# Wednesday, April 29, 2009



Apéro-Impressionen mit Roland Schwab beim Referat...






...und beim Netzwerken am apéro
Ein Roboter, der vollautomatisch Sporthallen putzt. Der mit wesentlich weniger Putzmittel für viel mehr Sicherheit und Hygiene sorgt als die heutige Wischerei. Und der nicht nur Personal spart, sondern einen effektiveren Einsatz der Leute ermöglicht, indem er den Abwarten eine langweilige, unbefriedigende Arbeit abnimmt. Das ist bald keine Utopie mehr: Das vom Startup Infrasport AG entwickelte Gerät steht kurz vor der Markteinführung.

Neun Jahre dauerte der Weg von der Idee bis zum marktreifen Produkt. Roland Schwab, Mitgründer und CEO der Infrasport AG in Reinach BL schilderte am venture apéro in Bern diesen «steinigen Weg zum Erfolg» - wobei steinig» bedeutet, dass man eben etwas weniger rasch vorankommt als auf der breiten Piste.

Von der Idee und dem Produkt...

Die Geschichte der Infrasport AG läuft auf zwei Schienen: Da sind einerseits die verschiedenen Stufen von er Idee zum patentierten Produkt. Hier war bei der Infrasport AG die Berner Fachhochschule in Burgdorf als technischer Partner involviert.

...zum erfolgreichen Unternehmen
Besonderen Wert legte Schwab auf den parallel erfolgten Aufbau des Unternehmens, auf Strategie, Identifikation des Marktes und besonders Kapitalbeschaffung – immerhin in zweistelliger Millionenhöhe. Noch Zukunftsmusik ist die Markteinführung. Hier deuten alle Zeichen auf eine erfolgreiche Première hin.

Die Vision leben
Die Klammer ums Ganze: «Sie müssen eine Vision haben, an diese Vision glauben und sie leben!» Diesen Schlüsselsatz aus seinem Referat illustrierte
Roland Schwab eine knappe Stunde lang mit seinem inneren Feuer und seinem Engagement selber auf eindrücklich überzeugende Art.

Der professionelle Businessplan
Sehr grosses Gewicht misst er dem Businessplan bei. «Investieren Sie etwas in den Businessplan und holen Sie professionelle Unterstützung», beschwor Schwab die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer. Konkret meinte er dabei die inhaltliche Hilfe, die er im Modul venture plan von venturelab erhalten hat (das neue Tool Business Navigator gab es damals noch nicht). Für den äusseren Feinschliff des entscheidenden Dokumentes zog die Infrasport AG dann auch Texter und Grafiker bei.

Die zwei P wie Personen und Präsentationen
Die zwei weiteren Schlüsselfaktoren auf dem Weg zum (Finazierungs-)Erfolg heissen für Roland Schwab:
Personen «Wählen sie Ihr Team mit aller Sorgfalt aus, suchen Sie Leute, die nötige Motivation, Ausbildung und Erfahrung mitbringen, die über ein Netzwerkverfügen und die bereit sind, ein Risiko einzugehen.
Präsentationen «Präsentieren Sie Ihre Geschäftsidee eindrücklich und knapp, so dass Sie dem Investor sofort einleuchtet. Alle zusätzlichen Information können die dann liefern, wenn er sich für das Projekt interessiert.» Um das zu erreichen, «haben Sie nur eine einzige Chance: die erste halbe oder ganze Stunde entscheidet!»

Wednesday 29 April 2009, 13:37 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, April 27, 2009

Er gehört zu den «Stammgästen» an unseren venture apéros – oder vielmehr zum Referentenstamm: Jörg Hilber von réalitéS research - leadership – management. Seine Themen drehen sich um verschiedene Aspekte der Kundenbeziehungen und des  Verkaufens – der besseren Kundenbeziehungen und des erfolgreicheren Verkaufens.



Bei seinem letzten Auftritt in St. Gallen ging es um den allerersten Schritt: Wie bekomme ich überhaupt den Schuh in die Türe? Was muss ich vorkehren, damit ich bei einem potenziellen Kunden garantiert zu einem Termin bei den richtigen Ansprechpartnern komme.

Ein Thema, dass offensichtlich unter der Fingern brennt: 170 Interessierte füllten das Auditorium im tebo in der Empa St. Gallen, sie hörten Hilber gespannt zu diskutierten engagiertm zuerst im Saal und dann im kleineren Kreis: Netzwerken gehört ja zu den zentralen Elementen der venture apéros.

Was Jörg Hilber gesagt hat? Das lässt sich nicht so einfach verbloggen. Aber am 8. Mai ist er wieder zu hören, diesmal am Spezialanlass an der GEWA Gewerbeausstellung in der  Bodensee-Arena von Kreuzlingen.

Monday 27 April 2009, 15:38 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Friday, April 24, 2009
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Public Affairs) sind elementare Bestandteile für den langfristigen Verkaufserfolg. Ganz besonders unbekannte Startups, die sich auf dem Markt positionieren und etablieren wollen, sollte sich vermehrt auf professionelle Techniken und Kommunikationsstrategien konzentrieren.

Am venture apéro in Winterthur erläuterte Klaus J. Stöhlker mit prägnanten Thesen und handfesten Tipps wie auch Jungunternehmen erfolgreicher durch bessere Kommunikation werden können. Wichtig sei es das verfügbare Budget für verschiedene Marketingziele zu investieren. Dieses Marketingkonzept soll dann auf verschiedenen Stufen basieren, von der Vermarktung der Dienstleistung bis zum gesellschaftlichen Auftrag in Form von Public Affairs. Die erste Stufe muss das investierte Kapital bereits innert zwölf Monaten wieder decken können.

Kommunikation verändere sich und unterliege dem sozialen Wandel. Aus Sicht des Referenten gibt es das Wort 'Krise' nicht. Krisenzeiten seien nur schnelle Veränderungen auf die man reagieren kann. Seine Formel K = S + E bedeutet, dass richtige Kommunikation viel Sachverstand und Energie fordert. Wer als Startup erfolgreich sein will, müsse täglich mindestens eine Stunde mehr arbeiten, authentisch bleiben und mit viel Energie die richtige Kommunikation finden.


Alle venture apéros auf einen Blick
Friday 24 April 2009, 16:33 PM  #     |  Comments [1]  | 
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Public Affairs) sind elementare Bestandteile für den langfristigen Verkaufserfolg. Ganz besonders unbekannte Startups, die sich auf dem Markt positionieren und etablieren wollen, sollte sich vermehrt auf professionelle Techniken und Strategien für die Kommunikation  konzentrieren.

Am venture apéro in Winterthur erläuterte Klaus J. Stöhlker mit prägnanten Thesen und handfesten Tipps wie auch Jungunternehmen erfolgreicher durch bessere Kommunikation werden können. Wichtig sei es das verfügbare Budget für verschiedene Marketingziele zu investieren. Dieses Marketingkonzept soll dann auf verschiedenen Stufen basieren, von der Vermarktung der Dienstleistung bis zum gesellschaftlichen Auftrag in Form von Public Affairs. Die erste Stufe muss das investierte Kapital bereits innert zwölf Monaten wieder decken können.

Kommunikation verändere sich und unterliege dem sozialen Wandel. Aus Sicht des Referenten gibt es das Wort 'Krise' nicht. Krisenzeiten seien nur schnelle Veränderungen auf die man reagieren kann. Seine Formel K = S + E bedeutet, dass richtige Kommunikation viel Sachverstand und Energie fordert. Wer als Startup erfolgreich sein will, müsse täglich mindestens eine Stunde mehr arbeiten, authentisch bleiben und mit viel Energie die richtige Kommunikation finden.


Alle venture apéros auf einen Blick
Friday 24 April 2009, 16:33 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, April 20, 2009

Koordiniiert das EEN für die Schweiz: Cédric Höllmüller
Enterprise Europe Network (EEN) bietet Startups und KMU Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Europa. Se müssen dafür allerdings «ein seriöses Interesse glaubhaft machen», sagt der Schweizer Projektkoordinator Cédric Höllmüller.

Das EEN ist eine Webplattform, die den technologischen und kommerziellen Kontakt fördern soll. Was ist daran originell oder auch nur neu?
Cédric Höllmüller:
Es gibt Vorläuferplattformen, an denen die Schweiz auch schon beteiligt war. Neu ist, dass die EU 2008 Aktivitäten fokussiert
und in einem neuen Netzwerk zusammengefasst hat. Das Prinzip heisst «no wrong doors»: Egal, wo ein Startup oder KMU anklopft, es wird an die richtige Stelle weitergeleitet.

Nun legen viele ihre Bedürfnisse nicht gerne auf offenen Datenbanken ab, auch wenn sie durchaus kooperieren wollen.
Cédric Höllmüller:
Beim EEN werden die Anfragen anonym gehandhabt. Die Kontakte laufen über uns und die Partner in den EU-Ländern. Diese Anonymität wird erst gelüftet, wenn der potenzielle Partner ein seriöses Interesse glaubhaft machen kann. Gleichzeitig organisieren wir so genannte «Brokerage Events», an denen sich die Partner auch physisch begegnen können.

Wie viele Mitarbeiter hat das EEN in der Schweiz für dieses doch recht aufwendige Verfahren?
Cédric Höllmüller:
Wir haben drei Anlaufstellen: Die EPFL Lausanne für die Westschweiz, die Osec fürs Business und Euresearch für Technologieprojekte. Gesamthaft sind sechs Mitarbeiter für das EEN aktiv. In Europa finanziert die EU das EEN, bei uns sind es verschiedene Organisationen der öffentlichen Hand. Wichtig is: Für Startups und KMU ist der Service gratis.

Das EEN ist in der Schweiz seit Anfang Jahr offiziell aufgeschaltet. Welche konkreten Resultate erwarten Sie für das laufende Jahr?
Cédric Höllmüller:
Bereits erreichen uns täglich rund 15 Anfragen. Wir machen und aber auch keine Illusionen machen: Daraus werden nicht schon morgen transnationale Kooperationsverträge. Wir reden hier von einem «People’s Business». Das heisst: Das Vertrauen zwischen den Firmen muss wachsen.

Monday 20 April 2009, 01:41 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, April 08, 2009

Business Navigator: einfach, schnell, professionell
Ein Businessplan, der genau so aussieht, wie ihn sich Banken und Geldgeber wünschen? Und der als Führungsinstrument zum Unternehmenserfolg führt? Das bietet der Business Navigator, das neue Tool des Instituts für Jungunternehmen.

Hinter dem Business Navigator stehen die mehr als 20 Jahre Erfahrung des IFJ Institut für Jungunternehmen. Diese sind zu einer einzigartigen Software verdichtet worden.

Alle relevanten Themen aus dem Leben eines Unternehmens
Der Business Navigator berücksichtigt alle unternehmerisch relevanten Zahlen und unterstützt Jungunternehmer, Jungunternehmerinnen und KMU ganz allgemein bei der Erstellung ihrer Businesspläne einfach, schnell und professionell. Wer seine Daten eingibt, erhält einen perfekt formatierten Businessplan, unabhängig von der Branche und der aktuellen Situation des Unternehmens.

Verständliche Einführung mit einer Webtour
Eine Webtour führt auf klar verständliche Weise in den Business Navigator ein. Zudem lassen sich Beispiele zu verschiedene Unternehmenssituationen – Start in die Selbständigkeit, Kleinunternehmen, Startups und Spinoffs, etablierte KMU – downloaden.

Mit dem Business Navigator in den Unternehmenserfolg investieren
Die Investition in den Business Navigator beträgt für ein Jahr CHF 298 – es ist eine Investition in einen wirklich überzeugenden Businessplan, der trockene Zahlen in spannende Zusammenhänge stellt und mit wenig Aufwand neue Perspektiven eröffnet. Startups und KMU bringt der Business Navigator ihrem Unternehmenserfolg ein grosses Stück näher – einfach, schnell und professionell.

Wednesday 08 April 2009, 16:58 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Tuesday, April 07, 2009

Winner von venturelab: Gery Colombo (Hocoma)


Alain Rollier (AXSionixs) und Dominik Tarolli (Procedural)

Pierre Bureau (Arimaz) und Gilles Florey (Key Lemon)

Dominik Grolimund/Luzius Meissner (wuala) und Matteo Leonardi/Sacha Cerboni (Sensimed)

David Weill (Primequal) und das Team von Epithelix
Sie stehen fest, die 100 Besten Europas von der RedHerring-Liste. 14 von 100 stammen aus der Schweiz – so viele wie aus keinem andern Land: Brust heraus Wir sind Europameister. Und, wie schon bei andern grossen Wettbewerben: 9 der 14 Ausgezeichneten haben einen venturelab-Background.

Von der «Lovestory» zwischen den Schweizer IT-Startups und der Bestenliste von RedHerring für Europa war hier die Rede, als es nicht weniger als 28 CH-Firmen in die 200 Finalisten geschafft haben.

Und nun das Happy-End
Nun können wir das Happy End nachliefern: 14 stehen auf der Liste der 100 Gewinner! 9 waren es vor einem Jahr, und damals schrieben wir: «Unter den Ländern steht die Schweiz bereits im 4. Rang direkt hinter den Spitzenreitern UK und Deutschland.»

Europameister - ohne statistische Umwege
Auch das hat sich geändert: Die Schweiz ist dieses Jahr Spitzenreiter, Europameister also – und das ohne Umweg über die proportionale Präsenz. Hinter der Schweiz folgen dieses Jahr Deutschland, Schweden und Israel mit je 13 Nennungen, UK und Frankreich (9), Norwegen, Dänemark (5), Holland (4) und Finnland (3), elf weitere Länder sind je einmal in der Liste vertreten.

venturelab wie UK und Frankreich...
Und nun zum Who-is-who unserer IT-Elite: Arimaz, AXSionics, Epithelix, Hocoma, KeyLemon, Primequal, Procedural, Sensimed und Wuala – die 9, die ihr erfolgreiches Geschäftsmodell und zumindest einen substantiellen Teil ihres unternehmerischen Know-hows in den Trainingsmodulen von venturelab geholt haben. Ein etwas gewagtes Zahlenspiel: venturelab allein hat es auf gleich viele Nennungen gebracht wie Grossbritannien und Frankreich! Ads-Click, Beverage Metrics, me2me, semantic system und Sobees sind die andern 5.

Auf zum Global-Award!
Die nächste Runde ist nun der RedHerring Global Award, für den die Kontinentalsieger automatisch qualifiziert sind: Fortsetzung folgt mit Garantie!


Tuesday 07 April 2009, 23:27 PM  #     |  Comments [3]  | 

Neukundengewinnung über Internet mit Google Adwords ist bekannt, berühmt und auch schon vielfach genutzt. Leider blicken nicht alle Anwender voll durch, die Abläufe sind komplex. Deshalb hat Lukas Stuber von Angelink Yourposition auch für sehr grossen Andrang am Venture Apéro in Zürich gesorgt. Trotz Unternehmerpreis-Vergabe war der Raum Fortran überfüllt, 128 Personen zwängten sich auf Stühle und leere Flächen.

Eine Kernaussage von Lukas Stuber war aber diese:

"Google Adwords Kampagnen funktionieren sowieso!"

Das heisst natürlich nicht, dass es nicht doch noch einfache Möglichkeiten gibt, die Ausgaben zu steuern und mit vielen anschaulichen Beispielen zeigte der Redner auf, wie man mit einfachen Massnahmen optimieren kann.

Wichtige Faktoren dabei sind die Einstellungen bei der Anmeldung und bei den Keywords, denn mit wenigen Worten wird nicht mehr Werbung erielt, sondern weniger. Mit mehr Budget wird nicht automatisch mehr Trafic erzielt, sondern nur bedingt wirklich ein Ergebnis erzielt. Wichtiger sind da die Einstellungen betreffend Leistungsbericht mit Suchanfragen und Optimierungen mit Keywords, denn diese zeigen dann auch, wie nahe am Ergebnis man die Kampagne gebucht hat.

Wo die Massnahmen greifen und wo nicht, sieht man mit den vorhandenen Analyse-Tools wie etwa Google-Analytics sehr genau. Allerdings gibt es auch hier noch viele Fallen, wo man nicht wirklich sieht, weshalb man nun Geld für Klicks zahlt, die nichts mit dem eigenen Angebot zu tun haben.

Faszinierend waren auch Einblicke in die Kosten, denn einzelne Keywords mit gezielten Klicks darauf kosteten 2.81 Franken pro Klick, andere nicht gebuchte Keywords konnten hingegen auf einmal mit 28.50 Franken pro Klick zu Buche schlagen.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Vortrag hat sich das Team schon entschieden, baldmöglichst einen neuen Vortrag zu diesem Thema zu organisieren. Fortsetzung folgt...

Alle venture apéros auf einen Blick

Tuesday 07 April 2009, 11:25 AM  #     |  Comments [2]  | 
# Monday, April 06, 2009



apéro-Première in Obwalden: Gastgeber und Wirtschaftsförderer Knut Hackbarth, Referent Carl Elsener (mit Firmengründer Karl) vor dem zahlrechen und aufmerksamen Publikum...

...und beim anschliessenden apéro-Netzwerken

Die Marke des 1884 gegründeten Familienunternehmens gehört zu den weltweit bekanntesten Repräsentanten der Swissness: Victorinox. Am venture apéro in Alpnach – dem allerersten in Obwalden – zeigte Carl Elsener, heutiger Chef und Urenkel des Gründers, dass Victorinox inzwischen eine komplette Markenwelt bietet, wie sie besser gar nicht ins Zeitalter des Branding passen könnte.

Am Anfang war das Militärmesser, dem Victoria, die Ehefrau von Firmengründer Karl Elsener, in Kombination mit Innox, dem rostfreien Klingenstahl, den eingängigen Namen gegeben hat.

Die Shops der US-Army
Der internationale Durchbruch begann dann nach dem zweiten Weltkrieg zuerst über die PX-Shops der US-Army. Aus dieser Zeit stammen der Begriff «Swiss Army Knife» - und die Tatsache, dass Victorinox als Marke im Ausland früher bekannt geworden ist.

Produktion, Marketing und Marke
Am venture apéro im neuen Innovations- und Dienstleistungszentrum IMD in Alpnach gab der heutige Firmenchef Carl Elsener eine zusätzliche Erklärung für diesen Umstand: «In der Schweiz waren wir sehr lange vor allem die Produzenten, im Ausland standen Vertrieb, Marketing und damit auch die Marke im Vordergrund.» Den Vertrieb kontrolliert Victorinox weitgehend, seit das Schwyzer Unternehmen den Partner in den USA übernommen und dekotiert hat.

Ein paar Jahrzahlen im Zeitraffer
beleuchten den Aufstieg vom der Messerschmiede zur modischen Marke im letzten Jahrzehnt: Nach dem kontinuierlichen Aufstieg seit 1945 erfolgte

1989 die Diversifizierung mit Uhren (auf Grund einer Anfrage aus den USA), die nach vier Jahren bereits 40 Mio CHF Umsatz verzeichnete.
1992 eröffnete Victorinox eigene Shops – zuerst in Japan.
1999 kam die Gepäcklinie (zusammen mit einem Top-Qualitätspartner) dazu.
2000 wurde eine Familienstiftung gegründet, der das Unternehmen zu 90 Prozent gehört und die die Nachfolge sichert. «Die Familie hat das Unternehmen nie als Eigentum im engen Sinn betrachtet. Mit der Stiftung wurde dieser Gedanke auch strukturell festgeschrieben», sagt Carl Elsener dazu.
2001 kam die Kleiderlinie dazu, gleichzeitig wurde die Strategie der eigenen Shops als Schutz gegen Kopien ausgebaut.
2002: Der US-Vertriebspartner wird übernommen und gleichzeitig dekotiert.
2005 geht der wichtigste CH-Konkurrent Wenger an Vitcorinox. Die Initiative dazu ging von Kanton Jura aus. Ein Geschäft mit einem guten Beigeschmack: Wenger erweiterte das Sortiment um eine Parfumlinie.
2009 feiert Victorinox nicht nur den 125. Jahrestag der Gründung. Als besondere Verpflichtung betrachtet es Elsener, «dass es in dieser ganzen Zeit nie eine Entlassung aus wirtschaftlichen Gründen gegeben hat».
2009 wird auch der erste Vicorinox Flagship-Store in der Schweiz eröffnet werden - in Genf.

Wo der Umsatz herkommt
Nun machen Jahrzahlen allein keine Erfolgsstory. 485 Millionen Umsatz erzielte Victorinox letztes Jahr. Dazu trug der Heimmarkt 20 Prozent bei, die Sackmesser (6 Millionen im Jahr) machen weltweit 40 Prozent aus, 15 Prozent stammen von Profi-Messern für die Gastronomie, wo Victorinox im Weltmarkt führend ist. Immerhin 25 Prozent entfallen auf die Uhren, 10 aufs Gepäck und je 5 auf Kleider (werden in der CH nicht angeboten) und das Parfum.

«Wir investieren antizyklisch in Innovationen»

Ebenfalls ein zentrales Stichwort in der Unternehmensphilosophie: Innovation. Am venture apéro in Alpnach erwähnte Elsener dabei weniger die Produkte als ein Beispiel aus den Produktionsprozessen: Allein aus der Abwärme des Kühlwassers werden neben der Fabrik in Ibach 120 Wohnungen beheizt, was Victorinox schon wichtige Umweltpreise eingetragen hat. Ebenfalls aktuell ist die bewusst antizyklische Strategie: «In schwierigen Zeiten investieren wir besonders aktiv in die Innovation.» Jetzt zum Beispiel.



Monday 06 April 2009, 21:08 PM  #     |  Comments [2]  | 
# Sunday, April 05, 2009


Sie sind Pearltec: Patrizia Fischer und «Versuchskaninichen» Thomas Müller
Qualitativ bessere Aufnahmen bei Aufnahmen im Computer- oder Magnetresonanztomo-
graphen – und das in kürzerer Zeit erst noch mit Komfort für die Patienten: Mit dieser Geschäftsidee wird Pearltec AG von der Stiftung venture kick mit 130'000 Franken unterstützt. Das ETH-Spin-off von Patrizia Fischer und Thomas Müller hat die Jury auch in der dritten Runde überzeugt.


«Technisch haben wir die Sache im Griff – jetzt müssen wir noch die Ärzte überzeugen», sagten Patrizia Fischer und Thomas Müller vor kurzem in
einem Artikel von ETH Life. Und: «Dank dem Beitrag von venture kick kommen wir damit wesentlich rascher voran», freut sich Patrizia Fischer.

Schritte in Richtung Markt
Bereits im kommenden Sommer sind weitere klinische Studien in Spitälern geplant. Um die Entwicklung der Prototypen voranzutreiben braucht Pearltec einen zusätzlichen Ingenieur, und wissenschaftliche Publikationen soll den Markteintritt begleiten. Dieser soll schon bald erfolgen: «Noch dieses Jahr rechnen wir mit den ersten Verkäufen», ist CEO Fischer überzeugt.

International patentiert
Die junge Unternehmerin hat das Prinzip des Geräts im Rahmen einer Studentenarbeit am Institut für Biomechanik der ETH Zürich entwickelt. Das Ziel: Körperteile bequem und über längere Zeit so zu fixieren, dass die Bildqualität steigt und die Wiederholungsrate aufgrund von Patientenbewegungen sinkt. Zusätzlich soll die Arbeit mit dem Scanner vereinfacht werden. Die Lösung ist eine röntgentransparente, mit Styroporkügelchen gefüllte Hülle. Mit Luftdruck wird der Körperteil dann fixiert. Das Fixierungsgerät passt sich in der Form dem Körper der Patienten an. Das empfinden diese als sehr angenehm, was viele Tester bestätigen. Mit Unterstützung der Technologietransferstelle ETH Transfer hat Pearltec diese Technik international zum Patent angemeldet.

Mit venture leaders in Boston
Ihr unternehmerisches Rüstzeug hat sich Patrizia Fischer in der Aufbauphase bei venturelab, dem Trainingsprogramm der KTI, geholt: Sie gehörte als Gewinner von venture leaders letztes Jahr zu den 20 Mitgliedern der Schweizer Startup-Nationalmannschaft und hat am Intensiv-Workshop in Boston teilgenommen, nachdem sie bereits die Module venture plan und venture training absolviert hatte.

Willkommener Beschleuniger
Parallel zur Förderung durch venture kick läuft die Suche nach Investoren. Auch hier ist die Auszeichnung durch venture kick ein willkommener Beschleuniger und Türöffner. Auch wenn der Weg vom Projekt zum marktreifen Produkt für ein medizintechnisches Gerät deutlich weniger kompliziert und aufwendig ist als bei einem Medikament – teuer ist er ebenfalls.

Zum 9. Mal 130'000 Franken
Pearltec ist bereits das neunte Startup, das von venture kick mit dem ganzen Betrag von 130'000 Franken unterstützt wird. Die einzige Bedingung, die an dieses Startkapital geknüpft ist: Das Unternehmen muss innerhalb des Qualifikationsverfahrens gegründet werden. Jeden Monat werden acht Bewerber vor eine Expertenjury geladen. Die bessere Hälfte wird mit je 10 000 Franken gefördert und qualifiziert sich für die 2. Stufe. Bei ihr geht es um 20 000 Franken. Spätestens nach neun Monaten präsentieren sich die Besten in der Stufe 3 (weitere 100 000 Franken).

venture kicks für über zwei Millionen
Seit der Lancierung im September 2007 hat venture kick 61 Startups mit insgesamt über zwei Millionen Franken unterstützt. Hinter der Initiative privater Geldgeber stehen die GEBERT RÜF Stiftung, die ERNST GÖHNER Stiftung und die OPO-Stiftung.
Sunday 05 April 2009, 22:45 PM  #     |  Comments [3]  | 
# Friday, April 03, 2009
venture leaders, venture kick, Venture 2008 und nun der ZKB Pionierpreis Technopark 2009: Optotune, das ETH-Spin-off von Manuel Aschwanden, Mark Blum und David Niederer ist auf Erfolgskurs.


Die strahlenden Gründer Mark Blum, David Niederer und Manuel Aschwanden (von links) nehmen von ZKB-Präsidiumsmitglied Martin Zollinger Check, Urkunde und Bouquet in Empfang

Am Rednerpult:




Karen Ariane Schweg von der Stiftung Technopark, Speedel-Gründerin Alice Huxlexy, Martin Zollinger aus der Chefetage der Preisstifterin ZKB - und ein zahlreiches, aufmerksames Publikum



Der Entwickler und sein Produkt


War ebenfalls in der engsten Auswahl: Christian Vögeli, von und mit Dybuster


ETH-Transfer und Optotune bzw. Silvio Bonaccio und Peter Vonesch
Herbert Bay zeigt Anita Martinez (Standortförderung Kanton Zürich) was das Handy dank seiner Kooaba-Technologie alles kann



Belohnt wird damit das Projekt mit den optischen Linsen, die dem menschlichen Auge nachempfunden sind. Nach dem Gewinn bei venture leaders (Mark Blum), den 130'000 Franken von venture kick und dem ersten Rang bei Venture 2008 ist das bereits die vierte grosse Auszeichnung.

An das Neuartige glauben
Pionier sein heisse daran zu glauben, dass etwas Neues möglich und machbar ist, sagte Jurypräsident Thomas von Waldkirch – und genau das haben Manuel Aschwanden und David Niederer getan, als sie für die Entwicklung neuartiger optischer Linsen nicht auf ein flüssiges Material, sondern als erste auf elektroaktive Polymere setzten.

«Künstliche Muskeln» dank elektrischer Spannung
Bei diesen ist es möglich, wie im menschlichen Auge die Schärfeneinstellung durch Verdickung oder Abflachung einer einzigen Linse zu erreichen. Die elektroaktiven Polymere sorgen als «künstliche Muskeln» durch das Anlegen elektrischer Spannung für die stufenlose Verformung.

Viele Anwendungen sind möglich

Objektive mit EAP-Technologie können im Vergleich zu herkömmlichen optischen Linsen sehr kompakt und preisgünstig hergestellt werden und sind in sehr vielen Bereichen – Messgeräte, Kameras, Medizin, praktisch überall, wo optische Systeme vorkommen – einsetzbar.

Ein echtes optisches Zoom fürs Handy

Optotune konzentriert sich zur Zeit jedoch auf den kommerziell besonders interessanten Handy-Markt. Dank den neuartigen Linsen ist es erstmals möglich, flache Handys mit einem echten optischen Zoom auszustatten. Erste Modelle sollen 2011 auf dem Markt kommen. Dabei arbeitet das ETH-Spin-off mit Partnern zusammen: «Auch wenn auf dem Endprodukt nicht unbedingt unser Name steht – die Technologie von Optotune wir die Welt umrunden», ist Manuel Aschwanden überzeugt.

Vor einem guten Jahr gegründet
Optotune wurde im Februar 2008 als ETH-Spinoff gegründet. Zum Gründungsteam gehören Elektroingenieur und CEO Manuel Aschwanden, der Maschinenbauer David Niederer, der Betriebswirtschafter Mark Blum und der Finanzfachmann Peter Vonesch, Mitglied des Verwaltungsrates.

Strategische Partnerschaft für die erste Anwendung
Eine strategische Partnerschaft mit einem Zulieferer der Handy-Industrie finanziert die erste Phase des Produktionsaufbaus. Optotune forscht an der Weiterentwicklung der EAP-Technologie für weitere Anwendungsgebiete. Das Unternehmen beschäftigtt zur Zeit 13 Personen. Bis in in fünf Jahren will Optotune mit zirka 40 Personen am Standort Schweiz Gewinne erwirtschaften.

Weitere venturelab-Firmen in der engsten Auswahl
Neben Optotune standen mit Dybuster und FemtoTools zwei weitere Spin-Offs in der engsten Auswahl «zwischen den allerbesten Äpfeln und den allerbesten Birnen», wie sich Thomas von Waldkirch ausdrückte. Auch sie haben ihren venturelab-Hintergrund: Christian Vögeli (Dybuster) war wie Mark Blum letztes Jahr bei venture leaders dabei, Zoltan Nagy (FemTools) wird es dieses Jahr sein. Das ist schon fast Tradition: Und auch die Preisträger der beiden letzten Jahre, NeMo Device und Arktis Radiation Detector, haben  sich ihr unternehmerisches Rüstzeug bei venturelab geholt.

Ein Pi-Preis für Pi-Pioniere
Der Name «Pionierpreis» bringt zwei Qualitäten zum Ausdruck: den Pioniergeist von Startups, die ein Projekt zur Marktreife entwickeln, und das mathematische Zeichen Pi (3.141592), das ganz allgemein Wissenschaft und Technik symbolisiert und für die Quadratur des Zirkels in der Antike steht. Die Preissumme beträgt denn auch 98'696.04 Franken - das entspricht 10’000 x Pi Quadrat. Der Preis wurde bereits zum 19. Mal verliehen.


Preisträgerin vor einem Jahr (Emanuela Keller NemoDevice im Gespräch mit Martin Zollinger) und vor zwei Jahren (Rico Chandra von Artis Radiation detector mit Corina Schütt von ETH transfer)

Friday 03 April 2009, 22:13 PM  #     |  Comments [1]  | 
# Wednesday, April 01, 2009
Besonderes in Branchen wie neue Kommunikationstechnologien oder Pharma heisst das Szenario häufig: Gründen, aufbauen - und im Wachstum erfolgreich verkaufen - der so genannte Exit. Aber wie wird ein Unternehmen für potentielle Käufer attraktiv? Lässt sich der Exit systematisch planen oder ist er einfach ein Glücksfall?

Am venture apéro in Winterthur erläuterte Marc P. Bernegger aus erster Hand den Weg seines Schweizer Startups usgang.ch von der Gründung bis zum Verkauf. Zentrale Erfolgsfaktoren sind unter anderem das Team, das Geschäftsmodell und die Freude an der Arbeit.



Alle venture apéros auf einen Blick
Wednesday 01 April 2009, 11:15 AM  #     |  Comments [0]  |