# Wednesday, November 11, 2009
Herkömmliche Mobiltelefone als interaktive Unterhaltungsplattform und Spielzeug nutzen – das ist die Vision des Startup-Projekts Gbanga. Um mitzumachen, muss einzig ein kleines Programm auf dem Handy installiert werden und schon kann es losgehen mit Rätseln, Wettbewerben oder spannenden Geschichten, in denen man plötzlich selber eine aktive Rolle übernimmt.

Was Google Latitude kann, ist bei Gbanga schon länger Standard: Die Handy-Software ermöglicht es, den Standort von Freunden auf einer Karte anzuzeigen und mit ihnen via Chat in Kontakt zu treten. Gbanga kann aber noch mehr als das: Wer sich die kostenlose Software runterlädt, kann eintauchen in eine virtuelle Welt und dabei selbst Teil von packenden Geschichten werden.

Bedrohte Tierarten retten
So zum Beispiel letzten Sommer, als Zürich von entflohenen Zootieren unsicher gemacht wurde. Gbanga-User konnten mit ihrem Handy mithelfen, die Tiere wieder einzufangen und in den Zoo zurückzubringen. Matthias Sala, einer der Entwickler von Gbanga: «Das Spezielle von Gbanga ist, dass wir die Teilnehmer auffordern, aktiv Hand anzulegen. Mit dem Handy konnten sie die Tiere einsammeln, um sie zum Zoo zurück zu bringen. Hierzu mussten die Teilnehmer ‚real‘ beim Zoo vorbeigehen und die Tiere am Schalter abgeben. Dort erhielten sie dann virtuelles Saatgut für das weitere Spiel, mit dem sie den bedrohten Lebensraum der Tiere wieder aufbauen konnten. Wenn die User nicht genug säten, brachen die Tiere wieder aus und mussten von Neuem eingefangen werden.» Mit dieser unkonventionellen Kampagne wollte der Zoo Zürich auf die bedrohten Lebensräume von Tieren aufmerksam machen, ein neues Zielpublikum zum Zoo locken und Laufkundschaft generieren. Laut Sala ein Projekt, das gut funktioniert hat.

Auf der Jagd nach Mr. X
„Finde Mr. X“ ist eine weitere Kampagne von Gbanga, die mit dem öffentlichen Verkehr lanciert werden kann und an der Future Expo in Basel als Konzept vorgestellt wurde. Mithilfe von Hinweisen in Pendlerzeitungen und auf Gbanga soll der mysteriöse Agent endlich gefasst werden. «Ziel dieser Kampagne ist es, die Leute in ihrem normalen Tagesablauf zu aktivieren und den öffentlichen Raum als Spielfeld zu nutzen. Dabei können wir Informationen zu Sehenswürdigkeiten einfliessen lassen und den öffentlichen Verkehr einbeziehen», erklärt Sala.

Auch für Werber interessant
Die Geschichten auf Gbanga vertreiben nicht nur Langeweile, sondern bilden auch für Werber eine einzigartige Möglichkeit, anhand von Geschichten den Usern ihre Produkte näherzubringen und so einen Bezug zu ihnen herzustellen. Für die Umsetzung des Geschäftsmodells erhielten die Gründer des Startups hilfreiche Tipps in den Modulen von venturelab.


Matthias Sala von Gbanga an der Future Expo

Wednesday 11 November 2009, 07:38 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, November 10, 2009
venturelab-Absolventen räumen beim Swiss ICT Award ab: In der Kategorie Newcomer holte sich Poken den ersten Rang. Ebenfalls in dieser Sparte wurde Dominik Grolimund von Wuala mit dem People Award ausgezeichnet. Amazee gewann den begehrten Publikumspreis.

Es zeigt sich immer wieder, dass – seien es nationale oder internationale Preisausschreibungen – venturelab-Absolventen auf den vorderen Plätzen liegen. So auch am diesjährigen Swiss ICT Award, ein über die Schweiz hinaus bedeutender und bekannter Preis für erstklassige ICT-Leistungen und -Produkte, die durch schweizerische Unternehmen erbracht werden. Drei der fünf nominierten Newcomer haben venturelab-Programme absolviert und alle haben einen Award nach Hause getragen.

Poken – Newcomer des Awards
Schon am europaweiten Award von TechCrunch ist Poken als bestes Gadget ausgezeichnet worden. Nun hat sich das Startup mit der Entwicklung seiner elektronischen Visitenkarte einen grossen Schweizer Preis gesichert. Stéphane Doutriaux zeigte sich sehr zufrieden und lobte in seiner Rede einmal mehr die Schweizer Startup Förderungshilfen wie venturelab oder venture kick, die es in seinem Heimatland Kanada in dieser Form nicht gäbe. Anstelle eines Preisgeldes wurde direkt in das Startup investiert. Jeder Teilnehmer des Anlasses konnte mit dem Gutschein auf seinem Stuhl nach der Veranstaltung sein von Swiss ICT gesponserten Poken abholen.

Amazee – die meisten Publikumsstimmen
Der heimliche Hauptpreis, wie ihn Moderatorin Anna Maier nannte, ging an Amazee. Das Startup hat eine Internetplattform ins Leben gerufen, die es Personen und Organisationen ermöglicht, ihre Ideen und Vorhaben in Projekten zu initiieren, diese zu promoten und Gleichgesinnte zu finden. Zudem ist das Team um Gregory und DAnja Gerhardt mit verschiedenen Aktivitäten wie dem Web Monday sehr aktiv und tut viel für die ICT Branche. Nach Gregory Gerhardt eine Sache, die in der Natur von Amazee liegt: «Mit Amazee schaffen wir eben genau die Plattform, die die Organisation von solchen Themenanlässen ein Leichtes macht.»

Vorbildfunktion für andere Startups: Dominik Grolimund von Wuala
Mit dem People Award zeichnet der Verband Swiss ICT Personen aus, die gegenüber anderen Branchenangehörigen eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Dominik Grolimund, Gewinner des Awards in der Kategorie Newcomer, konnte den Preis zwar nicht persönlich abholen, freute sich aber aus den USA über die Auszeichnung. Verdient hat er sie wie kein Anderer: Mit 18 Jahren gründete er sein erstes ICT-Unternehmen. Mit seinem zweiten Startup Wuala , einem Online-Datenspeicher, der es Benutzern ermöglicht, Dateien zu speichern, zu sichern und von überall her zuzugreifen, schrieb er in Kürze eine Erfolgsgeschichte, die seinesgleichen sucht. Letzter Höhepunkt war der Zusammenschluss mit LaCie, einem der führenden Hersteller von Peripheriegeräten in Frankreich.

Tuesday 10 November 2009, 10:54 AM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, November 09, 2009

Innovationen sind die Treiber der Wirtschaft – und in schwierigen Zeiten wie heute wichtiger denn je. Am 4. Swiss Innovation Forum konnten sich KMU wertvolle Inputs holen, Startups zeigten an der Future Expo, was der Trend von morgen ist und am Swiss Technology Award wurden innovative Unternehmen ausgezeichnet.

Über 80 Prozent der Produkte, die wir in zehn Jahren kaufen werden, sind heute noch nicht erfunden. Dabei schaffen es bloss 0,6 Prozent der Ideen überhaupt zum Markterfolg. Fakten, die beeindrucken und aufzeigen, welche enorme Bedeutung den Innovationen zukommt, an denen Schweizer KMU täglich tüfteln.

Kräfte bündeln und die Marke Schweiz stärken
Wie wichtig Innovationen für die Schweiz sind, unterstrich auch Bundesrätin Doris Leuthard in ihrem Referat. Probleme, die sich durch demographischen Wandel oder globale Umweltveränderungen stellen, erfordern neue Ideen. Es bleibt uns die Wahl zwischen Einschränkung oder der Entwicklung von neuen Technologien, meint sie. «Der Bereich Cleantech birgt ein riesiges Potenzial und ich will, dass die Schweiz ihren Anteil an diesem Kuchenstück abschneidet.» Damit dies möglich wird und sich die Schweiz in diesem Sektor stark positionieren kann, rief sie Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer engen Zusammenarbeit auf.

Innovative Ideen an der Future Expo
Einen Einblick in die Welt von morgen gewährte die Future Expo. Rund 40 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten marktreife Ideen, Prototypen und Neuheiten. Vor Ort waren auch einige venturelab-Absolventen mit einem Stand anzutreffen, so zum Beispiel Nektoon oder Gbanga.

Award-Gewinner: Comet Holding, Bernina International und FemtoTools
Im Rahmen des Forums wurde am Abend die besten und innovativsten Unternehmen der Schweiz mit dem Swiss Technology Award 2009 ausgezeichnet. Moderiert von Kurt Aeschbacher wurde der begehrte Preis an die Comet Holding, Bernina International sowie FemtoTools verliehen. Sie setzten sich gegen 40 Mitbewerber durch. Mit dem Swiss Technology Award werden herausragende Leistungen im Bereich von Innovation und Technologie ausgezeichnet, welche über ein überduchschnittliches Marktpotential für die Zukunft verfügen. Seit 1987 ermöglicht der Swiss Technology Award innovativen Ideen den Durchbruch auf ihren Märkten. 367 Preisträger wurden seither gekürt und durften ihre Innovationen jeweils an der Hannover Messe dem Fachpublikum präsentieren. 2007 übernahm die Swiss Economic Forum AG, welche das Swiss Innovation Forum organisiert, den prestigeträchtigen Award. Der Innovationspreis wurde neu konzipiert, positioniert und dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des Swiss Innovation Forum verliehen.

Monday 09 November 2009, 06:42 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, November 05, 2009
Die Grenzen sind nur in unseren Köpfen und Träume sind nicht zum Stehlen da. Fredy Hiestand, der einstige Schweizer Gipfelikönig erzählte am venture apéro bei der Mobiliar in Bern von seinem steilen Weg zum Erfolg, seinem Fall und seiner neuen Vision, gesunde Brote mit Weizenkeim selbst bei Mc Donald salonfähig zu machen.

Aus dir wird eh nichts, meinten die Eltern. Fredy Hiestand bewies ihnen das Gegenteil. Um sich nach der Bäckerlehre so schnell wie möglich selbständig zu machen, arbeitete er zuerst als Taxifahrer und verzichtete sogar auf die Glimmstengel, um noch mehr Geld zu sparen. 1967 war es soweit. Mit dem ersparten Geld und einem Darlehen vom Götti eröffnete er mit einem Startkapital von 5‘000 Franken in einer ausgedienten Wäscherei seine erste Bäckerei.

Ich hätte mir dazumal kein Geld gegeben
In einer schon fast bilderbuchhaften Tellerwäscher-Karriere drängte Fredy Hiestand nach oben. Seine Ziele erreichte er mit viel Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit. Hiestand: «Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich hab mich von einer Absage nicht aus dem Konzept bringen lassen.» Bis zu 13mal fragte er bei Kunden nach, gab nicht auf, bis er sie endlich auch beliefern durfte. Sein eiserner Durchhaltewillen machte sich bezahlt. Sein Geschäft wuchs. Dabei schreckte er auch nicht vor gewaltigen Investitionen zurück wie zum Beispiel ein Neubau in Schlieren für 14 Millionen Franken – und das bei einem Jahresumsatz von 12 Millionen Franken. Heute schmunzelt Fredy Hiestand selber: «Ich hätte mir dazumal jedenfalls als Investor kein Geld gegeben. » Auch für die Expansion nach Japan erstellte Hiestand keinen Businessplan. «Für einen soliden Businessplan hätten wir eine Marktstudie erstellen müssen und das war mir zu teuer. Und schliesslich hat’s auch so geklappt.»

Höhepunkt und Abgang
Der Höhepunkt seines Erfolgs gipfelte im Börsengang, und das als erster Bäcker Europas. 1800 Angestellte arbeiteten für den Gipfelikönig, stolze 300 Millionen wurden umgesetzt. Aber der Fall war nicht weit. Die Börse brach ein und damit die Aktie. Keine einfache Zeit für Hiestand. «Mit einem Börsengang hält auch eine andere Kultur in einem Unternehmen Einzug. Plötzlich steht nur noch der Gewinn im Vordergrund.» Diese Art der Arbeit lag ihm nicht. Die Last auf seinen Schultern wuchs, die Ehe zerbrach, Depressionen befielen ihn.

Kehrtwende mit Weizenkeim
Ans Aufgeben dachte er aber nie, sagt er heute. Von Hiestand und den Buttergipfeln verabschiedete er sich und wandte sich dem Weizenkeim zu. Eine neue Vision hatte ihn gepackt – jetzt wollte er Brotpapst werden. Klein und bescheiden startete er sein zweites Unternehmen, heute betreibt er bereits den grössten Holzbackofen in der Deutschschweiz. Den Fastfood will er gesünder machen – unterdessen ist Hiestand Partner bei der Mc Donald Bäckerei, ab nächstem Jahr sind die gesunden Brote von Fredy’s Backwaren auch in den Regalen vom Coop anzutreffen und mithilfe seiner Frau ist der Aufbau einer Filiale in der Ukraine in Planung.

Über 165 Gäste am venture apéro in Bern
Über 165 Gäste fanden sich am venture apéro bei der Mobiliar in Bern ein, um die bewegte Geschichte von Hiestand zu hören. Auch Urs Berger, Ceo der Mobiliar, nahm sich Zeit, die Besucher persönlich zu begrüssen. Am anschliessenden Apéro war zudem genügend Zeit vorhanden, um Fredy Hiestand noch persönlich weitere Fragen zu stellen oder selber zu networken. Die venture apéros sind mit jährlich rund 8000 Teilnehmenden die grösste Networking-Plattform der Schweiz für unternehmerisch Interessierte. Bis zum Jahresende stehen zahlreiche weitere Referate auf dem Programm, unter anderem ein Referat von Christoph Blocher zu Tipps und Tricks des erfolgreichen Unternehmertums an der Uni Bern.

       
Urs Berger, Ceo der Mobiliar begrüsste die zahlreichen Gäste am venture apéro mit Fredy Hiestand (Bild Mitte)
Thursday 05 November 2009, 08:46 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, November 04, 2009

Was muss alles in einem Businessplan stehen? Und wie kann dieser schnell und professionell erstellt werden? An der Startmesse von letzter Woche erzählte Thomas Rüegg vom IFJ vor zahlreichem Publikum, was die zentralen Anforderungen an einen Businessplan sind.

Wer ins Unternehmertum starten will, braucht eine solide Grundlage. Eine von vielen Herausforderungen ist es, einen klar strukturierten Businessplan zu erstellen, der in der Planungs- und Umsetzungsphase als Leitplanke dienen kann.

Systematisches Durchdenken erfordert
Nach Thomas Rüegg zwingt der Businessplan vor allem dazu, eine Geschäftsidee systematisch durchzudenken. Das zeigt wiederum Wissenslücken auf und gibt einen guten Überblick über die benötigten Ressourcen. Wichtig ist, dass ein Businessplan einen hohen Konkretisierungsgrad aufweist. Thomas Rüegg: «Immer wieder sehe ich Businesspläne mit sehr theoretischen Teilen und Auszügen aus Lehrbüchern. Das nützt gar nichts. Es geht darum, eine schlüssige und aussagekräftige Strategie, angepasst auf die eigene Geschäftsidee zu entwickeln. Das geht über die theoretischen Konzepte von Lehrbüchern hinaus.» Ein weiteres Muss für den Businessplan ist vor allem hinsichtlich der Planzahlen die Begründung von Entwicklungen und, dass die Zahlen in den verschiedenen Finanzrechnungen konsistent sind.

Mit dem Business Navigator schnell und einfach zum Ziel
Eine weitere Anforderung an den Businessplan ist die Empfängerorientierung. Beispielsweise sind für strategische Partner eher das Wachstumspotential und mögliche Synergien interessant, während eine Bank in einem Businessplan vermehrt nach Angaben zu Sicherheiten, wie der Kreditfähigkeit sucht. Für das einfache Erstellen von Businessplänen gibt es unterdessen auch eine vom IFJ entwickelte Software, die es ermöglicht, Angaben und Daten zu variieren. Dies ist vor allem auch in Bezug auf die Finanzzahlen von Interesse, weil erstens so ganze Szenarien durchgespielt werden können und zweitens, die Konsistenz der Daten gewährleistet ist. Für Kursteilnehmende von venturelab steht die Software jeweils gratis zur Verfügung. Dieses Angebot wird jetzt erweitert. Alle Hochschulangehörigen können ab sofort den Business Navigator während einem halben Jahr gratis testen und nutzen.

Wednesday 04 November 2009, 10:08 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, November 02, 2009
Die AVINA Stiftung verstärkt venture kick mit einem substanziellen Beitrag. venture kick schüttet pro Jahr mehr als zwei Millionen Schweizer Franken à fonds perdu aus und will damit die Zahl der Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen verdoppeln. Dank der AVINA Stiftung kann venture kick das Engagement in den nächsten Jahren weiter ausbauen und kommt damit dem Ziel näher, das Jahresbudget auf 5 Millionen Franken zu steigern.

Entstanden ist venture kick aus einer Zusammenarbeit von privaten Stiftungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das unternehmerische Potential an Schweizer Hochschulen zu fördern. Zu diesem Zweck hat venture kick seit Gründung 2007 bereits über drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet. Profitiert von den Förderbeiträgen von bis zu 130‘000 Franken haben über 90 Projektteams aus verschiedenen Schweizer Hochschulen und Universitäten, wovon über 60 unterdessen ihre eigene Firma gegründet haben. Diese wiederum haben weit mehr als 300 Arbeitsplätze geschaffen und ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen Franken erreicht.

Die AVINA STIFTUNG verstärkt venture kick
Die AVINA STIFTUNG wurde 1994 von Stephan Schmidheiny als gemeinnützige Stiftung mit unternehmerischem Charakter gegründet. Sie engagiert sich für eine nachhaltige und soziale Entwicklung im In- und Ausland und will damit Chancen für möglichst viele Menschen schaffen, ihre Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen zu verbessern. «Es ist der unternehmerische und engagierte Geist von venture kick, der uns bewogen hat, die Initiative zu unterstützen», erklärt Evelyn S. Braun, Geschäftsführerin der AVINA STIFTUNG.

Brachliegendes Potenzial nutzen
Gerade in Krisenzeiten wird die Stärke der Schweizer Innovationskraft immer wieder als Ass aus dem Ärmel gezogen. Damit sich dieses Potenzial aber vollumfänglich entfalten kann, bedarf es gerade am Anfang einer substanziellen Unterstützung, ist sich Pascale Vonmont, stellvertretende Geschäftsführerin der GEBERT RÜF STIFTUNG sicher. «Mit Erfolg haben wir venture kick vor zwei Jahren lanciert und aufgebaut. Das Potenzial, das in diesem Bereich steckt, ist aber längstens nicht ausgeschöpft. Dank der Donation der AVINA STIFTUNG sind wir unseren Zielsetzungen aber näher gerückt. Als Initiative privater Stiftungen freuen wir uns sehr über Organisationen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die unsere Vision teilen und einen Beitrag zum Unternehmensstandort Schweiz beisteuern möchten.»

Eine Initiative mit nationaler Anziehungskraft
Einzigartig an venture kick ist nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern auch die nationale Dimension der Initiative. Die Angehörigen von allen Schweizer Hochschulen und Universitäten können sich gleichermassen bei venture kick bewerben und von einer Unterstützung ohne Restriktionen profitieren. Die Bewertung der Projekte erfolgt durch eine Jury, die sich aus Unternehmerpersönlichkeiten aus verschiedenen Landesteilen zusammensetzt. Ein Ansatz, der sich gemäss den Projektleitern Beat Schillig und Jordi Montserrat in den vergangenen Jahren bewährt hat. «Durch den Zugang zu einem Pool von mehr als 80 Experten, Unternehmern und Investoren auf nationaler Ebene erhalten die Projektträger ein starkes Netzwerk, das viel dazu beiträgt, die Qualität der Projekte zu steigern. Unsere erfolgreichen Absolventen wie beispielsweise Poken, Optotune oder Aiducation International sowie der substanzielle Beitrag, der uns nun die AVINA STIFTUNG zukommen lässt, zeigt, dass wir mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg sind.»

Monday 02 November 2009, 10:35 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, October 30, 2009

Mit der neuen Ausgabe von gründen 2.0 erhalten alle angehenden Unternehmer und Unternehmerinnen einen aktuellen Ratgeber für die Phase der Unternehmensgründung. Der Leitfaden mit Hintergrundartikeln, Checklisten und einer Fülle von Adressen ist ab sofort online erhältlich.

Pünktlich zur Startmesse, die gestern im Kongresshaus in Zürich stattgefunden hat, erschien mit gründen 2.0 die zweite Ausgabe des Ratgebers für Unternehmensgründer und –gründerinnen. Mehr als 60 Organisationen, darunter auch das IFJ haben zur Realisierung beigetragen. Hier drei ausgewählte Artikel in aller Kürze.

Wer Unternehmer ist, will es bleiben
Die Arbeitszufriedenheit in der Selbständigkeit ist ausserordentlich hoch, das zeigt eine Umfrage des IFJ Institut für Jungunternehmen. 94 Prozent würden den Schritt in die Selbständigkeit wieder wagen. Und das, obwohl das Unternehmertum nicht die optimalsten Arbeitsbedingungen mit sich bringt: weniger Ferien, kein gesichertes Einkommen und lange Arbeitstage. Aber trotzdem – wer mal Unternehmer ist, will es bleiben. Beat Schillig vom IFJ schreibt: «Ich kenne niemanden, der nach einer erfolgreichen Unternehmerkarriere als Angestellter wieder glücklich wurde. Das Unternehmertum verändert einem und dabei gilt es gleich mit einem alten Vorurteil zu brechen: Als Unternehmer wird man nicht geboren, sondern man wird Unternehmer als Resultat eines Lernprozesses, der übrigens nie abgeschlossen ist.»

Erfolgsstory Pearltec
Zu Beginn wollte Patrizia Fischer nur einem Forscher das Leben erleichtern, schreibt Stefan Kyora vom Journalistenbüro Niedermann zur Entstehungsgeschichte von Pearltec. Thomas Müller untersuchte an der ETH Zürich rheumatoide Arthritis mit Hilfe von Computertomographien. Dabei suchte er nach einem einfachen Verfahren, dass die Patienten davon abhalten sollte sich zu bewegen. Patrizia Fischer konnte ihm genau das entwickeln. Ihre Idee einer Fixierungshilfe war denkbar simpel: Mit einfachen Bestandteilen wie Styroporkügelchen, einem Ballon und etwas Stoff gelang es ihr ein Produkt zu schaffen, welches laut den begeisterten Professoren gleich mit einem Patent geschützt werden musste. In verschiedenen Kursen von venturelab holte sich dann die junge Forscherin das Wissen, um ihre neu gegründete Firma auf Erfolgskurs zu bringen.

Geschäftsideen brauchen einen sicheren Schutz
Das geistige Eigentum ist nach Professor Müller von der Patentabteilung des IGE (eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum) oftmals der wertvollste Besitz eines Hightech-Startups. Dieser immaterielle Besitz muss vor der Konkurrenz geschützt werden. Dazu stehen rechtliche, aber auch rein strategische Mittel wie zum Beispiel die Geheimhaltung zur Verfügung. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung, schliessen sich aber gegenseitig aus, da beispielsweise alle Patentschriften für Erfindungen veröffentlicht werden.

Jetzt herunterladen
«Gluschtig gmacht?» Der gesamte Leitfaden kann ab sofort unter http://www.gruenden.ch heruntergeladen werden oder bei allen beteiligten Partnern kostenlos bezogen werden.

Friday 30 October 2009, 07:48 AM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, October 26, 2009
Mit einer Technologie, die auf einer rein chemischen Herstellung beruht, will Virometix, ein Spin-off der Uni Zürich, eine neue Generation von sicheren und effizienten Impfstoffen entwickeln. Das unternehmerische Know-how holten sich die Gründer in den Kursen von venturelab.

Pandemien wie die Schweinegrippe machen das Thema Impfung und die Entwicklung von Impfstoffen aktueller denn je. Jetzt ist es Nina Geib und Arin Ghasparian gelungen, synthetische Impfstoffe herzustellen, die eine Reihe von grossen Vorteilen mit sich bringen.

Die Gefahr von Verunreinigungen auschliessen
Während biotechnologisch hergestellte Impfstoffe, die heute verwendet werden, anfällig sind auf Verunreinigungen wie lebende Bakterien oder Viren, kann dieses Problem mit chemischen Impfstoffen ausgeschlossen werden. Nina Geib versucht die komplexe Thematik zu erklären: «Leider war es bisher nicht möglich synthetische Moleküle als Impfstoffe zu verwenden, weil diese zu schwach immunogen sind. Hier setzen wir mit unserer 'Synthetic Virus-like Particle' Technologie an. Damit können wir sehr genau definierte synthetische Molekülansammlungen im Nanometerbereich herstellen. Diese molekularen Aggregate ahmen die Struktur und die chemische Zusammensetzung von Virushüllen nach und können so die gewünschte Immunantwort auslösen.» Zudem kann laut Virometix mit der neuen Methode auf Hilfsstoffe verzichtet werden, die zum Teil beim Patienten schwere Nebenreaktionen auslösen.

Auf ins Unternehmertum
Mit ihrer Forschungsidee sind die beiden Wissenschaftler ins Unternehmertum gestartet und haben kürzlich die Firma Virometix gegründet. Für Arin eine einmalige Chance und spannende Herausforderung: «Wir haben die Möglichkeit ein aus der angewandten Forschung hervorgehendes Projekt mit enormem Potential voranzubringen und von der ersten Stunde an dabei zu sein und so zu erfahren wie eine Firma entsteht und wächst.» Im Moment arbeiten die beiden mit Hochdruck an der Entwicklung von neuartigen Impfstoffkandidaten zur Behandlung von bakteriellen Infektionen und Krebs.

Business-Kompetenzen mit venturelab perfektionieren
Aber nicht nur wissenschaftliche Herausforderungen stehen an, sondern auch wirtschaftliche. Nina Geib: «Wir sind Wissenschaftler und überhaupt nicht bewandert in Bereichen wie Business Strategie, Finanzen oder Marketing. Obwohl wir bereits den venture plan absolviert haben, der uns schon sehr viel gebracht hat, müssen wir unsere Business-Kompetenzen weiter ausbauen und unser Geschäftsmodell noch perfektionieren.» Zu diesem Zweck haben sich die beiden bereits für das venture training angemeldet. Arin meint dazu: «Um das Potenzial von Virometix voll auszuschöpfen sind wir gerade in der Startup Phase auf das Know-how und die Unterstützung von Experten angewiesen, um unseren Businessplan zu optimieren. venture training gibt uns die Möglichkeit unsere Business-Kenntnisse weiter zu vertiefen ohne auf teure externe Coachings angewiesen zu sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, unser Netzwerk auszubauen und noch mehr Anregungen zu erhalten.»


Nina Geib und Arin Ghasparian von Virometix
Monday 26 October 2009, 06:28 AM  #     |  Comments [0]  |