# Friday, October 30, 2009

Mit der neuen Ausgabe von gründen 2.0 erhalten alle angehenden Unternehmer und Unternehmerinnen einen aktuellen Ratgeber für die Phase der Unternehmensgründung. Der Leitfaden mit Hintergrundartikeln, Checklisten und einer Fülle von Adressen ist ab sofort online erhältlich.

Pünktlich zur Startmesse, die gestern im Kongresshaus in Zürich stattgefunden hat, erschien mit gründen 2.0 die zweite Ausgabe des Ratgebers für Unternehmensgründer und –gründerinnen. Mehr als 60 Organisationen, darunter auch das IFJ haben zur Realisierung beigetragen. Hier drei ausgewählte Artikel in aller Kürze.

Wer Unternehmer ist, will es bleiben
Die Arbeitszufriedenheit in der Selbständigkeit ist ausserordentlich hoch, das zeigt eine Umfrage des IFJ Institut für Jungunternehmen. 94 Prozent würden den Schritt in die Selbständigkeit wieder wagen. Und das, obwohl das Unternehmertum nicht die optimalsten Arbeitsbedingungen mit sich bringt: weniger Ferien, kein gesichertes Einkommen und lange Arbeitstage. Aber trotzdem – wer mal Unternehmer ist, will es bleiben. Beat Schillig vom IFJ schreibt: «Ich kenne niemanden, der nach einer erfolgreichen Unternehmerkarriere als Angestellter wieder glücklich wurde. Das Unternehmertum verändert einem und dabei gilt es gleich mit einem alten Vorurteil zu brechen: Als Unternehmer wird man nicht geboren, sondern man wird Unternehmer als Resultat eines Lernprozesses, der übrigens nie abgeschlossen ist.»

Erfolgsstory Pearltec
Zu Beginn wollte Patrizia Fischer nur einem Forscher das Leben erleichtern, schreibt Stefan Kyora vom Journalistenbüro Niedermann zur Entstehungsgeschichte von Pearltec. Thomas Müller untersuchte an der ETH Zürich rheumatoide Arthritis mit Hilfe von Computertomographien. Dabei suchte er nach einem einfachen Verfahren, dass die Patienten davon abhalten sollte sich zu bewegen. Patrizia Fischer konnte ihm genau das entwickeln. Ihre Idee einer Fixierungshilfe war denkbar simpel: Mit einfachen Bestandteilen wie Styroporkügelchen, einem Ballon und etwas Stoff gelang es ihr ein Produkt zu schaffen, welches laut den begeisterten Professoren gleich mit einem Patent geschützt werden musste. In verschiedenen Kursen von venturelab holte sich dann die junge Forscherin das Wissen, um ihre neu gegründete Firma auf Erfolgskurs zu bringen.

Geschäftsideen brauchen einen sicheren Schutz
Das geistige Eigentum ist nach Professor Müller von der Patentabteilung des IGE (eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum) oftmals der wertvollste Besitz eines Hightech-Startups. Dieser immaterielle Besitz muss vor der Konkurrenz geschützt werden. Dazu stehen rechtliche, aber auch rein strategische Mittel wie zum Beispiel die Geheimhaltung zur Verfügung. Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung, schliessen sich aber gegenseitig aus, da beispielsweise alle Patentschriften für Erfindungen veröffentlicht werden.

Jetzt herunterladen
«Gluschtig gmacht?» Der gesamte Leitfaden kann ab sofort unter http://www.gruenden.ch heruntergeladen werden oder bei allen beteiligten Partnern kostenlos bezogen werden.

Friday 30 October 2009, 07:48 AM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, October 26, 2009
Mit einer Technologie, die auf einer rein chemischen Herstellung beruht, will Virometix, ein Spin-off der Uni Zürich, eine neue Generation von sicheren und effizienten Impfstoffen entwickeln. Das unternehmerische Know-how holten sich die Gründer in den Kursen von venturelab.

Pandemien wie die Schweinegrippe machen das Thema Impfung und die Entwicklung von Impfstoffen aktueller denn je. Jetzt ist es Nina Geib und Arin Ghasparian gelungen, synthetische Impfstoffe herzustellen, die eine Reihe von grossen Vorteilen mit sich bringen.

Die Gefahr von Verunreinigungen auschliessen
Während biotechnologisch hergestellte Impfstoffe, die heute verwendet werden, anfällig sind auf Verunreinigungen wie lebende Bakterien oder Viren, kann dieses Problem mit chemischen Impfstoffen ausgeschlossen werden. Nina Geib versucht die komplexe Thematik zu erklären: «Leider war es bisher nicht möglich synthetische Moleküle als Impfstoffe zu verwenden, weil diese zu schwach immunogen sind. Hier setzen wir mit unserer 'Synthetic Virus-like Particle' Technologie an. Damit können wir sehr genau definierte synthetische Molekülansammlungen im Nanometerbereich herstellen. Diese molekularen Aggregate ahmen die Struktur und die chemische Zusammensetzung von Virushüllen nach und können so die gewünschte Immunantwort auslösen.» Zudem kann laut Virometix mit der neuen Methode auf Hilfsstoffe verzichtet werden, die zum Teil beim Patienten schwere Nebenreaktionen auslösen.

Auf ins Unternehmertum
Mit ihrer Forschungsidee sind die beiden Wissenschaftler ins Unternehmertum gestartet und haben kürzlich die Firma Virometix gegründet. Für Arin eine einmalige Chance und spannende Herausforderung: «Wir haben die Möglichkeit ein aus der angewandten Forschung hervorgehendes Projekt mit enormem Potential voranzubringen und von der ersten Stunde an dabei zu sein und so zu erfahren wie eine Firma entsteht und wächst.» Im Moment arbeiten die beiden mit Hochdruck an der Entwicklung von neuartigen Impfstoffkandidaten zur Behandlung von bakteriellen Infektionen und Krebs.

Business-Kompetenzen mit venturelab perfektionieren
Aber nicht nur wissenschaftliche Herausforderungen stehen an, sondern auch wirtschaftliche. Nina Geib: «Wir sind Wissenschaftler und überhaupt nicht bewandert in Bereichen wie Business Strategie, Finanzen oder Marketing. Obwohl wir bereits den venture plan absolviert haben, der uns schon sehr viel gebracht hat, müssen wir unsere Business-Kompetenzen weiter ausbauen und unser Geschäftsmodell noch perfektionieren.» Zu diesem Zweck haben sich die beiden bereits für das venture training angemeldet. Arin meint dazu: «Um das Potenzial von Virometix voll auszuschöpfen sind wir gerade in der Startup Phase auf das Know-how und die Unterstützung von Experten angewiesen, um unseren Businessplan zu optimieren. venture training gibt uns die Möglichkeit unsere Business-Kenntnisse weiter zu vertiefen ohne auf teure externe Coachings angewiesen zu sein. Darüber hinaus erhoffen wir uns, unser Netzwerk auszubauen und noch mehr Anregungen zu erhalten.»


Nina Geib und Arin Ghasparian von Virometix
Monday 26 October 2009, 06:28 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, October 21, 2009
StreamForge hat eine neue Technologie zur Übertragung von Audio- und Videoinhalten über das Internet entwickelt. Dabei setzen die Gründer auf das peer-to-peer Prinzip, um damit die Übertragung von Live-Events an grosse Benutzergruppen effizienter zu gestalten. Für die innovative Geschäftsidee und deren Umsetzung erhält das Startup von venture kick 130‘000 Franken.

Bei traditionellen Streaming-Lösungen bauen die Zuschauer eine einzige Verbindung zum Server auf. Kommt es bei der Verbindung zu Problemen, kann die Übertragung stocken oder abreissen. Nicht so mit StreamForge: Die Nutzer laden nicht mehr den ganzen Videostream von einem Server herunter, sondern nur noch Teile davon.

Weniger Verbindungsstörungen für die Zuschauer
Diese Teile werden automatisch mit anderen Zuschauern getauscht, so dass alle wieder das ganze Bild erhalten. Dadurch werden die Nutzer wie zu kleinen Servern, die einander Teile des Videostreams zuschicken. Damit die Rechner oder die Internetverbindung der einzelnen Zuschauer durch das System nicht verlangsamen, überwacht StreamForge konstant die zur Verfügung stehenden Ressourcen und verwendet nur einen Teil der ansonsten brachliegenden Bandbreite. Mit der neuen Technologie entstehen gemäss Pascal von Rickenbach, Mitgründer von StreamForge, Vorteile für alle Parteien. «Die Zuschauer sind weniger von Verbindungsstörungen betroffen und erhalten dadurch stabilere Videos. Die Netzbetreiber benötigen weniger Server-Infrastruktur und die Anbieter profitieren von reduzierten Kosten für die Verbreitung ihrer Inhalte.»

Rasant durchgestartet
Hinter StreamForge stehen die drei ETH-Doktoranden Remo Meier, Pascal von Rickenbach und Nicolas Burri. «Die Idee, eine eigene Firma zu gründen, kam uns im Oktober 2009, als wir zu dritt diskutierten, was wir nach unserer Dissertation an der ETH Zürich machen könnten. Remos Dissertationsthema ‚Peer-gestütztes Streaming‘ inspirierte uns. Wir sahen, dass in dem immer stärker sichtbar werdenden Skalierbarkeitsproblem des Internets und der Übertragung von Multimediadaten im Netz ein grosses Potenzial steckt», erzählt von Rickenbach. Das Geschäftsmodell für ihre Idee entwickelten die Firmengründer unter anderem in den Workshops des nationalen Trainingsprogramms von venturelab. Bei venture kick bewarben sie sich im Frühjahr 09, worauf nach der ersten erfolgreich bestandenen Runde die Gründung von StreamForge GmbH folgte. Das Geld von venture kick setzt das Team für die Kundenakquisition und die Realisation von Video Showcases ein.



Das Team von StreamForge: Nicolas Burri, Remo Meier und
Pascal von Rickenbach (von links nach rechts)
Wednesday 21 October 2009, 08:34 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, October 20, 2009
Aiducation International unterstützt mittels Stipendien begabte Schülerinnen und Schüler in Kenia. Für das erfolgsversprechende System erhält das Startup 130‘000 Franken von der privaten Förderinitiative venture kick. Damit unterstützt venture kick zum ersten Mal eine NPO auf ihrem Weg zum Erfolg. Die Initiative hat seit Gründung 2007 mehr als drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet und damit über 300 Arbeitsplätze geschaffen.

Die geförderten Startups der letzten venture kick Runde stammen zwar beide aus der ETH Zürich, könnten aber nicht unterschiedlicher sein: Während StreamForge, ein typisches Spin-off, eine neue Technologie zur Übertragung von Audio und Videoinhalten entwickelt hat, unterstützt Aiducation International mittels Stipendien begabte Schülerinnen und Schüler in Entwicklungsländern.

Aiducation International – Unterstützung, die überzeugt
Die Geschäftsidee von Aiducation ist simpel und stützt sich auf der Überzeugung, dass Bildung der wichtigste Faktor in der persönlichen Entwicklung eines Menschen ist und nur so die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes positiv verändert werden kann. Dementsprechend wählt Aiducation nach dem Motto ‚Leistungsprinzip statt Giesskanne‘ in einem dreistufigen Verfahren leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus und sucht für sie Stipendien. Die Stifter, sogenannte AiduMaker, können ihre Stipendiaten anhand der Bewerbungen auswählen und erhalten auf Wunsch die Zeugnisse und Zwischenberichte von ihnen. Das gespendete Geld wird fast zu 100% - möglich dank Preisgeldern und Partnerschaften - ausschliesslich zur Tilgung der Schulgebühren direkt an die Schule überwiesen.

Rasant durchgestartet: bereits mehr als 90 Stipendien vergeben
Der Fokus der Aktivitäten liegt zurzeit auf Kenia. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Idee des Startups während einer Reise durch das Land geboren wurde. Mitgründer Florian Kowalke: «Wir haben immer wieder die Leute gefragt, was man machen muss, um ihr Land vorwärts zu bringen. Die eine Hälfte meinte, das Problem sei die Gesundheit, die andere die fehlende Bildung. Mit engagierten Personen vor Ort, mit denen wir übrigens tagtäglich in Kontakt stehen, haben wir dann die Idee von Aiducation entwickelt.» Das System kommt an. Seit Eingabe des Projekts bei venture kick im Frühjahr 09 konnten über 70 Stipendien vergeben werden. «Bis Ende Jahr werden es über 100 sein. Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet, wir haben mit dieser Anzahl unsere eigenen Erwartungen übertroffen», meint Florian Kowalke. Auf diesem Weg zum Erfolg hat venture kick das Startup aktiv unterstützt: zum einen mit einem Startkapital von 130‘000 Franken, zum Anderen mit Tipps und Tricks von erfahrenen Unternehmern aus der Praxis. «venture kick war für uns ein wichtiger Katalysator. Erst da haben wir so richtig angefangen, strategisch zu arbeiten.» Das erhaltene Geld setzt Aiducation für weitere Marketingmassnahmen sowie die Gründung von neuen Sektionen ein. Unterdessen ist die NPO bereits in der Schweiz, Deutschland, England, Singapur und Kenia aktiv und beschäftigt über 50 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

venture kick: über drei Millionen Franken ausgeschüttet
Von der Finanzspritze haben unterdessen 93 Projektteams aus den unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen Sportgeräteentwicklung. Eine laufende Umfrage unter den geförderten Startups zeigt, dass die Initiative weit mehr als nur den Startschuss für neue Firmengründungen setzt. Bis anhin wurden weit mehr als 300 Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Die Daten aus der laufenden Umfrage zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick Franken rund 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt wurden. Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen Franken.


Florian Kowalke und Kristin Kapitza
mit dem Team von Aiducation International
Tuesday 20 October 2009, 09:54 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, October 19, 2009
Am jährlichen Swiss ICT Award werden schweizerische ICT-Unternehmen, die herausragende Leistungen erbracht haben, ausgezeichnet. In der Kategorie Newcomer sind Wuala, Poken und Amazee nominiert, alles ehemalige venturelab-Absolventen.

Der Swiss ICT Award ist ein über die Schweiz hinaus bedeutender und bekannter Preis für erstklassige ICT-Leistungen und -Produkte, die durch schweizerische Unternehmen erbracht werden. Mit der Preisverleihung will SwissICT, der führende Schweizer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie, das unternehmerische Handeln und die Akzeptanz von ICT-Unternehmerinnen und -Unternehmern in der Gesellschaft fördern.

Poken, Wuala und Amazee nominiert
Drei der fünf nominierten Startups in der Kategorie Newcomer haben einen engen Bezug zu venturelab. Stéphane Doutriaux von Poken und Danja Gerhardt von Amazee sind unter anderem mit dem Business Development Programm venture leaders in die USA gereist. Dominik Grolimund, Mitgründer von Wuala hat sein Geschäftsmodell in den Kursen von venturelab perfektioniert. Seit Gründung sorgen die drei Startups immer wieder für News. So hat Poken beispielsweise kürzlich den neuen Businesspoken lanciert, Amazee hat Geburtstag gefeiert und Wuala ist eine Kooperation mit der ETH eingegangen.

Auch das Publikum ist gefragt
Der Preis wird in den drei Kategorien «Champion», «Newcomer» und «Public» vergeben. Bei letzterer Gruppe ist das Publikum gefragt. Die Leser des Swiss IT Magazine bestimmen in einer Online-Wahl den Gewinner in dieser Kateegorie. Zur Auswahl stehen alle Finalisten aus der Champion- und Newcomergruppe. Die Verleihung des Awards findet am 9. November 2009 im Rahmen des Swiss ICT Forum Lucerne im Kongresszentrum des Verkehrshauses Luzern statt und wird von Anna Maier moderiert. Neben der Auszeichnung profitieren die Unternehmen von einer ausführlichen Beurteilung durch die Jury.

Anmeldung
Wer am Anlass teilnehmen will, kann sich schon jetzt über die Homepage des Swiss ICT Awards anmelden. Die Gala eignet sich bestens dazu, sich mit den Besten der Branche zu unterhalten und zusätzliche Kontakte zu knüpfen.

Monday 19 October 2009, 06:30 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, October 16, 2009
Ihre Informationen werden bald sehr flüssig werden- so wirbt Nektoon auf seiner Homepage. Was sich dahinter verbirgt, verrät Dorian Selz, Mitgründer des Startups und ehemaliger CEO von local.ch. Zusammen mit ein paar ehemaligen Arbeitskollegen arbeitet er an einem webbasierten Archivierungssystem für Online-Informationen.

Wer kennt sie nicht – die ellenlangen Bookmark-Listen, in denen sich aussagenlose Links aneinander reihen und die doch keinen Überblick über die mal gesammelten Infos bieten. Und wer hat sich nicht schon mal ein einfaches und simples System gewünscht, das hilft, die gesuchten Infos auch schnell wiederzufinden? Jetzt steht der Traum für viele kurz vor der Realisation – das Startup Nektoon ist kurz davor, ein webbasiertes Tool auf den Markt zu bringen, das Ordnung bringen soll.

Informationen wiederfinden und ordnen
Wer in Zukunft den Service von Nektoon nutzt, kann während des Surfens interessante Infos mit der Maus markieren und per Knopfdruck speichern. Die Daten werden daraufhin automatisch abgelegt und können so einfach wiedergefunden werden. Dorian Selz: «Es ist ja nicht der URL, den die Leute interessiert, sondern der Inhalt, der sich dahinter verbirgt. Und meist braucht man auch nicht alle Infos von einer Seite, sondern ist nur an einer Textpassage oder einem Bild interessiert.» Infos speichern und wiederfinden ist aber längst nicht alles, was Nektoon bieten will. Informationen ordnen, kategorisieren, neu beschriften, bearbeiten und mit anderen teilen, all das wird mit dem Tool bald möglich sein, verspricht Selz.

Kurz vor dem Launch
Schon nächsten Monat soll die Beta-Version online gehen. Dorian Selz: «Im Moment arbeiten wir vor allem am Design und den Funktionalitäten. Und natürlich sind wir daran, die entsprechenden Marketingmassnahmen aufzugleisen, damit man auch weiss, dass es uns gibt.» Seit diesem Januar arbeitet das Team, alles local.ch-Veteranen an dem Projekt. Fremdes Geld brauchen sie keines – sie sind ihr eigener Investor.

Auch erfahrene Firmengründer profitieren von venturelab
Für Dorian Selz ist es nicht das erste Mal, dass er ganz am Anfang steht. Er hat bereits bei zwei Unternehmen – local.ch und namics – von Beginn weg mitgewirkt und weiss daher, wie intensiv, spannend - aber auch anstrengend dieser Prozess ist. Trotz seiner breiten Erfahrung hat er letzten Winter ein Kursmodul von venturelab besucht. «Es tut immer wieder gut, sich mit dem ‚Handwerk‘ wie beispielsweise den Verkaufsstrategien auseinander zu setzen. Zudem ergeben sich in solchen Workshops immer interessante Kontakte.»

Mit einem eingespielten Team schon halb gewonnen
Was rät er als erfahrener Unternehmer anderen Startups? Darauf hält sich Selz zurück. Firmengründer, die bei ihm um Rat anfragen, gehen aber trotzdem nicht leer aus. «Viel lieber stelle ich Ihnen Fragen. Ich frage beispielsweise, wie gut kennst du dich selber? Und ich frage nach dem Team.» Ein Punkt, der ihm allgemein sehr wichtig ist. Für ihn zählt weniger die Einzelleistung, ein gutes eingespieltes Team, in dem jeder seine Stärken einbringen kann, führt seiner Meinung nach viel mehr zum Erfolg.


Das Team von Nektoon (Dorian Selz links)
Friday 16 October 2009, 07:45 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, October 14, 2009
Am 29. Oktober öffnen sich die Tore zur nächsten Startmesse. Interessierte erhalten dort kostenlos Auskunft von Experten zu allen Fragen rund um den Einstieg ins Unternehmertum. Im Fokus stehen die Themen Neugründung, Franchising und Nachfolge. Die Veranstalter erwarten bis zu 3000 Besucherinnen und Besucher.

Der Start ins Unternehmertum will gut überlegt sein. Umso wichtiger also, sich schon im Vorfeld schlau zu machen. An der Zürcher Startmesse profitieren angehende Firmengründerinnen und Firmengründer vom kostenlosen Rat verschiedenster Experten aus dem Startup-Bereich. Zudem finden diverse Referate statt – das Themenspektrum reicht über Tipps zum Erstellen eines Businessplans bis zur Finanzierung eines Startups.

Bin ich ein Unternehmer-Typ?
Neben einem Geschäftsidee-Check besteht zudem die Möglichkeit, einen Persönlichkeitstest zu absolvieren. Dieser verrät, ob man sich zum Unternehmertum eignet und dafür wichtige Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Risikobereitschaft, Belastbarkeit und Teamkompetenz mitbringt.

Attraktive Preise zu gewinnen

Die Anmeldung lohnt sich. Unter allen Angemeldeten werden drei Netbooks von Lenovo, vier Beratungsstunden im Startzentrum sowie eine Jahreslizenz für den Business-Navigator verlost, die Software, die das Erstellen eines Businessplans zum Kinderspiel macht.

Zur Startmesse
Die Startmesse gibt es seit 2001. Waren es bis anhin 1000 – 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, rechnen die Veranstalter, das Startzentrum Zürich, dieses Jahr mit bis zu 3000 Besucherinnen und Besuchern. Der Event lohnt sich für alle, die den Einstieg ins Unternehmertum suchen oder gerade gemacht haben. Die Messe dauert von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und findet im Gartensaal des Kongresshaus Zürich statt.

Wednesday 14 October 2009, 08:30 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, October 13, 2009
Ein spezieller Lattenrost – entwickelt von Compliant Concept – soll neuerdings Patientinnen und Patienten in den Spitälern und Pflegeheimen vor dem Wundliegen bewahren. Das unternehmerische Know-how holten sich Michael Sauter und sein Team unter anderem in den Kursen von venturelab.

Rund 600 Millionen Franken gibt die Schweiz jährlich aus, um die Behandlungskosten von Druckgeschwüren (Dekubitus) zu decken. Ein enorm hoher Betrag, der sich mittels präventiven Massnahmen leicht senken liesse.

Aufwand für das Pflegepersonal reduzieren
Um Druckgeschwüre zu vermeiden, ist die Zeit des Pflegepersonals gefragt. Nur durch das regelmässige Umlagern von Patienten, kann das Problem reduziert werden. Für Entlastung sorgt jetzt Compliant Concept. Das Team um Michael Sauter hat ein Pflegebettsystem entwickelt, das den Patienten automatisch bewegt.

Die Bewegung eines gesunden Menschen im Schlaf nachahmen
Ein spezieller Lattenrost und eine neue Matratze sorgen dafür, dass die bettlägerige Person sanft und beständig umgelagert wird. Die Konstruktion aus flexiblen Materialien ahmt die Bewegungen eines gesunden Menschen im Schlaf nach. Von dem neuen System profitieren die Patienten und das Pflegepersonal gleichermassen. Michael Sauter: „Dank unserer Konstruktion werden zum einen die Patienten in ihrer Restaktivität stimuliert. Zum anderen wird das Pflegepersonal entlastet – zeitlich als auch körperlich.“ Durch das neuartige Konzept rechnet Sauter mit einer Reduktion des Pflegeaufwands von bis zu 50% Prozent.

Interessierte Partner
Die Spitäler und Pflegezentren wie beispielsweise die Uni Basel oder das Paraplegiker Zentrum Nottwil haben das Potential des Konzepts bereits entdeckt. Michael Sauter meint: „Zu den bisherigen drei Partnern konnten wir in der letzten Zeit vier Neue gewinnen.“ Im Moment beschäftigt sich das Spin-off mit dem Aufbau eines tragenden Netzwerkes und der Sicherstellung der Finanzierung. Es laufen Verhandlungen mit einem grossen deutschen Hersteller und Distributor.

Startkapital von venture kick
Das unternehmerische Know-how holte sich Michael Sauter unter anderem in den Workshops von venturelab. Zudem gelang es dem Team, die Jury von venture kick zu überzeugen. Sie unterstützten das innovative und sinnvolle Konzept von Compliant Concept mit 30‘000 Franken.

      Compliant Concept sorgt für Entlastung durch automatische Umlagerung des Patienten
Tuesday 13 October 2009, 07:52 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, October 12, 2009
Mit der 20’000nder-Runde von letzter Woche hat venture kick die 3-Millionen-Grenze überschritten. Zu den Gewinnern zählt StrokeLab, ein Startup aus der Romandie, das ein Analyseverfahrens entwickelt hat, mit welchem Aneurysmen im Gehirn auf ihre Gut- oder Bösartigkeit untersuchen werden können.


Ein Aneurysma ist eine sackartige Auswölbung an einer bestimmten Stelle eines Blutgefässes. Wenn sie platzen, kann es zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen kommen. Berühmtes Todesopfer ist Thomas Mann. 1955 verstarb er im Unispital Zürich an einem Aneurysma der Bauchoarta.

Nicht alle Aneurysmen müssen herausoperiert werden
Dazumals war es nicht mal möglich, Aneurysmen zu operieren. Heute ist die Medizin Meilensteine weiter und entfernt die Verformungen, wann immer sie entdeckt werden. Das soll sich allerdings mit dem von StrokeLab entwickelten Verfahren wieder ändern, denn nicht alle Aneurysmen sind bösartig und bedürfen der Operation.

Rund 200'000 Schweizer haben Aneurysmen – die wenigsten wissen davon
Gemäss einer Studie aus den USA weisen rund 6% der Bevölkerung Aneurysmen im Gehirn auf, in der Schweiz sind rund 200'000 Personen betroffen. Dabei wissen die meisten ganz nach dem Motto - es gibt keine gesunden Menschen nur schlechte Diagnosen - gar nicht, dass sie eines haben. Oft werden die Aneurysmen nämlich erst bei Gesundheitschecks oder aufgrund einer anderen Krankheit entdeckt und anschliessend entfernt. Die Kosten für die Operationen sind hoch, kein Wunder also, dass StrokeLab mit seinem neuen Verfahren offene Türen einrennt. Das Analyse-Tool von Luca Augsburger und Rafik Ouared hilft den Ärzten bei der Entscheidung, ob eine Operation notwendig ist oder nicht. Im Moment laufen bereits Tests an der Hirslanden Klinik.

Bei venturelab das unternehmerische Rüstzeug geholt
Einmal eine eigene Firma zu gründen, haben weder Luca noch Rafik geplant. „Diese Chance kam eigentlich mit der Entdeckung, die wir machten. Wir sahen in diesem Bereich ein riesiges Potenzial,“, erzählt Luca. Mit dem ersten Schritt in Richtung Unternehmertum gab es für die Beiden unglaublich viel zu lernen. Dabei holten sich die Firmengründer das Know-how in den venturelab-Kursen. Luca: „Wir hatten keine Ahnung von Management. Erst bei venturelab lernten wir, wie man überhaupt einen Business-Plan erstellt.“ Die Investition hat sich gelohnt. Bei der letzten venture kick Runde gelang es StrokeLab, die Jury zu überzeugen. Damit haben sie sich 20'000 Franken gesichert und sich für die 100’000nder Runde , die in sechs Monaten ansteht, qualifiziert.


Luca Augsburger (rechts) und Rafik Ouared von StrokeLab
Monday 12 October 2009, 06:36 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, October 09, 2009
Der swisselectric research award 2009 geht an den Forscher Dr. Wulf Glatz von der greenTEG GmbH. Er hat einen kostengünstigen thermoelektrischen Generator entwickelt. Dieser ist auch bei tiefen Temperaturen funktionsfähig und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz. greenTec wurde von venture kick bereits mit 30‘000 Franken gefördert und hat sich für die 100‘000nder Runde qualifiziert.

Thermoelektrische Generatoren (TEG) wandeln emissionsfrei Wärme in Strom um, indem sie die Temperaturunterschiede zwischen einer Wärmequelle und der Umgebungstemperatur nutzen. Zum Beispiel kann aus der Abwärme von Zentralheizungen oder Automobilmotoren Strom für den Haushalt oder die Bordelektronik des Autos produziert werden. Beim Auto könnte das den Benzinverbrauch um rund zehn Prozent verringern.

Neues Herstellungsverfahren für thermoelektrische Generatoren
Dem Team um Dr. Wulf Glatz und Etienne Schwyter ist es nun gelungen, ein neues Herstellungsverfahren für thermoelektrische Generatoren zu entwickeln. Thermoelektrisches Material wird dabei direkt auf eine Kunststofffolie aufgetragen. Das ist zehnmal günstiger als gängige Herstellungsprozesse. Die Generatoren sind dünn und flexibel, so dass sie auch auf gekrümmten Oberflächen angebracht werden können. Sie sind sehr wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile besitzen. Die Generatoren eignen sich zur Wandlung von Niedertemperaturwärme, d.h. Temperaturen unter 200°C. Diese Eigenschaft wird in Zukunft auch die Umwandlung von Körperwärme in Strom ermöglichen, zum Beispiel zum Antrieb eines Mobiltelefons.

Unterstützung durch venture kick
Den neuen Herstellungsprozess für thermoelektrische Generatoren entwickelte Dr. Wulf Glatz im Rahmen seiner Dissertation am Lehrstuhl für Mikro- und Nanosysteme an der ETH Zürich. Das Ergebnis seiner Forschung hat er zum Patent angemeldet. Mit dem neu gegründeten Unternehmen greenTEG GmbH will Dr. Wulf Glatz und sein Team die Technologie in zwei Jahren zur Marktreife bringen. venture kick hat das Spin-off bereits mit 30‘000 Franken unterstützt. Die Runde, in der es um 100‘000 Franken Fördergeld geht, steht noch bevor.


Preisübergabe an Dr. Wulf Glatz
Friday 09 October 2009, 07:37 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, October 08, 2009
An der Feier zum 20-jährigen Bestehen von Zaunteam stellte die Firma einen neuen Weltrekord auf: Mit 20.75 Meter baute das Team den höchsten Zaun der Welt.

Den längsten Zaun der Welt gibt es schon: Sagenhafte und wohl unschlagbare 5300 km misst er und ist in Australien zu finden. Den höchsten Zaun der Welt gibt es jetzt auch – und zwar auf der Tössallmend in Neftenbach (ZH). «Think big» ist das Motto des Firmengründers und CEOs Walter Hübscher. Mit einem nahezu akrobatischen Zaunbauakt in luftiger Höhe bauten die rund 15 mutige Zaunbauer nur durch ein Seil am Kran gesichert und ohne weitere mechanische Hilfsmittel den höchsten Zaun der Welt. Die Zaunteile wurden mit reiner Muskelkraft und Seilzügen nach oben gehievt, eines nach dem anderen, um in luftiger Höhe von den kletternden Zaunprofis mit geschickter und ruhiger Hand montiert zu werden. Ein Kran verlängert rund eine Stunde später die Pfosten auf sensationelle 20 Meter. Zahlreiche Besucher feuerten die Mannschaft an.

Die Erfolgsgeschichte von Zaunteam
1989 gründete
Hübscher sein Unternehmen, inspiriert durch seine Reisen durch Australien und Neuseeland. Das Unternehmen wuchs rekordverdächtig rasch und eroberte den Markt für Nutz- und Hobbytierhaltung ebenso wie die Segmente für Gartenzäune und für Industrie- und Sicherheitszäune. Mittlerweile ist das Zaunteam an über 53 Standorten in der Schweiz, Deutschland, und Österreich vertreten. Das jahrelange Engagement des visionären und nimmermüden Wädi Hübscher hat sich gelohnt und wurde auch offiziell gewürdigt: Er erhielt im letzten Herbst den von Ernst & Young verliehenen, begehrten Unternehmerpreis «Entrepreneur Of The Year 2008». Ein wichtiger Meilenstein für den Unternehmer und sein Team. Doch bestimmt nicht der letzte, wie es auch das Motto des Jubiläums versprach: «20 Jahre – bis hierher und noch viel weiter!» Und der Weltrekord hat es wieder einmal bewiesen- Zaunteam hat einen Meilenstein mehr gesetzt.


 
Neuer Weltrekord: der höchste Zaun der Welt, aufgestellt von der Zaunteam AG anlässlich
des 20jährigen Jubiläums

Thursday 08 October 2009, 09:04 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, October 06, 2009
Pünktlich zum Beginn des Herbstsemesters geht Wuala mit der ETH Zürich eine Kooperation ein. Erstsemestrige erhalten 10 GB Wuala Online-Speicher für ihre gesamte Studienzeit.

Die Kooperation führt Wuala zu seinem Ursprungsort zurück. Schliesslich wurde die Technologie, auf der Wuala heute basiert, an der ETH Zürich entwickelt. Das unternehmerische Know-how holten sich die Gründer Dominik Grolimund und Luzius Meisser unter anderem in den venturelab-Kursen.

Vorteile für beide Seiten
Von der Zusammenarbeit profitieren die ETH und Wuala gleichermassen: Die Universität schliesst ihre Rechner an das Speichernetzwerk von Wuala an und stellt somit brachliegende Ressourcen zur Verfügung. Damit wird das stark wachsende Speichernetzwerk von Wuala unterstützt und erweitert. Im Gegenzug erhält die ETH Zürich zusätzlichen Online-Speicherplatz, den sie an ihre Studentinnen und Studenten weitergeben kann.

Wuala – am Anfang auch nur eine Idee
Wuala ist ein innovativer Online-Datenspeicher, der es Benutzern ermöglicht, Dateien zu speichern, zu sichern und von überall her darauf zuzugreifen. Zudem können Dateien mit Freunden und Kollegen geteilt werden. Auch bei diesem erfolgreichen Startup, das im März 2009 an LaCie ging, stand am Anfang nur eine Idee. Der Weg zum marktfähigen Produkt begann im Herbst 2004 als Dominik Grolimund und Luzius Meisser zurück von einem Auslandsemester sich konkrete Gedanken machten, wie sie aus dem Thema ihrer Masterarbeit ein Business realisieren liesse. Bei der Erarbeitung ihres Geschäftsmodells erhielten die beiden Jungunternehmer auch von venturelab Unterstützung. Obwohl Dominik Grolimund schon zuvor eine Firma gegründet hatte und beide Studenten Praxiserfahrungen gesammelt hatten, absolvierten sie mehrere venturelab-Module wie beispielsweise venture challenge, venture plan oder venture training.

So funktioniert Wuala
Benutzer starten kostenlos mit einem GB Online-Speicher und können diesen – falls gewünscht – im Tausch gegen freien Speicher auf ihrer Festplatte oder durch den Erwerb von zusätzlichem Online-Speicher erweitern. Alle auf Wuala abgelegten Dateien werden bereits auf dem Computer des Benutzers sicher verschlüsselt und fragmentiert, bevor sie online gespeichert werden. Der Benutzer selbst bestimmt, wer Zugriff auf welchen Ordner erhält.

 
Die Wuala-Gründer: Dominik Grolimund (links) und Luzius Meisser
Tuesday 06 October 2009, 07:39 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, October 05, 2009
Das ETH Spin-off ProteoMediX will die Diagnose und Behandlung von Krebs mit neuen diagnostischen Tests verbessern. Ein erstes Produkt ermöglicht die Früherkennung von Prostatakrebs mit viel höherer Genauigkeit als bisher. Um ihre Geschäftsidee umzusetzen, erhalten Ralph Schiess und Christian Brühlmann von der privaten Gründungsinitiative venture kick weitere 20'000 Franken.

Mit der Barcode-Erkennungssoftware für Handys von Mirasense und den diagnostischen Tests von ProteoMediX für die Früherkennung von Krebs hat die Expertenjury von venture kick gleich zwei ETH-Projekte ausgezeichnet. Damit haben sich die beiden Projektteams für die dritte Phase qualifiziert, in der es um 100’000 Franken geht.

Dem Patienten unangenehme Biopsien ersparen
Dank der entwickelten Methode von ProteoMediX können im Blut spezifische Proteine gefunden werden, anhand deren mit sehr hoher Genauigkeit bestimmt werden kann, ob ein Patient Prostatakrebs hat oder nicht. Die ersten Bluttests zeigen, dass der Test von ProteoMediX viel genauer ist als der heutige Standardtest. Davon profitieren vor allem die Patienten: dank der neuen Methode können unnötige und sehr unangenehme Biopsien um 75% reduziert werden. Den Grossteil der 20'000 Franken stecken die Gründer Ralph Schiess und Christian Brühlmann in die Entwicklung eines industriellen Prototypen.

Mit Mirasense im Laden Preise vergleichen
Gibt es diese Kamera auch noch günstiger? Was ist denn alles in einem Ovi-Müesli drin? Mirasense liefert Antworten. Und zwar einfach und schnell vor Ort im Geschäft. Das Team um Christof Roduner hat eine schnelle und zuverlässige Barcode-Erkennungssoftware für das Handy entwickelt, die dem Konsumenten auf einen Schlag Produktinfos wie Preisvergleich, Nährwerte oder Reviews anzeigt. Dazu müssen die Nutzer lediglich mit der Kamera ihres Mobiltelefons auf den Produkt-Barcode zeigen und schon erscheinen die Produktinformationen auf dem Display. Robert Adelmann von Mirasense: «Die Idee für das Projekt ist im Rahmen unserer Forschung an der ETH entstanden. Wir haben uns immer gefragt, wie wir die Interaktion des Konsumenten mit den Produkten vereinfachen können.»

Unterstützung durch venturelab
Die beiden Projektteams haben nicht nur vom Startkapital von venture kick profitiert, sondern auch in den Kursen von venturelab gelernt, wie man einen Businessplan erstellt. Ralph und Christian haben bereits venture plan absolviert und werden in Kürze venture training besuchen. Dabei erhoffen sie sich, dass sie mit den Experten ihre spezifische Finanzstrategie diskutieren und festlegen können. Das Mirasense-Team hat hingegen bereits bei venture challenge mitgemacht.

        
Mirasense: Samuel Müller, Christof Roduner,                       Ralph Schiess (rechts) und Christian Brühlmann von
Christian Flörkemeier, Robert Adelmann                              ProteoMediX
(von links nach rechts)


Monday 05 October 2009, 07:41 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, October 02, 2009
Doodle wird noch attraktiver. Dank der Partnerschaft mit drop.io können die Nutzer von nun an jede x-beliebige Datei zu einer Terminumfrage hinzufügen. Die Zusammenarbeit mit local.ch ermöglicht es zudem, in Zukunft der zugehörige Veranstaltungsort einer Umfrage anzuzeigen.


Eine kürzlich lancierte Marktforschungsumfrage hat gezeigt, dass der Terminkoordinator Doodle vor allem bei einkommensstarken Gruppen im konsumfreudigen Alterssegment sehr beliebt ist. Aber auch Werbetreibende sind auf den Geschmack gekommen und nützen die Plattform immer mehr. Durch die neuen Partnerschaften wird Doodle für alle noch attraktiver.

Dateien anhängen mit drop.io
Mit der Drop.io-Funktion haben die Nutzer die Option, direkt auf der Teilnahmeseite diverse Dateien wie beispielsweise Bilder oder Flyer hochzuladen. Dieser Zusatzservice macht Doodle noch persönlicher und erlaubt eine individuellere Nutzung. Dabei teilen Doodle und drop.io die gleiche Philosophie: Zusammenarbeit mithilfe eines Online-Tools soll kostenlos und ohne Registration möglich sein. «drop.io passt perfekt in das Doodle-Umfeld, denn beide Services sprechen mit ihren verschiedenen Angeboten sowohl private als auch berufliche User an, und noch wichtiger: drop.io ist genauso einfach wie Doodle selbst», kommentiert Doodles Produktmanager Reto Lämmler die Zusammenarbeit.

Integration von local.ch
Gleichzeitig mit der drop.io-Partnerschaft lanciert Doodle eine weitere Ergänzung, die die Terminkoordination weiter vereinfacht – die Integration von local.ch (ausserhalb der Schweiz Google Maps). So kann der Ersteller einer Umfrage den Ort für den geplanten Termin bestimmen und den Umfrageteilnehmern auf local.ch mit Kartenansicht anzeigen lassen.

venturelab – ein Wegbegleiter
Auf dem Weg zur erfolgreichen Online-Plattform spielte auch venturelab eine Rolle. Mitgründer Paul Sevinç zählt zu den venture leaders 2008. Er ist überzeugt, dass dank Angeboten wie venturelab die Schweizer Startup-Szene in den letzten Jahren aufgeblüht ist und damit die Volkswirtschaft nachhaltig gestärkt wird.


Das Doodle-Team mit Paul Sevinç (zweiter von links)
Friday 02 October 2009, 08:11 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, October 01, 2009

In zwei Jahren hat die private Förderungsinitiative venture kick drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet. Profitiert haben 89 Projektteams aus über 20 verschiedenen Schweizer Hochschulen und Universitäten, die ihre innovativen Geschäftsideen in die Tat umsetzen. venture kick zeigt Wirkung: Gemäss einer Umfrage hat die Initiative seit September 2007 über 300 Arbeitsplätze geschaffen. Und dank dem Startkapital von venture kick, gelingt es den angehenden Firmengründern weitere Geldgeber zu gewinnen. Das Finanzierungsvolumen beläuft sich bereits auf über 30 Millionen Franken. 

Mit einem Startkapital bis zu 130‘000 Franken à fonds perdu will venture kick die Zahl der Unternehmensgründungen an Schweizer Universitäten und Hochschulen verdoppeln und so dazu beitragen, möglichst viele Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen. Das wiederum schafft hoch qualifizierte Arbeitsplätze.

Drei Millionen Franken ausgeschüttet
Von der Finanzspritze haben unterdessen 89 Projektteams aus den unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen Sportgeräteentwicklung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Initiative weit mehr als nur den Startschuss für neue Firmengründungen setzt. Bis anhin wurden über 300 Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Bettina Ernst von Preclin Biosystems, eine der geförderten Wissenschaftlerinnen: «Dank dem Startkapital von venture kick hatten wir die finanziellen Möglichkeiten unseren Machbarkeitsbeweis fertig zu stellen und damit Investoren und Banken zu überzeugen.» Die Daten aus der Umfrage zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick Franken rund 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt wurden. Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen Franken.

Zusätzlich Tipps und Tricks aus der Praxis
Das Startkapital von venture kick wird in drei Runden gesprochen: zuerst 10‘000, dann 20‘000 und im Finale 100‘000 Franken. In jeder Phase treffen die Projektteams auf harte Konkurrenz, nur die Hälfte der angetretenen Teams kommt weiter. In der ersten Runde können sich acht Teams präsentieren, in der zweiten und letzten Runde treten jeweils vier Teams gegeneinander an. Zwischen den Jurysitzungen werden die Startups in sogenannten kickers camps intensiv begleitet. Dort feilen sie an ihren Geschäftsprojekten und erhalten von erfahrenen Unternehmern Tipps und Tricks aus der Praxis. Pascale Vonmont von der GEBERT RÜF STIFTUNG, eine der Initiantinnen von venture kick: «Uns als Stiftung ist es wichtig, die vielversprechenden Businessideen nicht nur mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Genauso relevant für den Erfolg ist die richtige Begleitung der angehenden Firmengründer, damit mit den Geldern auch die grösstmögliche Wirkung erzielt werden kann.»

Gewinner, die die Welt erobern
Zu den Gewinnern der 130‘000 Franken zählen beispielsweise Stephane Doutriaux und sein Team mit Poken – einer elektronischen Visitenkarte, die die Welt der Internet-Communities und die persönliche, physische Kommunikation miteinander verlinkt. Oder Optotune, ein ETH Spin-off: Manuel Aschwanden, Mark Blum und David Niederer haben eine optische Linse entwickelt, die aus elektroaktiven Polymeren besteht und so das menschliche Auge nachahmen kann. Ein zentraler Vorteil der neuen Technologie liegt darin, dass Objektive viel kompakter und preisgünstiger hergestellt werden können und in sehr vielen Bereichen – Messgeräte, Kameras, Medizin und Beleuchtung – einsetzbar sind. Zurzeit konzentriert sich Optotune auf den kommerziell besonders interessanten Handy-Markt. Dank den neuartigen Linsen ist es erstmals möglich, flache Handys mit einem echten optischen Zoom auszustatten. Erste Modelle sollen 2011 auf den Markt kommen. Dabei arbeitet das ETH-Spin-off mit internationalen Partnern zusammen: «Auch wenn auf dem Endprodukt nicht unbedingt unser Name steht – die Technologie von Optotune wird die Welt erobern», ist Manuel Aschwanden überzeugt.
Thursday 01 October 2009, 11:56 AM  #     |  Comments [0]  |