# Monday, October 26, 2009
Mit einer Technologie, die auf einer rein chemischen Herstellung beruht, will Virometix, ein Spin-off der Uni Zürich, eine neue Generation von sicheren und effizienten Impfstoffen entwickeln. Das unternehmerische Know-how holten sich die Gründer in den Kursen von venturelab.

Pandemien wie die Schweinegrippe machen das Thema Impfung und die Entwicklung von Impfstoffen aktueller denn je. Jetzt ist es Nina Geib und Arin Ghasparian gelungen, synthetische Impfstoffe herzustellen, die eine Reihe von grossen Vorteilen mit sich bringen.

Die Gefahr von Verunreinigungen auschliessen
Während biotechnologisch hergestellte Impfstoffe, die heute verwendet werden, anfällig sind auf Verunreinigungen wie lebende Bakterien oder Viren, kann dieses Problem mit chemischen Impfstoffen ausgeschlossen werden. Nina Geib versucht die komplexe Thematik zu erklären: «Leider war es bisher nicht möglich synthetische Moleküle als Impfstoffe zu verwenden, weil diese zu schwach immunogen sind. Hier setzen wir mit unserer 'Synthetic Virus-like Particle' Technologie an. Damit können wir sehr genau definierte synthetische Molekülansammlungen im Nanometerbereich herstellen. Diese molekularen Aggregate ahmen die Struktur und die chemische Zusammensetzung von Virushüllen nach und können so die gewünschte Immunantwort auslösen.» Zudem kann laut Virometix mit der neuen Methode auf Hilfsstoffe verzichtet werden, die zum Teil beim Patienten schwere Nebenreaktionen auslösen.

Auf ins Unternehmertum
Mit ihrer Forschungsidee sind die beiden Wissenschaftler ins Unternehmertum gestartet und haben kürzlich die Firma Virometix gegründet. Für Arin eine einmalige Chance und spannende Herausforderung: «Wir haben die Möglichkeit ein aus der angewandten Forschung hervorgehendes Projekt mit enormem Potential voranzubringen und von der ersten Stunde an dabei zu sein und so zu erfahren wie eine Firma entsteht und wächst.» Im Moment arbeiten die beiden mit Hochdruck an der Entwicklung von neuartigen Impfstoffkandidaten zur Behandlung von bakteriellen Infektionen und Krebs.

Business-Kompetenzen mit venturelab perfektionieren
Aber nicht nur wissenschaftliche Herausforderungen stehen an, sondern auch wirtschaftliche. Nina Geib: «Wir sind Wissenschaftler und überhaupt nicht bewandert in Bereichen wie Business Strategie, Finanzen oder Marketing. Obwohl wir bereits den venture plan absolviert haben, der uns schon sehr viel gebracht hat, müssen wir unsere Business-Kompetenzen weiter ausbauen und unser Geschäftsmodell noch perfektionieren.» Zu diesem Zweck haben sich die beiden bereits für das venture training angemeldet. Arin meint dazu: «Um das Potenzial von Virometix voll auszuschöpfen sind wir gerade in der Startup Phase auf das Know-how und die Unterstützung von Experten angewiesen, um unseren Businessplan zu optimieren. venture training gibt uns die Möglichkeit unsere Business-Kenntnisse weiter zu vertiefen ohne auf teure externe Coachings angewiesen zu sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, unser Netzwerk auszubauen und noch mehr Anregungen zu erhalten.»


Nina Geib und Arin Ghasparian von Virometix
Monday 26 October 2009, 06:28 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, October 21, 2009
StreamForge hat eine neue Technologie zur Übertragung von Audio- und Videoinhalten über das Internet entwickelt. Dabei setzen die Gründer auf das peer-to-peer Prinzip, um damit die Übertragung von Live-Events an grosse Benutzergruppen effizienter zu gestalten. Für die innovative Geschäftsidee und deren Umsetzung erhält das Startup von venture kick 130‘000 Franken.

Bei traditionellen Streaming-Lösungen bauen die Zuschauer eine einzige Verbindung zum Server auf. Kommt es bei der Verbindung zu Problemen, kann die Übertragung stocken oder abreissen. Nicht so mit StreamForge: Die Nutzer laden nicht mehr den ganzen Videostream von einem Server herunter, sondern nur noch Teile davon.

Weniger Verbindungsstörungen für die Zuschauer
Diese Teile werden automatisch mit anderen Zuschauern getauscht, so dass alle wieder das ganze Bild erhalten. Dadurch werden die Nutzer wie zu kleinen Servern, die einander Teile des Videostreams zuschicken. Damit die Rechner oder die Internetverbindung der einzelnen Zuschauer durch das System nicht verlangsamen, überwacht StreamForge konstant die zur Verfügung stehenden Ressourcen und verwendet nur einen Teil der ansonsten brachliegenden Bandbreite. Mit der neuen Technologie entstehen gemäss Pascal von Rickenbach, Mitgründer von StreamForge, Vorteile für alle Parteien. «Die Zuschauer sind weniger von Verbindungsstörungen betroffen und erhalten dadurch stabilere Videos. Die Netzbetreiber benötigen weniger Server-Infrastruktur und die Anbieter profitieren von reduzierten Kosten für die Verbreitung ihrer Inhalte.»

Rasant durchgestartet
Hinter StreamForge stehen die drei ETH-Doktoranden Remo Meier, Pascal von Rickenbach und Nicolas Burri. «Die Idee, eine eigene Firma zu gründen, kam uns im Oktober 2009, als wir zu dritt diskutierten, was wir nach unserer Dissertation an der ETH Zürich machen könnten. Remos Dissertationsthema ‚Peer-gestütztes Streaming‘ inspirierte uns. Wir sahen, dass in dem immer stärker sichtbar werdenden Skalierbarkeitsproblem des Internets und der Übertragung von Multimediadaten im Netz ein grosses Potenzial steckt», erzählt von Rickenbach. Das Geschäftsmodell für ihre Idee entwickelten die Firmengründer unter anderem in den Workshops des nationalen Trainingsprogramms von venturelab. Bei venture kick bewarben sie sich im Frühjahr 09, worauf nach der ersten erfolgreich bestandenen Runde die Gründung von StreamForge GmbH folgte. Das Geld von venture kick setzt das Team für die Kundenakquisition und die Realisation von Video Showcases ein.



Das Team von StreamForge: Nicolas Burri, Remo Meier und
Pascal von Rickenbach (von links nach rechts)
Wednesday 21 October 2009, 08:34 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, October 20, 2009
Aiducation International unterstützt mittels Stipendien begabte Schülerinnen und Schüler in Kenia. Für das erfolgsversprechende System erhält das Startup 130‘000 Franken von der privaten Förderinitiative venture kick. Damit unterstützt venture kick zum ersten Mal eine NPO auf ihrem Weg zum Erfolg. Die Initiative hat seit Gründung 2007 mehr als drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet und damit über 300 Arbeitsplätze geschaffen.

Die geförderten Startups der letzten venture kick Runde stammen zwar beide aus der ETH Zürich, könnten aber nicht unterschiedlicher sein: Während StreamForge, ein typisches Spin-off, eine neue Technologie zur Übertragung von Audio und Videoinhalten entwickelt hat, unterstützt Aiducation International mittels Stipendien begabte Schülerinnen und Schüler in Entwicklungsländern.

Aiducation International – Unterstützung, die überzeugt
Die Geschäftsidee von Aiducation ist simpel und stützt sich auf der Überzeugung, dass Bildung der wichtigste Faktor in der persönlichen Entwicklung eines Menschen ist und nur so die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes positiv verändert werden kann. Dementsprechend wählt Aiducation nach dem Motto ‚Leistungsprinzip statt Giesskanne‘ in einem dreistufigen Verfahren leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus und sucht für sie Stipendien. Die Stifter, sogenannte AiduMaker, können ihre Stipendiaten anhand der Bewerbungen auswählen und erhalten auf Wunsch die Zeugnisse und Zwischenberichte von ihnen. Das gespendete Geld wird fast zu 100% - möglich dank Preisgeldern und Partnerschaften - ausschliesslich zur Tilgung der Schulgebühren direkt an die Schule überwiesen.

Rasant durchgestartet: bereits mehr als 90 Stipendien vergeben
Der Fokus der Aktivitäten liegt zurzeit auf Kenia. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Idee des Startups während einer Reise durch das Land geboren wurde. Mitgründer Florian Kowalke: «Wir haben immer wieder die Leute gefragt, was man machen muss, um ihr Land vorwärts zu bringen. Die eine Hälfte meinte, das Problem sei die Gesundheit, die andere die fehlende Bildung. Mit engagierten Personen vor Ort, mit denen wir übrigens tagtäglich in Kontakt stehen, haben wir dann die Idee von Aiducation entwickelt.» Das System kommt an. Seit Eingabe des Projekts bei venture kick im Frühjahr 09 konnten über 70 Stipendien vergeben werden. «Bis Ende Jahr werden es über 100 sein. Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet, wir haben mit dieser Anzahl unsere eigenen Erwartungen übertroffen», meint Florian Kowalke. Auf diesem Weg zum Erfolg hat venture kick das Startup aktiv unterstützt: zum einen mit einem Startkapital von 130‘000 Franken, zum Anderen mit Tipps und Tricks von erfahrenen Unternehmern aus der Praxis. «venture kick war für uns ein wichtiger Katalysator. Erst da haben wir so richtig angefangen, strategisch zu arbeiten.» Das erhaltene Geld setzt Aiducation für weitere Marketingmassnahmen sowie die Gründung von neuen Sektionen ein. Unterdessen ist die NPO bereits in der Schweiz, Deutschland, England, Singapur und Kenia aktiv und beschäftigt über 50 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

venture kick: über drei Millionen Franken ausgeschüttet
Von der Finanzspritze haben unterdessen 93 Projektteams aus den unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen Sportgeräteentwicklung. Eine laufende Umfrage unter den geförderten Startups zeigt, dass die Initiative weit mehr als nur den Startschuss für neue Firmengründungen setzt. Bis anhin wurden weit mehr als 300 Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Die Daten aus der laufenden Umfrage zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick Franken rund 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt wurden. Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen Franken.


Florian Kowalke und Kristin Kapitza
mit dem Team von Aiducation International
Tuesday 20 October 2009, 09:54 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, October 19, 2009
Am jährlichen Swiss ICT Award werden schweizerische ICT-Unternehmen, die herausragende Leistungen erbracht haben, ausgezeichnet. In der Kategorie Newcomer sind Wuala, Poken und Amazee nominiert, alles ehemalige venturelab-Absolventen.

Der Swiss ICT Award ist ein über die Schweiz hinaus bedeutender und bekannter Preis für erstklassige ICT-Leistungen und -Produkte, die durch schweizerische Unternehmen erbracht werden. Mit der Preisverleihung will SwissICT, der führende Schweizer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie, das unternehmerische Handeln und die Akzeptanz von ICT-Unternehmerinnen und -Unternehmern in der Gesellschaft fördern.

Poken, Wuala und Amazee nominiert
Drei der fünf nominierten Startups in der Kategorie Newcomer haben einen engen Bezug zu venturelab. Stéphane Doutriaux von Poken und Danja Gerhardt von Amazee sind unter anderem mit dem Business Development Programm venture leaders in die USA gereist. Dominik Grolimund, Mitgründer von Wuala hat sein Geschäftsmodell in den Kursen von venturelab perfektioniert. Seit Gründung sorgen die drei Startups immer wieder für News. So hat Poken beispielsweise kürzlich den neuen Businesspoken lanciert, Amazee hat Geburtstag gefeiert und Wuala ist eine Kooperation mit der ETH eingegangen.

Auch das Publikum ist gefragt
Der Preis wird in den drei Kategorien «Champion», «Newcomer» und «Public» vergeben. Bei letzterer Gruppe ist das Publikum gefragt. Die Leser des Swiss IT Magazine bestimmen in einer Online-Wahl den Gewinner in dieser Kateegorie. Zur Auswahl stehen alle Finalisten aus der Champion- und Newcomergruppe. Die Verleihung des Awards findet am 9. November 2009 im Rahmen des Swiss ICT Forum Lucerne im Kongresszentrum des Verkehrshauses Luzern statt und wird von Anna Maier moderiert. Neben der Auszeichnung profitieren die Unternehmen von einer ausführlichen Beurteilung durch die Jury.

Anmeldung
Wer am Anlass teilnehmen will, kann sich schon jetzt über die Homepage des Swiss ICT Awards anmelden. Die Gala eignet sich bestens dazu, sich mit den Besten der Branche zu unterhalten und zusätzliche Kontakte zu knüpfen.

Monday 19 October 2009, 06:30 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, October 16, 2009
Ihre Informationen werden bald sehr flüssig werden- so wirbt Nektoon auf seiner Homepage. Was sich dahinter verbirgt, verrät Dorian Selz, Mitgründer des Startups und ehemaliger CEO von local.ch. Zusammen mit ein paar ehemaligen Arbeitskollegen arbeitet er an einem webbasierten Archivierungssystem für Online-Informationen.

Wer kennt sie nicht – die ellenlangen Bookmark-Listen, in denen sich aussagenlose Links aneinander reihen und die doch keinen Überblick über die mal gesammelten Infos bieten. Und wer hat sich nicht schon mal ein einfaches und simples System gewünscht, das hilft, die gesuchten Infos auch schnell wiederzufinden? Jetzt steht der Traum für viele kurz vor der Realisation – das Startup Nektoon ist kurz davor, ein webbasiertes Tool auf den Markt zu bringen, das Ordnung bringen soll.

Informationen wiederfinden und ordnen
Wer in Zukunft den Service von Nektoon nutzt, kann während des Surfens interessante Infos mit der Maus markieren und per Knopfdruck speichern. Die Daten werden daraufhin automatisch abgelegt und können so einfach wiedergefunden werden. Dorian Selz: «Es ist ja nicht der URL, den die Leute interessiert, sondern der Inhalt, der sich dahinter verbirgt. Und meist braucht man auch nicht alle Infos von einer Seite, sondern ist nur an einer Textpassage oder einem Bild interessiert.» Infos speichern und wiederfinden ist aber längst nicht alles, was Nektoon bieten will. Informationen ordnen, kategorisieren, neu beschriften, bearbeiten und mit anderen teilen, all das wird mit dem Tool bald möglich sein, verspricht Selz.

Kurz vor dem Launch
Schon nächsten Monat soll die Beta-Version online gehen. Dorian Selz: «Im Moment arbeiten wir vor allem am Design und den Funktionalitäten. Und natürlich sind wir daran, die entsprechenden Marketingmassnahmen aufzugleisen, damit man auch weiss, dass es uns gibt.» Seit diesem Januar arbeitet das Team, alles local.ch-Veteranen an dem Projekt. Fremdes Geld brauchen sie keines – sie sind ihr eigener Investor.

Auch erfahrene Firmengründer profitieren von venturelab
Für Dorian Selz ist es nicht das erste Mal, dass er ganz am Anfang steht. Er hat bereits bei zwei Unternehmen – local.ch und namics – von Beginn weg mitgewirkt und weiss daher, wie intensiv, spannend - aber auch anstrengend dieser Prozess ist. Trotz seiner breiten Erfahrung hat er letzten Winter ein Kursmodul von venturelab besucht. «Es tut immer wieder gut, sich mit dem ‚Handwerk‘ wie beispielsweise den Verkaufsstrategien auseinander zu setzen. Zudem ergeben sich in solchen Workshops immer interessante Kontakte.»

Mit einem eingespielten Team schon halb gewonnen
Was rät er als erfahrener Unternehmer anderen Startups? Darauf hält sich Selz zurück. Firmengründer, die bei ihm um Rat anfragen, gehen aber trotzdem nicht leer aus. «Viel lieber stelle ich Ihnen Fragen. Ich frage beispielsweise, wie gut kennst du dich selber? Und ich frage nach dem Team.» Ein Punkt, der ihm allgemein sehr wichtig ist. Für ihn zählt weniger die Einzelleistung, ein gutes eingespieltes Team, in dem jeder seine Stärken einbringen kann, führt seiner Meinung nach viel mehr zum Erfolg.


Das Team von Nektoon (Dorian Selz links)
Friday 16 October 2009, 07:45 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, October 14, 2009
Am 29. Oktober öffnen sich die Tore zur nächsten Startmesse. Interessierte erhalten dort kostenlos Auskunft von Experten zu allen Fragen rund um den Einstieg ins Unternehmertum. Im Fokus stehen die Themen Neugründung, Franchising und Nachfolge. Die Veranstalter erwarten bis zu 3000 Besucherinnen und Besucher.

Der Start ins Unternehmertum will gut überlegt sein. Umso wichtiger also, sich schon im Vorfeld schlau zu machen. An der Zürcher Startmesse profitieren angehende Firmengründerinnen und Firmengründer vom kostenlosen Rat verschiedenster Experten aus dem Startup-Bereich. Zudem finden diverse Referate statt – das Themenspektrum reicht über Tipps zum Erstellen eines Businessplans bis zur Finanzierung eines Startups.

Bin ich ein Unternehmer-Typ?
Neben einem Geschäftsidee-Check besteht zudem die Möglichkeit, einen Persönlichkeitstest zu absolvieren. Dieser verrät, ob man sich zum Unternehmertum eignet und dafür wichtige Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Risikobereitschaft, Belastbarkeit und Teamkompetenz mitbringt.

Attraktive Preise zu gewinnen

Die Anmeldung lohnt sich. Unter allen Angemeldeten werden drei Netbooks von Lenovo, vier Beratungsstunden im Startzentrum sowie eine Jahreslizenz für den Business-Navigator verlost, die Software, die das Erstellen eines Businessplans zum Kinderspiel macht.

Zur Startmesse
Die Startmesse gibt es seit 2001. Waren es bis anhin 1000 – 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, rechnen die Veranstalter, das Startzentrum Zürich, dieses Jahr mit bis zu 3000 Besucherinnen und Besuchern. Der Event lohnt sich für alle, die den Einstieg ins Unternehmertum suchen oder gerade gemacht haben. Die Messe dauert von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und findet im Gartensaal des Kongresshaus Zürich statt.

Wednesday 14 October 2009, 08:30 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, October 13, 2009
Ein spezieller Lattenrost – entwickelt von Compliant Concept – soll neuerdings Patientinnen und Patienten in den Spitälern und Pflegeheimen vor dem Wundliegen bewahren. Das unternehmerische Know-how holten sich Michael Sauter und sein Team unter anderem in den Kursen von venturelab.

Rund 600 Millionen Franken gibt die Schweiz jährlich aus, um die Behandlungskosten von Druckgeschwüren (Dekubitus) zu decken. Ein enorm hoher Betrag, der sich mittels präventiven Massnahmen leicht senken liesse.

Aufwand für das Pflegepersonal reduzieren
Um Druckgeschwüre zu vermeiden, ist die Zeit des Pflegepersonals gefragt. Nur durch das regelmässige Umlagern von Patienten, kann das Problem reduziert werden. Für Entlastung sorgt jetzt Compliant Concept. Das Team um Michael Sauter hat ein Pflegebettsystem entwickelt, das den Patienten automatisch bewegt.

Die Bewegung eines gesunden Menschen im Schlaf nachahmen
Ein spezieller Lattenrost und eine neue Matratze sorgen dafür, dass die bettlägerige Person sanft und beständig umgelagert wird. Die Konstruktion aus flexiblen Materialien ahmt die Bewegungen eines gesunden Menschen im Schlaf nach. Von dem neuen System profitieren die Patienten und das Pflegepersonal gleichermassen. Michael Sauter: „Dank unserer Konstruktion werden zum einen die Patienten in ihrer Restaktivität stimuliert. Zum anderen wird das Pflegepersonal entlastet – zeitlich als auch körperlich.“ Durch das neuartige Konzept rechnet Sauter mit einer Reduktion des Pflegeaufwands von bis zu 50% Prozent.

Interessierte Partner
Die Spitäler und Pflegezentren wie beispielsweise die Uni Basel oder das Paraplegiker Zentrum Nottwil haben das Potential des Konzepts bereits entdeckt. Michael Sauter meint: „Zu den bisherigen drei Partnern konnten wir in der letzten Zeit vier Neue gewinnen.“ Im Moment beschäftigt sich das Spin-off mit dem Aufbau eines tragenden Netzwerkes und der Sicherstellung der Finanzierung. Es laufen Verhandlungen mit einem grossen deutschen Hersteller und Distributor.

Startkapital von venture kick
Das unternehmerische Know-how holte sich Michael Sauter unter anderem in den Workshops von venturelab. Zudem gelang es dem Team, die Jury von venture kick zu überzeugen. Sie unterstützten das innovative und sinnvolle Konzept von Compliant Concept mit 30‘000 Franken.

      Compliant Concept sorgt für Entlastung durch automatische Umlagerung des Patienten
Tuesday 13 October 2009, 07:52 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, October 12, 2009
Mit der 20’000nder-Runde von letzter Woche hat venture kick die 3-Millionen-Grenze überschritten. Zu den Gewinnern zählt StrokeLab, ein Startup aus der Romandie, das ein Analyseverfahrens entwickelt hat, mit welchem Aneurysmen im Gehirn auf ihre Gut- oder Bösartigkeit untersuchen werden können.


Ein Aneurysma ist eine sackartige Auswölbung an einer bestimmten Stelle eines Blutgefässes. Wenn sie platzen, kann es zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kommen. Berühmtes Todesopfer ist Thomas Mann. 1955 verstarb er im Unispital Zürich an einem Aneurysma der Bauchoarta.

Nicht alle Aneurysmen müssen herausoperiert werden
Dazumals war es nicht mal möglich, Aneurysmen zu operieren. Heute ist die Medizin Meilensteine weiter und entfernt die Verformungen, wann immer sie entdeckt werden. Das soll sich allerdings mit dem von StrokeLab entwickelten Verfahren wieder ändern, denn nicht alle Aneurysmen sind bösartig und bedürfen der Operation.

Rund 200'000 Schweizer haben Aneurysmen – die wenigsten wissen davon
Gemäss einer Studie aus den USA weisen rund 6% der Bevölkerung Aneurysmen im Gehirn auf, in der Schweiz sind rund 200'000 Personen betroffen. Dabei wissen die meisten ganz nach dem Motto - es gibt keine gesunden Menschen nur schlechte Diagnosen - gar nicht, dass sie eines haben. Oft werden die Aneurysmen nämlich erst bei Gesundheitschecks oder aufgrund einer anderen Krankheit entdeckt und anschliessend entfernt. Die Kosten für die Operationen sind hoch, kein Wunder also, dass StrokeLab mit seinem neuen Verfahren offene Türen einrennt. Das Analyse-Tool von Luca Augsburger und Rafik Ouared hilft den Ärzten bei der Entscheidung, ob eine Operation notwendig ist oder nicht. Im Moment laufen bereits Tests an der Hirslanden Klinik.

Bei venturelab das unternehmerische Rüstzeug geholt
Einmal eine eigene Firma zu gründen, haben weder Luca noch Rafik geplant. „Diese Chance kam eigentlich mit der Entdeckung, die wir machten. Wir sahen in diesem Bereich ein riesiges Potenzial,“, erzählt Luca. Mit dem ersten Schritt in Richtung Unternehmertum gab es für die Beiden unglaublich viel zu lernen. Dabei holten sich die Firmengründer das Know-how in den venturelab-Kursen. Luca: „Wir hatten keine Ahnung von Management. Erst bei venturelab lernten wir, wie man überhaupt einen Business-Plan erstellt.“ Die Investition hat sich gelohnt. Bei der letzten venture kick Runde gelang es StrokeLab, die Jury zu überzeugen. Damit haben sie sich 20'000 Franken gesichert und sich für die 100’000nder Runde , die in sechs Monaten ansteht, qualifiziert.


Luca Augsburger (rechts) und Rafik Ouared von StrokeLab
Monday 12 October 2009, 06:36 AM  #     |  Comments [0]  |