Inzwischen ist das Budget etwas grösser aber Black Socks hat immer noch den Anspruch, jedes Mail persönlich zu beantworten und jeden Neukunden innert 48 Stunden zu beliefern. Zudem wird jede einzelne Lieferung als Event gestaltet, damit die Kunden auch ihr Erlebnis haben, wenn sie das Sockenabo erstmalig oder zum zweiten Mal erhalten. So ist es kein Wunder, kann man zu 30 % auf Empfehlungsmarketing setzen. Viele der Kunden kommen von selbst aufgrund von Ratschlägen zum Blacksocks-Abo.

Die guten Empfehlungen und permanent neue Ideen helfen zu Wachstum denn die Konkurrenz schläft nicht und fast monatlich probiert es ein neuer Mitbewerber, Blacksocks zu kopieren. Damit man auch selbst zu neuen Kunden kommt, geht man den Weg von „Verführen – Bestechen – Erpressen“ und ist damit recht erfolgreich. Wichtig auch die Zusammenarbeit mit Texaid, denn früher lieferte man alle drei Monate 3 Paar neue Socken, bis die meisten der Kunden dann den Schrank voll hatten. Heute liefert man immer auch eine Entsorgungshilfe mit, damit die Kunden nicht Socken stapeln sondern immer auch die alten Socken entsorgt werden.

Im Marketing ist man recht erfolgreich, unter anderem nutzt man Gelegenheiten wie jene mit Weltbank-Chef Wolfowitz, der in den Medien bei einem Fernsehanlass um die Welt ging, weil er Löcher in seinen Socken hatte. Inzwischen ist er Kunde von Blacksocks und auch mehrere Bundesräte sind es. Interessant auch das Barfuss-Abo via SMS, wenn die Temperatur hoch genug liegt, wurde den Kunden mit SMS erlaubt, barfuss zu gehen.

Nun ist man zehn Jahre jung und hat dazu ein Jubiläumsabo gestaltet. 3 x 3 Socken ist 10 Sockenpaare, denn ein Sockenpaar wird dieses Jahr zu jedem neuen Abo geschenkt. Auch dieses Angebot zieht, denn 40'000 Kunden in zehn Jahren und 1 Million verkaufter Socken mit 3.4 Vollzeit-Stellen im Haus sind eine deutliche Sprache. Gleich mehrere Unternehmen arbeiten inzwischen intensiv für Blacksocks und sind interessiert daran, mit dem Sockengeschäft weiter zu machen. Blacksocks hat sich aber inzwischen weiter entwickelt, die Firma wächst und wächst. Inzwischen bietet man deutlich mehr als nur schwarze Socken, inzwischen kann man auch Unterwäsche und anderes im Abo kaufen.

Die grosse Sockenstory geht weiter, soviel versprach Samy Liechti am Apéro vom IFJ.

Hier finden Sie das Programm aller venture apéros.

Monday 25 May 2009, 16:39 PM  #     |  Comments [0]  | 

Schreiben. Für Unternehmer/innen ein Muss, gerade im Zeitalter der E-Mail-Kommunikation. Für viele jedoch eine lästige Pflicht, eine Plage gar. Das muss nicht so sein, erklärte Gabriela Baumgartner am venture apéro in Basel.

 

Dass «Schreiben» ein durchaus aktuelles Thema ist, bewiesen die zahlreichen Interessent/innen, die den Weg ins Bildungszentrum an der Missionsstrasse 21 fanden. Und das obwohl draussen der erste laue Sommerabend mit seinen Versuchungen lockte.

 

Keine Strafaufgabe

Schreiben sei zwar nicht immer eitel Honiglecken, betonte die Juristin und Redaktorin beim Beratungszentrum des Beobachters. Entscheidend ist für Gabriela Baumgartner die Einstellung zur Tätigkeit Schreiben. Es sei keine «Gottesgabe» oder ein Talent, das nur wenigen gegeben ist. Ebenso wenig aber eine Strafaufgabe, der sich viele nur mit Widerwillen unterziehen. Sicher ist: Wer nicht gern schreibt, schreibt auch selten gut (wobei «gern» durchaus auch Leiden und Chrampf bedeutet, wie Gabriela Baumgartner aus ihrer Erfahrung ergänzte).  

 

Ein Handwerk mit klaren Regeln

Schreiben ist, so Baumgartners Befund, ein Handwerk. Und zwar ein Handwerk, das – wie jedes andere auch – seine klaren Regeln kennt. Diesen Regeln widmete die Referentin denn auch den wichtigsten Teil ihrer temperamentvollen und mit anschaulichen Beispielen ergänzten Ausführungen.

 

Über allen Regeln - der Mensch

Über allen Regeln steht ein Grundsatz, der erst einen Text vom Papier zum Leben erweckt: Ein Mensch schreibt für andere Menschen. Und wie mehr sich Schreibende in ihr gegenüber versetzen können, desto besser kommt ihre Message,stopp: Botschaft. Und gleich noch ein Stolpersteinchen: Heisst es nun wirklich Schreibende? Oder nicht doch besser: Schreiberinnen und Schreiber, Schreiber/innen, gar, oh Graus, SchreiberInnen?

 

Lust statt Frust

Lassen Sie sich, liebe Lesende, von dergleichen nicht ins Bockshorn jagen. Sonst gerät das Schreiben zum Frust statt zur Lust. Das kann es nämlich auch sein, sagt der schreibende Schreiber.

Monday 25 May 2009, 13:52 PM  #     |  Comments [0]  |