# Monday, August 17, 2009

Geschäftsideen, Produkte oder Dienstleistungen mit hohem Innovationsgrad und Wachstumspotenzial haben die Chance, beim Heuberger Winterthur Jungunternehmerpreis 2009 insgesamt 450'000 Franken zu gewinnen. Der Preis wird auf drei Preisträger/innen (je 150'000) aufgeteilt, Anmeldeschluss ist der 23. August 2009.

 

Preisstifter Robert Heuberger (rechts) und
Alain Georg (Fluitec AG), der allererste Gewinner

 

Die Robert und Ruth Heuberger Stiftung des Winterthurer Immobilienunternehmers Robert Heuberger vergibt den Preis zum vierten Mal, wiederum in Zusammenarbeit mit der Standortförderung Region Winterthur.

 

Einer der bedeutendsten Preise

Mit einem Preisgeld von total 450’000 Franken handelt es sich um einen der bedeutendsten Jungunternehmerpreise der Schweiz. Die drei Gewinner/innen können die je 150'000 Franken direkt für das eigene Jungunternehmen einsetzen. Ein Drittel davon müssen sie jedoch in der Region Winterthur ausgeben.>

 

In Winterthur investieren

Der Heuberger Winterthur Jungunternehmerpreis 2009 will Startups in ihrer ersten Phase eine Starthilfe bieten. Darum können nur Jungunternehmen aus der Deutschschweiz mitmachen, die vor der Gründung stehen, in Gründung sind oder nach dem 1. Januar 2007 gegründet worden sind. Noch nicht gegründete Startups müssen ihre GmbH oder AG innerhalb von drei Monaten nach der Preisverleihung (sie findet Ende November statt) gründen.

 

Drei Jahre Coaching

Zusätzlich zum Preisgeld erhalten die drei Startups während drei Jahren ein kostenloses Coaching von Genilem Zürich/Ostschweiz, das für die Gewinner obligatorisch ist.

Ein Erfolgreicher für künftig Erfolgreiche

Stifter des Preises ist Robert Heuberger, der 1954 als innovativer Jungunternehmer zusammen mit seiner Frau Ruth die Siska Heuberger Holding AG gegründet hat. Das bis heute erfolgreiche Unternehmen gehört zu den renommiertesten Immobilienanbietern der Schweiz.

 

Breit abgestützte Partnerschaften

Weitere Partner sind die Standortförderung Region Winterthur, der Technopark Winterthur, das Institut für Jungunternehmen IFJ, venturelab und Genilem Zürich/Ostschweiz.

Monday 17 August 2009, 11:11 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, August 14, 2009
Mit Premium Doodle, dem neuen Produkt des erfolgreichen Online-Planers, können Doodle-Liebhaber ein persönliches Profil einrichten und ihre Terminkoordination so zu einem persönlichen Statement machen. Damit  macht Doodle auch den Schritt vom Gratis- zum Bezahlangebot,


kreativ Termine planen: Premium Doodle

«Internetnutzer/innen schätzen die Möglichkeit, ihr Profil zu gestalten: So können sie dem Medium eine persönliche Note geben. Mit Premium Doodle bekommt die Terminkoordination eine völlig neue Identität -  Ihre eigene», sagt Doodle-Gründer Michael Näf zum neuen Angebot.

Doodle-Oberfläche als kreative Zone

Die Benutzeroberfläche für Terminumfragen in Tabellenform wird bei Premium Doodle zur kreativen Zone: Der Hintergrund lässt sich farblich und mit eigenen Motive gestalten, auch ein Profilbild ist möglich. Dieses erscheint dann auch in jeder anderen Umfrage, an der der User teilnimmt. Optional können auch Telefonnummer oder andere Informationen erfassen. Das ist besonders dann hilfreich, wenn es um verbindliche Anmeldungen geht.
 
Der Schritt in den Freemium-Markt

Premium Doodle ist werbefrei. Es kostet mit seinen Zusatzfunktionen 20 € (28 Franken) im Jahr abonniert werden. Auch damit beschreitet Doodle einen neuen Weg: «In den ersten sechs Jahren haben wir Doodle gratis angeboten. Mit der Firmenlösung Branded Doodle und nun mit Premium Doodle erweitern wir das Angebot», begründet Michael Näf.

Attraktive Angebote für Nutzer/innen

Das sei auch ein «strategischer Entscheid: Wir planen die Entwicklung Wert steigender Funktionen, die als Bezahlprodukte für regelmässige Doodle-Nutzer/innen oder für spezielle Zielgruppen attraktiv sind. Damit steigen wir in das expandierende Segment der Web 2.0 Freemium-Services ein. Wir glauben an den wirtschaftlichen Erfolg aus der Kombination von kostenfreien Basis-Diensten und kostenpflichtigen Premium-Produkten. Unser Partner XING macht das seit einiger Zeit sehr erfolgreich vor. Die werbegestützten Basis-Dienste werden wir jedoch weiterhin gratis anbieten». betont Näf.

Mit venturelab zum erfolgreichen Unternehmen

Dieser Basis-Dienst (www.doodle.com) ist das weltweit führende Online-Terminplanungs-Tool und wird monatlich von mehr als drei Millionen Personen genutzt und erfordert weder Registrierung noch Software-Installation. Doodle das ursprünglich als privates Projekt angelegt war, hat sich in den Kursmodulen von venturelab, dem nationalen Programm der Förderagentur für Innovation KTI, zum erfolgreichen Startup und Unternehmen entwickelt.

Friday 14 August 2009, 10:38 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, August 11, 2009


Geschäftsführer Mario Jenny...

Optotune-CEO Manuel Aschwanden mit Linse

Michael Sauter von
Compliant Concept...


und ein Blick in die Optotune-
Werkstatt

Die Empa hat an ihrem Hauptsitz in Dübendorf das Technologiezentrum glaTec eröffnet.Zu den Mietern gehören bekannte Startups wie Optotune oder Compliant Concept.

Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Industrie sowie die Förderung des Jungunternehmertums sind «zentrale Anliegen» auch der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa. Darum hat diese an ihrem Hauptsitz in Dübendorf das Technologiezentrum glaTec eröffnet.

tebo St. Gallen: seit zwölf Jahren
Bereits seit 12 Jahren besteht am Standort St. Gallen das für die Euregio Bodensee.

Start mit prominenten Startups
Der glaTec business incubator ist vor einiger Zeit mit drei bereits sehr bekannten Projekten gestartet:
Die Optotune AG hat flexible, stufenlos fokussierbare optische Linsen auf der Basis elektroaktiver Polymere (so genannte «künstliche Muskeln») entwickelt, die inzwischen auch produziert werden. Dafür ist das Startup bereits mit praktisch allen renommierten Preisen und Förderungen ausgezeichnet worden: , , Venture 2008, De Vigier und ZKB Pionerpreis Technopark.
Die Compliant Concept GmbH
entwickelt intelligente Bettsysteme mit dem Ziel das «Wundliegen» von bettlägerigen Patienten zu verhindern. Das System besteht aus einer konventionellen Matratze und einem aktiv verformbaren Bettgestell, das für einen wechselnden Auflagedruck sorgt. Auch Compliant hat von und venture kick profitiert.
Die Decentlab GmbH bietet ein drahtloses Messsystem zur Überwachung von Bauwerken und Baustellen an, das flexiber und und günstiger ist als verkabelte Systeme.

Nicht nur ETH-Firmen
Das glaTec steht trotz der engen Verbindung zwischen ETH und Empa nicht nur Spin-offs des ETH-Bereichs offen: Auch externe Start-ups und ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungseinheiten von Firmen sind willkommen.

Kompetente Geschäftsleitung
Geschäftsführer des glaTec ist mit Mario Jenny ein Kenner der Startup-Szene mit eigenen unternehmerischen Erfahrungen. Jenny übt die gleiche Funktion auch im Biotech Center in Schlieren aus. Dort heissen die Mieter unter anderem Prionics, Glycart oder RedBiotec.

Kein Neuland für die Empa
Die Startup- und Spin-off-Förderung ist für die Empa kein Neuland: Das tebo am Empa-Standort St.Gallen hat mehr als zehn Jahre Erfahrung. Die zurzeit über 20 tebo-Startups stammen aus den verschiedensten Bereichen.

Enge Zusammenarbeit
Auch in Dübendorf hat die Empa schon Spin-offs gefördert. Zwei der bekanntesten sind wohl die Flisom, die flexible Dünnschicht-Solarzellen mit einer besonders kostengünstigen Technologie herstellen will. Die Carbo-Link, die auf Material- und Werkstofftechnologie spezialisiert ist, gehörte zu den Lieferanten, die Alinghi zum schnellsten Boot verholfen haben. Für CEO Andreas Winistörfer ist «die Empa immer noch unser technisches Gewissen. Wir machen sehr viele gemeinsame Versuche. Und wenn wir irgendein technisches Problem haben, wenden wir uns an die Fachleute an der Empa.»

Tuesday 11 August 2009, 14:00 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, July 31, 2009
Syndicate will es seinen User/innen ermöglichen, quasi eigene Zugangsportale zu basteln, dank denen sie Informationen von Quellen, die sie regelmässig nutzen, frei auswählen und zusammenstellen können. Demnbächst soll die Closed Beta aufgeschaltet werden. Der Blog Startwerk.ch berichtet über das Projekt.


Sven Rizotti

Das Gründertagebuch von Syndicate auf Startwerk.ch
Auf dem Blog Startwerk.ch berichten die Gründer von Syndicate in einem
Tagebuch über ihre Arbeit, über die Probleme, mit denen sie in der
vergangenen Woche konfrontiert wurden – und natürlich auch über ihre
Erfolge und kleinen oder grossen Freuden aus dem Unternehmeralltag.


Sven Rizzotti und seine Mitstreiter
wollen Syndicate-Usern ermöglichen, Inhalte aus dem Internet nach Belieben zusammen zu stellen. Auf den ersten Blick erinnert diese Art des Webzugriffs an iGoogle oder das Dashboard in Apples OS X. Doch Syndicate bietet seinen Nutzern mehr.

Keine Beschränkungen
Sven sieht den Vorteil seiner Lösung darin, dass Benutzer nicht auf bestimmte Inhalte beschränkt seien. Syndicate sei webbasiert und könne daher unabhängig von Betriebssystemen oder Geräten verwendet werden, das Editieren der Inhalte kenne kaum Grenzen. Und genau hierin liegt ein Problem von Syndicate: Es ist theoretisch möglich, dass ein Benutzer eine Website so verändert, dass Inhalte nicht mehr im Sinne des ursprünglichen Verfassers dargestellt werden.

Technisch und rechtlich abgesichert

Bietet Syndicate also das perfekte Tool für Hochstapler und Kleinkriminelle an? Sven Rizzotti winkt ab: Syndicate habe technische Schranken eingebaut. Bearbeitete Seiten sind an einem Syndicate-Logo eindeutig erkennbar. Zudem ist jeder Baustein mit einem Quellenverweis versehen. Betrügereien sind so kaum möglich. Und auch rechtlich bewege sich das Projekt auf der sicheren Seite.

Von der Forschung zum Unternehmen
Die Grundlage für Syndicate legte Sven Rizzotti mit seiner Dissertation an der Uni Basel. Freunde, die von der Idee begeistert waren, drängten ihn, das theoretische Konzept praktisch umzusetzen. Die eigentliche Firmengründung steht kurz bevor – um die Verteilung der Firmenanteile flexibel gestalten zu können, wird Syndicate als AG gegründet.

Dank venturelab und venture kick

Die Unterstützung durch venturelab, das nationale Programm der Agentur für Innovation KTI, und die private Gründungsinitiative venture kick ist für Sven sehr wichtig. So hat er am Workshop venture Leaders 2009 wertvolles Feedback für seine Arbeit erhalten. Zudem konnte er Ende Juni 2009 die Jury von venture kick überzeugen. Das hat das Team im Willen bestärkt, aus der Idee ein Geschäft zu machen.

Bewährungsprobe steht bevor
Geld verdienen will Syndicate mit Premium-Services. Diese sollen gegenüber der kostenlosen Version zusätzliche Features und eine bessere Qualität bieten. Um die Entwicklung voranzutreiben arbeitet Sven seit kurzem 100 Prozent am Projekt, seine Mitgründer Teilzeit. Demnächst wird Syndicate eine Closed Beta aufschalten. Diese wird zeigen, ob in Syndicate bereits ein Körnchen Web 3.0 in Syndicate steckt.


Die Links zu diesem Beitrag:
startwerk.ch

venturelab.ch

venture kick

Friday 31 July 2009, 17:29 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, July 29, 2009
Sind die Schweizer KMU auf die Zukunft vorbereitet? Antworten sucht das SECO im Rahmen einer europäischen Studie. Gleichzeitig können Startups und KMU in einem Test feststellen, wie fit sie selber für die Zukunft sind.



In der aktuellen Marktsituation ist es besonders wichtig, dass sich Unternehmen systematisch mit der Zukunft zu befassen: Wer künftige Entwicklungen frühzeitig erkennt, kann sich Wettbewerbsvorteile verschaffen. Und reduziert das Risiko, von Veränderungen unvorbereitet überrascht zu werden.

Nicht nur etwas für die «Grossen»
Den Blick in die Zukunft können sich nicht nur grosse Unternehmen leisten. Auch KMU profitieren von den Erkenntnissen der Zukunftsforschung. Experten der European Futurists Conference haben die wichtigsten Instrumente der angewandten Zukunftsforschung für die KMU in der Schweiz aufbereitet.

Praktische Tipps zur Umsetzung
Auf www.kmu.admin.ch finden Unternehmer praktische Tipps zur Umsetzung in einem KMU. Ein kurzer Selbsttest hilft den Unternehmen, ihren Bedarf an Zukunftsforschung festzustellen. Wer es anschliessend genauer wissen will, nimmt an der ersten umfassenden Studie «Future Readiness für KMU» teil. Alle Teilnehmer erhalten im Gegenzug die Auswertung der Studie kostenlos zugestellt.


KMU und Globalisierung
Globalisierung und technischer Fortschritt haben die Märkte auch für KMU tiefgrei-fend verändert. Die Instrumente der Zukunftsforschung helfen, technologische oder gesellschaftliche Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Der unternehmerische Umgang mit der Zukunft sichert langfristig die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit eines Betriebes.

Die Umfrage ist bis Ende September online aufgeschaltet auf
www.kmu.admin.ch

Infos gibt es bei: Christian Weber, SECO, Leiter eGovernment für KMU, Tel. + 41 31 323 72 09,
christian.weber@seco.admin.ch




Wednesday 29 July 2009, 14:22 PM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, July 23, 2009

Blogs als Werbeträger nutzen: Dieser Aufgabe hat sich das Startup Trigami verschrieben. Die innovative Idee fand Resonanz. Zwei Jahre nach Gründung braucht das Unternehmen personelle Verstärkung. Und die Kunden zeigen sich sehr zufrieden – denn die Blog-Einträge optimieren auch das Google-Ranking. Eine Zwischenbilanz.


Mitgründer von Trigami: Remo Uherek

Angefangen hat Remo Uherek, einer der Mitgründer von Trigami, mit einer Idee und einer grossen Portion Selbstverstrauen. Er realisierte, dass nicht nur AdWords und Co den Rhythmus im Online-Marketing bestimmen. Sondern dass Blogs der Ort sind, an welchem sich die Meinungsführer einer Branche treffen. Und dass dieses Potential für Werbezwecke hochinteressant ist.

 

Durch venturelab fit gemacht

Remo Uherek hat an der Universität Basel studiert. Das unternehmerische Rüstzeug holte er sich in verschiedenen Modulen von venturelab, dem nationalen Programm der Förderagentur für Innovation KTI. 2007 hat er zudem als Gewinner des Wettbewerbs venture leaders am zehntägigen Workshop in Boston teilgenommen.

 

Mit redaktionellen Artikeln das Google-Ranking verbessern

Trigami AG hat im deutschsprachigen Raum ein Netzwerk von führenden Blogs in unterschiedlichsten Sparten aufgebaut. Die Kunden können innerhalb einer Blog-Kampagne diverse Werbeformen wie Bannerwerbung oder Sampling nutzen. Besonders interessant für das Google-Ranking sind redaktionelle Werbetexte. Wenn die Autoren bestimmte Schlüsselwörter in den Texten gezielt einsetzen, können heute bis zu zehn Top-10-Platzierungen bei Google erreicht werden, sagt Remo Uherek.

 

LED LENSER zeigt, wie’s geht

Wie eine Kampagne abläuft und welche Resultate dabei herausspringen, zeigt eine kürzlich erstellte Fallstudie über LED LENSER, einen deutschen Hersteller von Hochleistungstaschenlampen mit Led-Technologie. Die Bloger/innen haben knapp 50 Texte veröffentlicht. Der Traffic auf der Webseite von LED LENSER nahm um 40 Prozent markant zu. Dadurch verbesserten sich auch die Google-Platzierungen.

 

Mitmachen kann jeder

Die Unternehmensidee von Trigami ist aber nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Bloger/innen interessant. Sie können mit ihrem Engagement Geld verdienen, pro Kampagne bis zu 250 Franken. Wer ich auf der Homepage von Trigami kostenlos registriert, kann sich für die ausgeschriebenen Kampagnen bewerben. Trigami ihrerseits fragt die Bloger/innen aktiv für Kampagnen an. 

 

Trigami auf Erfolgskurs

Das Startup Trigami hat Erfolg und wächst nach wie vor - nicht zuletzt dank der kontinuierlichen Betreuung durch venturelab. Vor kurzem hat Trigami die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen und mithilfe von Redalpine erfolgreich weitere Investoren an Land gezogen. Zudem konnte Peter Niederhauser als Verwaltungsrat gewonnen werden. Der Erfolg schlägt sich auch in den Mitarbeiterzahlen von Trigami nieder. Seit Januar 2009 wuchs die Belegschaft von 3 auf aktuell 6 Mitarbeiter um das Doppelte an. Und wenn es so weitergeht, dürften es bald noch mehr werden.


Die Links zu diesem Beitrag:

Trigami AG

venturelab

Thursday 23 July 2009, 13:56 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Thursday, July 16, 2009
Arimaz will mit einem Miniroboter den Markt erobern. Dieser heisst Mydesktopfriend. Er kann neue Emails und Zeitungsartikel vorlesen oder mit Minigames unterhalten. Die Intelligenz steckt indes nicht im Gerät selber. In der Komplexität des Produkts lag die Herausforderung für den Firmengründer, der 2007 als venture leader am Workshop in Boston war. Ein Porträt von Simon Wüthrich, dem Redaktor des Startup-Blogs Startwerk.ch


Roboter Mydesktopfriend und Erfinder Pierre Bureau

Als mir Pierre Bureau, CEO und Gründer von Arimaz, erstmals von seiner Idee erzählte, war ich zugegebenermassen eher skeptisch: Wer sollte sich für gut 99€ einen sprechenden Plastikpinguin kaufen, der auf dem Schreibtisch rumfährt und von Zeit zu Zeit um die Aufmerksamkeit seines Besitzers buhlt? Doch Pierre hatte mich schnell überzeugt von seiner Erfindung.<p>

Der kleine Vorleser…
Der kleine Pinguin namens MyDeskfriend soll mehr könen als nur nerven, so wie die Tamagotchis damals, Ende des 20 Jahrhunderts. Oder der Vorlese-Hase Nabaztag, den unser Schwesterblog neuerdings.com getestet hat. Er ist eine Mischung aus Spiel- und Werkzeug und ein Vermittler zwischen der virtuellen und der realen Welt. Ganz nach den Wünschen des Benutzers kann der Winzling in frei definierbaren Intervallen seinem Herr und Meister Emails, Newsfeeds aus Facebook oder Zeitungsartikel vorlesen, ihn über die Uhrzeit informieren oder mit kleinen Spielen für einige Minuten von der Arbeit ablenken.<p>

Seit einigen Wochen läuft die Produktion der ersten Serie, die Feuertaufe des pinguin-ähnlichen Miniroboters steht kurz bevor. Und Pierre sieht Arimaz gut aufgestellt für die Zeit nach der ersten Serie. Die Technologie lässt sich in nahezu beliebig vielfältigen Gehäusen unterbringen. So können über ein neues Design leicht weitere Benutzergruppen angesprochen werden, und Arimaz kann eine Whitelabelling-Strategie verfolgen. Ich warte darauf, dass ein Verlagshaus seinen Neuabonnenten einen stilisierten Zeitungsjungen schenkt, der in regelmässigen Abständen über die neuesten Schlagzeilen informiert.

…und sein externes Gehirn
Und was, wenn eine chinesische Firma die Winzlinge zu Hunderttausenden kopiert? Pierre gibt zu, dass der Pinguin alleine nicht schwer nachzubauen sei. Doch einfache Kopien der Hardware stellten keine grosse Gefahr für Arimaz dar. Denn das Gerät selber sei wenig leistungsfähig: Jeder Miniroboter sei mit Arimaz-Servern verbunden, welche die Informationen aufbereiten, die der Benutzer mitgeteilt bekommen möchte: Wird mein Pinguin mir den neuesten startwerk.ch-Artikel vorlesen, wird er ein Audio-File abspielen, welches zuvor bei Arimaz aus dem Feed von startwerk.ch generiert werden musste. Das Hirn des Pinguins ist quasi ausgelagert. Dies entlastet die Rechner der Kunden und macht es schwieriger für allfällige Copycats, ein vergleichbares Produkt auf den Markt zu bringen.<p>

Lieber weniger komplex
Ob er etwas anders machen würde, wenn er mit Arimaz nochmals von vorne anfangen könnte? Pierre überlegt kurz, ehe er antwortet: «Ich würde zu Beginn ein weniger komplexes Produkt entwickeln.» Er habe schon mit seinem ersten Wurf den perfekten Miniroboter entwickeln wollen; es wäre einfacher wohl gewesen, in einem ersten Schritt eine weniger komplexe Technologie zu entwickeln und diese dann schrittweise zu verbessern. Ansonsten sei er mit der bisherigen Entwicklung seines Unternehmens sehr zufrieden. Nun aber stünde eine spannende aber auch schwierige, neue Phase bevor, Arimaz müsse Umsatz erwirtschaften – Auf meinem Schreibtisch wird ab Ende September ein kleiner Pinguin sein (Un)wesen treiben.

Die Links zu diesem Beitrag:
Autor Simon Wüthrich
Startup-Blog Startwerk
Arimaz
venture leaders von venturelab


Thursday 16 July 2009, 15:21 PM  #     |  Comments [0]  |