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 Thursday, November 05, 2009
Die Grenzen sind nur in unseren Köpfen und Träume sind nicht zum
Stehlen da. Fredy Hiestand, der einstige Schweizer Gipfelikönig
erzählte am venture apéro bei der Mobiliar in Bern von seinem steilen
Weg zum Erfolg, seinem Fall und seiner neuen Vision, gesunde Brote mit
Weizenkeim selbst bei Mc Donald salonfähig zu machen.
Aus dir wird eh nichts, meinten die Eltern. Fredy Hiestand bewies ihnen
das Gegenteil. Um sich nach der Bäckerlehre so schnell wie möglich
selbständig zu machen, arbeitete er zuerst als Taxifahrer und
verzichtete sogar auf die Glimmstengel, um noch mehr Geld zu sparen.
1967 war es soweit. Mit dem ersparten Geld und einem Darlehen vom Götti
eröffnete er mit einem Startkapital von 5‘000 Franken in einer
ausgedienten Wäscherei seine erste Bäckerei.Ich hätte mir dazumal kein Geld gegeben
In einer schon fast bilderbuchhaften Tellerwäscher-Karriere drängte
Fredy Hiestand nach oben. Seine Ziele erreichte er mit viel
Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit. Hiestand: «Steter Tropfen höhlt den
Stein. Ich hab mich von einer Absage nicht aus dem Konzept bringen
lassen.» Bis zu 13mal fragte er bei Kunden nach, gab nicht auf, bis er
sie endlich auch beliefern durfte. Sein eiserner Durchhaltewillen
machte sich bezahlt. Sein Geschäft wuchs. Dabei schreckte er auch nicht
vor gewaltigen Investitionen zurück wie zum Beispiel ein Neubau in
Schlieren für 14 Millionen Franken – und das bei einem Jahresumsatz von
12 Millionen Franken. Heute schmunzelt Fredy Hiestand selber: «Ich
hätte mir dazumal jedenfalls als Investor kein Geld gegeben. » Auch für
die Expansion nach Japan erstellte Hiestand keinen Businessplan. «Für
einen soliden Businessplan hätten wir eine Marktstudie erstellen müssen
und das war mir zu teuer. Und schliesslich hat’s auch so geklappt.» Höhepunkt und Abgang
Der Höhepunkt seines Erfolgs gipfelte im Börsengang, und das als erster
Bäcker Europas. 1800 Angestellte arbeiteten für den Gipfelikönig,
stolze 300 Millionen wurden umgesetzt. Aber der Fall war nicht weit.
Die Börse brach ein und damit die Aktie. Keine einfache Zeit für
Hiestand. «Mit einem Börsengang hält auch eine andere Kultur in einem
Unternehmen Einzug. Plötzlich steht nur noch der Gewinn im
Vordergrund.» Diese Art der Arbeit lag ihm nicht. Die Last auf seinen
Schultern wuchs, die Ehe zerbrach, Depressionen befielen ihn. Kehrtwende mit Weizenkeim
Ans Aufgeben dachte er aber nie, sagt er heute. Von Hiestand und den
Buttergipfeln verabschiedete er sich und wandte sich dem Weizenkeim zu.
Eine neue Vision hatte ihn gepackt – jetzt wollte er Brotpapst werden.
Klein und bescheiden startete er sein zweites Unternehmen, heute
betreibt er bereits den grössten Holzbackofen in der Deutschschweiz.
Den Fastfood will er gesünder machen – unterdessen ist Hiestand Partner
bei der Mc Donald Bäckerei, ab nächstem Jahr sind die gesunden Brote
von Fredy’s Backwaren auch in den Regalen vom Coop anzutreffen und
mithilfe seiner Frau ist der Aufbau einer Filiale in der Ukraine in
Planung. Über 165 Gäste am venture apéro in Bern
Über 165 Gäste fanden sich am venture apéro bei der Mobiliar in Bern
ein, um die bewegte Geschichte von Hiestand zu hören. Auch Urs Berger,
Ceo der Mobiliar, nahm sich Zeit, die Besucher persönlich zu begrüssen.
Am anschliessenden Apéro war zudem genügend Zeit vorhanden, um Fredy
Hiestand noch persönlich weitere Fragen zu stellen oder selber zu
networken. Die venture apéros sind mit jährlich rund 8000 Teilnehmenden
die grösste Networking-Plattform der Schweiz für unternehmerisch
Interessierte. Bis zum Jahresende stehen zahlreiche weitere Referate
auf dem Programm, unter anderem ein Referat von Christoph Blocher zu
Tipps und Tricks des erfolgreichen Unternehmertums an der Uni Bern.
Urs Berger, Ceo der Mobiliar begrüsste die zahlreichen Gäste am venture apéro mit Fredy Hiestand (Bild Mitte)
 Wednesday, November 04, 2009
Was muss alles in einem Businessplan stehen? Und wie
kann dieser schnell und professionell erstellt werden? An der
Startmesse von letzter Woche erzählte Thomas Rüegg vom IFJ vor
zahlreichem Publikum, was die zentralen Anforderungen an einen
Businessplan sind.
Wer ins Unternehmertum starten will, braucht
eine solide Grundlage. Eine von vielen Herausforderungen ist es, einen
klar strukturierten Businessplan zu erstellen, der in der Planungs- und
Umsetzungsphase als Leitplanke dienen kann.
Systematisches Durchdenken erfordert Nach Thomas Rüegg
zwingt der Businessplan vor allem dazu, eine Geschäftsidee systematisch
durchzudenken. Das zeigt wiederum Wissenslücken auf und gibt einen
guten Überblick über die benötigten Ressourcen. Wichtig ist, dass ein
Businessplan einen hohen Konkretisierungsgrad aufweist. Thomas Rüegg:
«Immer wieder sehe ich Businesspläne mit sehr theoretischen Teilen und
Auszügen aus Lehrbüchern. Das nützt gar nichts. Es geht darum, eine
schlüssige und aussagekräftige Strategie, angepasst auf die eigene
Geschäftsidee zu entwickeln. Das geht über die theoretischen Konzepte
von Lehrbüchern hinaus.» Ein weiteres Muss für den Businessplan ist vor
allem hinsichtlich der Planzahlen die Begründung von Entwicklungen und,
dass die Zahlen in den verschiedenen Finanzrechnungen konsistent sind.
Mit dem Business Navigator schnell und einfach zum Ziel
Eine weitere Anforderung an den Businessplan ist die
Empfängerorientierung. Beispielsweise sind für strategische Partner
eher das Wachstumspotential und mögliche Synergien interessant, während
eine Bank in einem Businessplan vermehrt nach Angaben zu Sicherheiten,
wie der Kreditfähigkeit sucht. Für das einfache Erstellen von
Businessplänen gibt es unterdessen auch eine vom IFJ entwickelte
Software, die es ermöglicht, Angaben und Daten zu variieren. Dies ist
vor allem auch in Bezug auf die Finanzzahlen von Interesse, weil
erstens so ganze Szenarien durchgespielt werden können und zweitens,
die Konsistenz der Daten gewährleistet ist. Für Kursteilnehmende von
venturelab steht die Software jeweils gratis zur Verfügung. Dieses
Angebot wird jetzt erweitert. Alle Hochschulangehörigen können ab
sofort den Business Navigator während einem halben Jahr gratis testen
und nutzen.
 Monday, November 02, 2009
Die AVINA Stiftung verstärkt venture kick mit einem substanziellen
Beitrag. venture kick schüttet pro Jahr mehr als zwei Millionen
Schweizer Franken à fonds perdu aus und will damit die Zahl der
Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen verdoppeln. Dank der
AVINA Stiftung kann venture kick das Engagement in den nächsten Jahren
weiter ausbauen und kommt damit dem Ziel näher, das Jahresbudget auf 5
Millionen Franken zu steigern.
Entstanden ist venture kick aus einer Zusammenarbeit von privaten
Stiftungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das unternehmerische
Potential an Schweizer Hochschulen zu fördern. Zu diesem Zweck hat
venture kick seit Gründung 2007 bereits über drei Millionen Franken für
Startup-Projekte ausgeschüttet. Profitiert von den Förderbeiträgen von
bis zu 130‘000 Franken haben über 90 Projektteams aus verschiedenen
Schweizer Hochschulen und Universitäten, wovon über 60 unterdessen ihre
eigene Firma gegründet haben. Diese wiederum haben weit mehr als 300
Arbeitsplätze geschaffen und ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von
über 30 Millionen Franken erreicht.Die AVINA STIFTUNG verstärkt venture kick
Die AVINA STIFTUNG wurde 1994 von Stephan Schmidheiny als gemeinnützige
Stiftung mit unternehmerischem Charakter gegründet. Sie engagiert sich
für eine nachhaltige und soziale Entwicklung im In- und Ausland und
will damit Chancen für möglichst viele Menschen schaffen, ihre
Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen zu verbessern. «Es ist der
unternehmerische und engagierte Geist von venture kick, der uns bewogen
hat, die Initiative zu unterstützen», erklärt Evelyn S. Braun,
Geschäftsführerin der AVINA STIFTUNG. Brachliegendes Potenzial nutzen
Gerade in Krisenzeiten wird die Stärke der Schweizer Innovationskraft
immer wieder als Ass aus dem Ärmel gezogen. Damit sich dieses Potenzial
aber vollumfänglich entfalten kann, bedarf es gerade am Anfang einer
substanziellen Unterstützung, ist sich Pascale Vonmont,
stellvertretende Geschäftsführerin der GEBERT RÜF STIFTUNG sicher. «Mit
Erfolg haben wir venture kick vor zwei Jahren lanciert und aufgebaut.
Das Potenzial, das in diesem Bereich steckt, ist aber längstens nicht
ausgeschöpft. Dank der Donation der AVINA STIFTUNG sind wir unseren
Zielsetzungen aber näher gerückt. Als Initiative privater Stiftungen
freuen wir uns sehr über Organisationen, Unternehmen oder
Einzelpersonen, die unsere Vision teilen und einen Beitrag zum
Unternehmensstandort Schweiz beisteuern möchten.» Eine Initiative mit nationaler Anziehungskraft
Einzigartig an venture kick ist nicht nur der finanzielle Aspekt,
sondern auch die nationale Dimension der Initiative. Die Angehörigen
von allen Schweizer Hochschulen und Universitäten können sich
gleichermassen bei venture kick bewerben und von einer Unterstützung
ohne Restriktionen profitieren. Die Bewertung der Projekte erfolgt
durch eine Jury, die sich aus Unternehmerpersönlichkeiten aus
verschiedenen Landesteilen zusammensetzt. Ein Ansatz, der sich gemäss
den Projektleitern Beat Schillig und Jordi Montserrat in den
vergangenen Jahren bewährt hat. «Durch den Zugang zu einem Pool von
mehr als 80 Experten, Unternehmern und Investoren auf nationaler Ebene
erhalten die Projektträger ein starkes Netzwerk, das viel dazu
beiträgt, die Qualität der Projekte zu steigern. Unsere erfolgreichen
Absolventen wie beispielsweise Poken, Optotune oder Aiducation
International sowie der substanzielle Beitrag, der uns nun die AVINA
STIFTUNG zukommen lässt, zeigt, dass wir mit diesem Konzept auf dem
richtigen Weg sind.»
 Friday, October 30, 2009
Mit
der neuen Ausgabe von gründen 2.0 erhalten alle angehenden Unternehmer
und Unternehmerinnen einen aktuellen Ratgeber für die Phase der
Unternehmensgründung. Der Leitfaden mit Hintergrundartikeln,
Checklisten und einer Fülle von Adressen ist ab sofort online
erhältlich.
Pünktlich zur Startmesse, die gestern im Kongresshaus in Zürich
stattgefunden hat, erschien mit gründen 2.0 die zweite Ausgabe des
Ratgebers für Unternehmensgründer und –gründerinnen. Mehr als 60
Organisationen, darunter auch das IFJ haben zur Realisierung
beigetragen. Hier drei ausgewählte Artikel in aller Kürze.Wer Unternehmer ist, will es bleiben
Die Arbeitszufriedenheit in der Selbständigkeit ist ausserordentlich
hoch, das zeigt eine Umfrage des IFJ Institut für Jungunternehmen. 94
Prozent würden den Schritt in die Selbständigkeit wieder wagen. Und
das, obwohl das Unternehmertum nicht die optimalsten Arbeitsbedingungen
mit sich bringt: weniger Ferien, kein gesichertes Einkommen und lange
Arbeitstage. Aber trotzdem – wer mal Unternehmer ist, will es bleiben.
Beat Schillig vom IFJ schreibt: «Ich kenne niemanden, der nach einer
erfolgreichen Unternehmerkarriere als Angestellter wieder glücklich
wurde. Das Unternehmertum verändert einem und dabei gilt es gleich mit
einem alten Vorurteil zu brechen: Als Unternehmer wird man nicht
geboren, sondern man wird Unternehmer als Resultat eines Lernprozesses,
der übrigens nie abgeschlossen ist.» Erfolgsstory Pearltec
Zu Beginn wollte Patrizia Fischer nur einem Forscher das Leben
erleichtern, schreibt Stefan Kyora vom Journalistenbüro Niedermann zur
Entstehungsgeschichte von Pearltec. Thomas Müller untersuchte an der
ETH Zürich rheumatoide Arthritis mit Hilfe von Computertomographien.
Dabei suchte er nach einem einfachen Verfahren, dass die Patienten
davon abhalten sollte sich zu bewegen. Patrizia Fischer konnte ihm
genau das entwickeln. Ihre Idee einer Fixierungshilfe war denkbar
simpel: Mit einfachen Bestandteilen wie Styroporkügelchen, einem Ballon
und etwas Stoff gelang es ihr ein Produkt zu schaffen, welches laut den
begeisterten Professoren gleich mit einem Patent geschützt werden
musste. In verschiedenen Kursen von venturelab holte sich dann die
junge Forscherin das Wissen, um ihre neu gegründete Firma auf
Erfolgskurs zu bringen. Geschäftsideen brauchen einen sicheren Schutz
Das geistige Eigentum ist nach Professor Müller von der Patentabteilung
des IGE (eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum) oftmals der
wertvollste Besitz eines Hightech-Startups. Dieser immaterielle Besitz
muss vor der Konkurrenz geschützt werden. Dazu stehen rechtliche, aber
auch rein strategische Mittel wie zum Beispiel die Geheimhaltung zur
Verfügung. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung, schliessen
sich aber gegenseitig aus, da beispielsweise alle Patentschriften für
Erfindungen veröffentlicht werden. Jetzt herunterladen
«Gluschtig gmacht?» Der gesamte Leitfaden kann ab sofort unter
http://www.gruenden.ch heruntergeladen werden oder bei allen
beteiligten Partnern kostenlos bezogen werden.
 Monday, October 26, 2009
Mit einer Technologie, die auf einer rein chemischen Herstellung
beruht, will Virometix, ein Spin-off der Uni Zürich, eine neue
Generation von sicheren und effizienten Impfstoffen entwickeln. Das
unternehmerische Know-how holten sich die Gründer in den Kursen von
venturelab.
Pandemien wie die Schweinegrippe machen das Thema Impfung und die
Entwicklung von Impfstoffen aktueller denn je. Jetzt ist es Nina Geib
und Arin Ghasparian gelungen, synthetische Impfstoffe herzustellen, die
eine Reihe von grossen Vorteilen mit sich bringen.Die Gefahr von Verunreinigungen auschliessen
Während biotechnologisch hergestellte Impfstoffe, die heute verwendet
werden, anfällig sind auf Verunreinigungen wie lebende Bakterien oder
Viren, kann dieses Problem mit chemischen Impfstoffen ausgeschlossen
werden. Nina Geib versucht die komplexe Thematik zu erklären: «Leider
war es bisher nicht möglich synthetische Moleküle als Impfstoffe zu
verwenden, weil diese zu schwach immunogen sind. Hier setzen wir mit
unserer 'Synthetic Virus-like Particle' Technologie an. Damit können
wir sehr genau definierte synthetische Molekülansammlungen im
Nanometerbereich herstellen. Diese molekularen Aggregate ahmen die
Struktur und die chemische Zusammensetzung von Virushüllen nach und
können so die gewünschte Immunantwort auslösen.» Zudem kann laut
Virometix mit der neuen Methode auf Hilfsstoffe verzichtet werden, die
zum Teil beim Patienten schwere Nebenreaktionen auslösen. Auf ins Unternehmertum
Mit ihrer Forschungsidee sind die beiden Wissenschaftler ins
Unternehmertum gestartet und haben kürzlich die Firma Virometix
gegründet. Für Arin eine einmalige Chance und spannende
Herausforderung: «Wir haben die Möglichkeit ein aus der angewandten
Forschung hervorgehendes Projekt mit enormem Potential voranzubringen
und von der ersten Stunde an dabei zu sein und so zu erfahren wie eine
Firma entsteht und wächst.» Im Moment arbeiten die beiden mit Hochdruck
an der Entwicklung von neuartigen Impfstoffkandidaten zur Behandlung
von bakteriellen Infektionen und Krebs. Business-Kompetenzen mit venturelab perfektionieren
Aber nicht nur wissenschaftliche Herausforderungen stehen an, sondern
auch wirtschaftliche. Nina Geib: «Wir sind Wissenschaftler und
überhaupt nicht bewandert in Bereichen wie Business Strategie, Finanzen
oder Marketing. Obwohl wir bereits den venture plan absolviert haben,
der uns schon sehr viel gebracht hat, müssen wir unsere
Business-Kompetenzen weiter ausbauen und unser Geschäftsmodell noch
perfektionieren.» Zu diesem Zweck haben sich die beiden bereits für das
venture training angemeldet. Arin meint dazu: «Um das Potenzial von
Virometix voll auszuschöpfen sind wir gerade in der Startup Phase auf
das Know-how und die Unterstützung von Experten angewiesen, um unseren
Businessplan zu optimieren. venture training gibt uns die Möglichkeit
unsere Business-Kenntnisse weiter zu vertiefen ohne auf teure externe
Coachings angewiesen zu sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, unser
Netzwerk auszubauen und noch mehr Anregungen zu erhalten.»
Nina Geib und Arin Ghasparian von Virometix
 Wednesday, October 21, 2009
StreamForge hat eine neue Technologie zur Übertragung von Audio- und
Videoinhalten über das Internet entwickelt. Dabei setzen die Gründer
auf das peer-to-peer Prinzip, um damit die Übertragung von Live-Events
an grosse Benutzergruppen effizienter zu gestalten. Für die innovative
Geschäftsidee und deren Umsetzung erhält das Startup von venture kick
130‘000 Franken.
Bei traditionellen Streaming-Lösungen bauen die Zuschauer eine einzige
Verbindung zum Server auf. Kommt es bei der Verbindung zu Problemen,
kann die Übertragung stocken oder abreissen. Nicht so mit StreamForge:
Die Nutzer laden nicht mehr den ganzen Videostream von einem Server
herunter, sondern nur noch Teile davon.Weniger Verbindungsstörungen für die Zuschauer
Diese Teile werden automatisch mit anderen Zuschauern getauscht, so
dass alle wieder das ganze Bild erhalten. Dadurch werden die Nutzer wie
zu kleinen Servern, die einander Teile des Videostreams zuschicken.
Damit die Rechner oder die Internetverbindung der einzelnen Zuschauer
durch das System nicht verlangsamen, überwacht StreamForge konstant die
zur Verfügung stehenden Ressourcen und verwendet nur einen Teil der
ansonsten brachliegenden Bandbreite. Mit der neuen Technologie
entstehen gemäss Pascal von Rickenbach, Mitgründer von StreamForge,
Vorteile für alle Parteien. «Die Zuschauer sind weniger von
Verbindungsstörungen betroffen und erhalten dadurch stabilere Videos.
Die Netzbetreiber benötigen weniger Server-Infrastruktur und die
Anbieter profitieren von reduzierten Kosten für die Verbreitung ihrer
Inhalte.» Rasant durchgestartet
Hinter StreamForge stehen die drei ETH-Doktoranden Remo Meier, Pascal
von Rickenbach und Nicolas Burri. «Die Idee, eine eigene Firma zu
gründen, kam uns im Oktober 2009, als wir zu dritt diskutierten, was
wir nach unserer Dissertation an der ETH Zürich machen könnten. Remos
Dissertationsthema ‚Peer-gestütztes Streaming‘ inspirierte uns. Wir
sahen, dass in dem immer stärker sichtbar werdenden
Skalierbarkeitsproblem des Internets und der Übertragung von
Multimediadaten im Netz ein grosses Potenzial steckt», erzählt von
Rickenbach. Das Geschäftsmodell für ihre Idee entwickelten die
Firmengründer unter anderem in den Workshops des nationalen
Trainingsprogramms von venturelab. Bei venture kick bewarben sie sich
im Frühjahr 09, worauf nach der ersten erfolgreich bestandenen Runde
die Gründung von StreamForge GmbH folgte. Das Geld von venture kick
setzt das Team für die Kundenakquisition und die Realisation von Video
Showcases ein.
Das Team von StreamForge: Nicolas Burri, Remo Meier und Pascal von Rickenbach (von links nach rechts)
 Tuesday, October 20, 2009
Aiducation International unterstützt mittels Stipendien begabte
Schülerinnen und Schüler in Kenia. Für das erfolgsversprechende System
erhält das Startup 130‘000 Franken von der privaten Förderinitiative
venture kick. Damit unterstützt venture kick zum ersten Mal eine NPO
auf ihrem Weg zum Erfolg. Die Initiative hat seit Gründung 2007 mehr
als drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet und damit
über 300 Arbeitsplätze geschaffen.
Die geförderten Startups der letzten venture kick Runde stammen zwar
beide aus der ETH Zürich, könnten aber nicht unterschiedlicher sein:
Während StreamForge, ein typisches Spin-off, eine neue Technologie zur
Übertragung von Audio und Videoinhalten entwickelt hat, unterstützt
Aiducation International mittels Stipendien begabte Schülerinnen und
Schüler in Entwicklungsländern.Aiducation International – Unterstützung, die überzeugt
Die Geschäftsidee von Aiducation ist simpel und stützt sich auf der
Überzeugung, dass Bildung der wichtigste Faktor in der persönlichen
Entwicklung eines Menschen ist und nur so die politische, soziale und
wirtschaftliche Entwicklung eines Landes positiv verändert werden kann.
Dementsprechend wählt Aiducation nach dem Motto ‚Leistungsprinzip statt
Giesskanne‘ in einem dreistufigen Verfahren leistungsstarke
Schülerinnen und Schüler aus und sucht für sie Stipendien. Die Stifter,
sogenannte AiduMaker, können ihre Stipendiaten anhand der Bewerbungen
auswählen und erhalten auf Wunsch die Zeugnisse und Zwischenberichte
von ihnen. Das gespendete Geld wird fast zu 100% - möglich dank
Preisgeldern und Partnerschaften - ausschliesslich zur Tilgung der
Schulgebühren direkt an die Schule überwiesen. Rasant durchgestartet: bereits mehr als 90 Stipendien vergeben
Der Fokus der Aktivitäten liegt zurzeit auf Kenia. Das hat nicht
zuletzt damit zu tun, dass die Idee des Startups während einer Reise
durch das Land geboren wurde. Mitgründer Florian Kowalke: «Wir haben
immer wieder die Leute gefragt, was man machen muss, um ihr Land
vorwärts zu bringen. Die eine Hälfte meinte, das Problem sei die
Gesundheit, die andere die fehlende Bildung. Mit engagierten Personen
vor Ort, mit denen wir übrigens tagtäglich in Kontakt stehen, haben wir
dann die Idee von Aiducation entwickelt.» Das System kommt an. Seit
Eingabe des Projekts bei venture kick im Frühjahr 09 konnten über 70
Stipendien vergeben werden. «Bis Ende Jahr werden es über 100 sein.
Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet, wir haben mit dieser Anzahl
unsere eigenen Erwartungen übertroffen», meint Florian Kowalke. Auf
diesem Weg zum Erfolg hat venture kick das Startup aktiv unterstützt:
zum einen mit einem Startkapital von 130‘000 Franken, zum Anderen mit
Tipps und Tricks von erfahrenen Unternehmern aus der Praxis. «venture
kick war für uns ein wichtiger Katalysator. Erst da haben wir so
richtig angefangen, strategisch zu arbeiten.» Das erhaltene Geld setzt
Aiducation für weitere Marketingmassnahmen sowie die Gründung von neuen
Sektionen ein. Unterdessen ist die NPO bereits in der Schweiz,
Deutschland, England, Singapur und Kenia aktiv und beschäftigt über 50
ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. venture kick: über drei Millionen Franken ausgeschüttet
Von der Finanzspritze haben unterdessen 93 Projektteams aus den
unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über
die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen
Sportgeräteentwicklung. Eine laufende Umfrage unter den geförderten
Startups zeigt, dass die Initiative weit mehr als nur den Startschuss
für neue Firmengründungen setzt. Bis anhin wurden weit mehr als 300
Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den
Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Die Daten
aus der laufenden Umfrage zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick
Franken rund 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt wurden.
Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen
Franken.
Florian Kowalke und Kristin Kapitza mit dem Team von Aiducation International
 Monday, October 19, 2009
Am jährlichen Swiss ICT Award werden schweizerische ICT-Unternehmen,
die herausragende Leistungen erbracht haben, ausgezeichnet. In der
Kategorie Newcomer sind Wuala, Poken und Amazee nominiert, alles
ehemalige venturelab-Absolventen.
Der Swiss ICT Award ist ein über die Schweiz hinaus bedeutender und
bekannter Preis für erstklassige ICT-Leistungen und -Produkte, die
durch schweizerische Unternehmen erbracht werden. Mit der
Preisverleihung will SwissICT, der führende Schweizer Verband der
Informations- und Kommunikationstechnologie, das unternehmerische
Handeln und die Akzeptanz von ICT-Unternehmerinnen und -Unternehmern in
der Gesellschaft fördern.Poken, Wuala und Amazee nominiert
Drei der fünf nominierten Startups in der Kategorie Newcomer haben
einen engen Bezug zu venturelab. Stéphane Doutriaux von Poken und Danja
Gerhardt von Amazee sind unter anderem mit dem Business Development
Programm venture leaders in die USA gereist. Dominik Grolimund,
Mitgründer von Wuala hat sein Geschäftsmodell in den Kursen von
venturelab perfektioniert. Seit Gründung sorgen die drei Startups immer
wieder für News. So hat Poken beispielsweise kürzlich den neuen
Businesspoken lanciert, Amazee hat Geburtstag gefeiert und Wuala ist
eine Kooperation mit der ETH eingegangen. Auch das Publikum ist gefragt
Der Preis wird in den drei Kategorien «Champion», «Newcomer» und
«Public» vergeben. Bei letzterer Gruppe ist das Publikum gefragt. Die
Leser des Swiss IT Magazine bestimmen in einer Online-Wahl den Gewinner
in dieser Kateegorie. Zur Auswahl stehen alle Finalisten aus der
Champion- und Newcomergruppe. Die Verleihung des Awards findet am 9.
November 2009 im Rahmen des Swiss ICT Forum Lucerne im Kongresszentrum
des Verkehrshauses Luzern statt und wird von Anna Maier moderiert.
Neben der Auszeichnung profitieren die Unternehmen von einer
ausführlichen Beurteilung durch die Jury. Anmeldung
Wer am Anlass teilnehmen will, kann sich schon jetzt über die Homepage
des Swiss ICT Awards anmelden. Die Gala eignet sich bestens dazu, sich
mit den Besten der Branche zu unterhalten und zusätzliche Kontakte zu
knüpfen.
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