# Thursday, November 26, 2009
Ab sofort ist der neue Internet-Suchdienst hyperSearch.org verfügbar, der eine deutlich höhere Trefferrate bei der Internetsuche verspricht. Dabei setzt das Startup hyperWeb nicht nur auf Maschinen, sondern auch auf den menschlichen Verstand. Relevante Inhalte werden von Hand recherchiert und mit dem üblichen Material von Google & Co ergänzt.

Die in die uferlos wachsende Menge an Informationen verhindert zunehmend den sicheren und effizienten Zugang zu Wissen im Internet. Mit seinem kostenlosen Suchdienst will hyperWeb gegen dieses Problem antreten und damit auch die gängigen Suchmaschinen konkurrenzieren.

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen
Um den Zusatznutzen von hyperSearch gegenüber den grossen Suchmaschinen zu beschreiben, führt Heinz Scheuring, Gründer des Startups gleich ein Beispiel an: «Wenn ein Marketingleiter beabsichtigt das Suchmaschinen-Ranking seiner Firmenwebseite zu verbessern und er sich in das Thema einarbeiten will, liegt nichts näher, als den Begriff einmal zu googeln. Im Nu erhält er gegen 13 Millionen Treffer. Doch genau darin liegt das Problem: Das ist zu viel Material. Vielleicht findet er das eine oder andere brauchbare Dokument, doch die Menge an kommerziellen Angeboten macht aus der Recherche die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Während spezifische Abfragen, etwa nach dem Geburtsdatum von Elvis Presley, schnell zum Ziel führen, wird die Vertiefung in ein ganzes Wissensgebiet zum frustrierenden Erlebnis.» Und genau da setzt HyperSearch an. Indem wichtige Inhalte des Internets in geordneter Form durch den Menschen bereitgestellt werden.

So funktionierts
hyperWeb bietet zwei Zugänge zum handverlesenen Material: hyperSearch und hyperCore. Wie bei einer konventionellen Suchmaschine liefert hyperSearch zunächst eine Liste von Treffern für einen eingegebenen Suchbegriff. Kommerzielle Resultate sind dabei ausgeblendet. Zusätzlich sind die Treffer des hyperWeb-eigenen Materials einem Wissensgebiet sowie einer Rubrik zugeordnet. Zentral ist sodann die Möglichkeit, nach diesen Wissensgebieten und nach Rubriken zu filtern. Die zweite Möglichkeit des Zugangs bietet hyperCore, eine übersichtliche hierarchische Wissensstruktur. Standardisierte Rubriken wie beispielsweise Grundlagenwissen, vertiefendes Wissen, Aus- und Weiterbildung, Portale und Institutionen machen die Navigation in diesem umfassenden Wissensgebäude einfach und intuitiv. Entscheidend ist nun, dass die beiden Zugänge miteinander verbunden sind. Konkret heisst das: Wird beispielsweise nach Online-Marketing recherchiert und in der hyperSearch-Trefferliste ein Portal für Online-Marketing angezeigt, führt der Klick auf die Rubrik direkt in den Service hyperCore, der mit einer Fülle an weiteren Portalen rund um das Thema Internetmarketing aufwartet.

Für Studenten überall freier Zugang
Der Zugang zu hyperSearch ist für alle Internet-User gratis. Für den Zugang zu den professionellen Bereichen wie zum Beispiel Management- und Branchenthemen muss spätestens einen Monat nach der kostenlosen Registrierung ein Abonnement gelöst werden. Mit 10 Franken pro Monat ist das Abo allerdings erschwinglich und dürfte sich bei Unternehmen und Organisationen rasch bezahlt machen - vor allem wenn man bedenkt, dass gemäss Studien mit der Suche nach Informationen und Dokumenten wöchentlich mehrere Stunden pro Mitarbeitenden verloren gehen. Für Studenten steht der ganze Service kostenlos zur Verfügung.

venture training: Inputs von sehr kompetenten Trainern
Hinter der HyperWeb AG steht Heinz Scheuring, dipl. Ingenieur ETH und sein Team. Um sein Geschäftsmodell zu perfektionieren, besuchte Scheuring auch den fünftägigen Workshop venture training. Dazu meint er: «Im venture training habe ich vor allem von den Inputs der sehr kompetenten Trainern in Bezug auf die Finanzierung und Vermarktung unseres Startups profitiert.» Am Erfolg seiner Geschäftsidee zweifelt Scheuring nicht, anderen Suchmaschinenanbietern prognostiziert er sogar erheblichen Gegenwind. Ob es hyperWeb gelingt, sich am Markt durchzusetzen, bleibt spannend. Wir wünschen dabei viel Erfolg.

Thursday 26 November 2009, 08:42 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, November 25, 2009
Der Heuberger Winterthurer Jungunternehmerpreis geht in diesem Jahr ausnahmslos an Firmen, die neue medizinische Produkte entwickeln. BioVersys aus Basel, compliant concept aus Dübendorf und InSphero aus Zürich heissen die glücklichen Gewinner, alles ehemalige venturelab-Absolventen und Gewinner bei venture kick. Sie erhalten je 150‘000 Franken sowie ein kostenloses Coaching über drei Jahre.

Bis zuletzt blieb geheim, wer das Rennen macht. Rund 150 Startups aus der ganzen Deutschschweiz hatten sich beworben. In einem mehrstufigen Selektionsverfahren schafften es sechs innovative und erfolgsversprechende Jungunternehmen ins Finale. Neben den genannten Gewinnern zählten RaceGear, Limmex und Zurich Instruments zu den Finalisten.

BioVersys: neue antibakterielle Medikamente
Mit einem Sieg hätte er nicht gerechnet, meinte Marc Gitzinger, Mitgründer von Bioversys, freute sich aber umso mehr darüber. Sein Startup hat sich zum Ziel gesetzt, bekannte Antibiotika wieder resistent zu machen. Dazu hat BioVersys eine Screening Technologie entwickelt, mit der nach kleinen chemischen Molekülen gesucht werden kann. Diese verhindern, dass das Bakterium den Antibiotika-Angriff überhaupt erkennt. Dadurch kommt es gar nicht mehr zum Start des ganzen Abwehrmechanismus und die relevanten Gene im Bakterium bleiben ausgeschaltet. So kann Bioversys die gesamte Abwehrreaktion von einem Bakterium auf ein bestimmtes Antibiotikum unterbinden.

compliant concept: gegen das Wundliegen
Um Druckgeschwüre durch Wundliegen zu vermeiden, müssen Patienten regelmässig umgelagert werden - bis anhin eine zeitintensive Beschäftigung für das Pflegepersonal. compliant concept hat nun ein innovatives Therapiesystem entwickelt. Ein spezieller Lattenrost und eine neue Matratze sorgen dafür, dass die bettlägerige Person sanft und beständig umgelagert wird. Die Konstruktion aus flexiblen Materialien ahmt die Bewegungen eines gesunden Menschen im Schlaf nach. Dank der Konstruktion werden die Patienten in ihrer Restaktivität stimuliert und das Pflegepersonal wird zeitlich und körperlich entlastet.

InSphero: organotypische Mikrogewebe
Nicht mehr als drei Monate ist es her, als InSphero die venture kick Jury zu überzeugen vermochte und bereits 130‘000 Franken dieses Jahr abräumte. Das Startup hat sich der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigen organotypischen Mikrogeweben verschrieben, die dem echten menschlichen Körpergewebe sehr nahe kommen. Die sogenannten Micro Tissues können für eine effizientere Medikamenten-Entwicklung eingesetzt werden, was wiederum die Medikamententests verbilligen und vereinfachen soll.

Einer der bedeutendsten Jungunternehmerpreise
Mit einem Preisgeld von total 450’000 Franken handelt es sich beim Heuberger Winterthurer Jungunternehmerpreis um einen der bedeutendsten Startup-Förderpreise der Schweiz. Die drei Gewinnerteams erhalten je 150‘000 Franken, allerdings muss ein Drittel des Betrags in der Region Winterthur investiert werden. Zusätzlich zum Preisgeld erhalten die drei Startups während drei Jahren ein kostenloses Coaching von Genilem Zürich/Ostschweiz. Stifter des Preises ist Robert Heuberger, der 1954 als innovativer Jungunternehmer zusammen mit seiner Frau Ruth die Siska Heuberger Holding AG gegründet hat. Das bis heute erfolgreiche Unternehmen gehört zu den renommiertesten Immobilienanbietern der Schweiz.


Die Gewinner gratulieren sich gegenseitig
Wednesday 25 November 2009, 09:15 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, November 23, 2009

Pearltec hat die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Ein Investorenkonsortium bestehend aus der Arco Foundation, der Berner Partners AG und der Zürcher Kantonalbank investiert gemeinsam CHF 1.1 Millionen in das ETH Spin-off.

Die kleinen Kügelchen mit der grossen Wirkung haben die Investoren überzeugt. Das ETH Spin-off Pearltec, welches letzten Sommer gegründet wurde, hat die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Somit sind die Weiterentwicklung der Produkte, der Produktionsaufbau, die Vermarktung und der Vertrieb der ersten Patienten-Lagerungshilfen, welche im Frühjahr 2010 auf den Markt kommen, gesichert, schreibt Pearltec in einer Medienmitteilung.

1.1 Millionen für Pearltec
In einer ersten Finanzierungsrunde ist es Pearltec gelungen, die Arco Foundation, die Berner Partners AG und die Zürcher Kantonalbank von ihrem Business Modell zu überzeugen und sich so 1.1. Millionen Investitionsgelder zu sichern. Das Startup-Team um Patrizia Fischer entwickelt und vermarktet eine neue Generation von Patienten-Lagerungshilfen, die es ermöglichen, Körperteile über längere Zeit zu fixieren, ohne dass es dem Patienten unbequem wird. Durch die mit Styroporkügelchen gefüllten Hüllen kann die Bildqualität bei bildgebenden Untersuchungen wie CT und MRI stark verbessert werden, was für den Spital zu geringeren Kosten führt.

venture kick und venturelab als Beschleuniger
Das unternehmerische Rüstzeug hat sich Patrizia Fischer in der Aufbauphase bei venturelab, dem Trainingsprogramm der KTI, geholt: Als eine der Gewinnerinnen von venture leaders reiste sie 2008 mit dem Business Development Programm nach Boston. Zuvor hatte sie bereits die Module venture plan und venture training absolviert. Das intensive Training verhalf Patrizia Fischer auch zu einem Sieg bei venture kick, wo das Startup ein Startkapital von 130‘000 Franken abholte.

Einzug in den Technopark
Gleichzeitig zur Investorenrunde hat Pearltec neue Räumlichkeiten im Technopark bezogen. Zudem konnte das Startup neue Verwaltungsräte gewinnen. Mit Dr. Werner Berner, Martin Kündig und Dr. Rudolf Gygax hat Pearltec nun ein Gremium an seiner Seite, das über mehrjährige leitende Erfahrung in verschiedenen Branchen verfügt und damit einen wesentlichen Beitrag zum künftigen Erfolg der jungen Firma leisten kann.

Monday 23 November 2009, 06:28 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, November 19, 2009
Wer Kontakte zu nationalen und internationalen Private Equity- und Venture Capital-Investoren sucht, ist an der Swiss Equity Fair am 9. Dezember im Technopark Zürich richtig. Interessierte erwartet ein spannendes Programm mit verschiedenen Referaten rund um das Thema Kapital und Finanzierung sowie Präsentationen von Startups, die an regionalen Vorveranstaltungen ausgewählt wurden.

Bereits zum fünften Mal organisiert das Swiss Equity Magazin eine halbtägige Investorenkonferenz für Wachstumsunternehmen. Ziel des Anlasses ist es, Kontakte zwischen kapitalsuchenden Wachstumsunternehmen und nationalen sowie internationalen Private Equity- und Venture Capital-Investoren zu vermitteln.

Was Startups für Investoren interessant macht
Was macht Startups für Investoren interessant? Zum Auftakt der Swiss Equity Fair steht Andreas Thümmler, Managing Director von Corporate Finance Partners CFP am Rednerpult und zeigt auf, was für Faktoren für den Erfolg bei Investoren massgeblich sind. Anschliessend präsentieren sich die sechs Startups, die an den regionalen Vorausscheidungen teilgenommen und gewonnen haben. Mit dabei sind beispielsweise Dorian Selz von Nektoon mit seinem Online-Archivierungssystem memonic oder Christopher Latkoczy von Nanolytix, dem etwas gelungen ist, was bisher nur sehr schwer möglich war: Nanoteilchen in Flüssigkeiten zu analysieren. Möglich macht dies ein neues Analysegerät, der Nanolyzer, der es den Firmen erlaubt, Nanoteilchen in ihren Produkten bereits während der Herstellung zu messen und so die Produktionsprozesse optimieren zu können. Sein Geschäftsmodell hat Latkoczy in den Kursen von venturelab geschärft.

Jetzt anmelden
Am Nachmittag findet zudem der neunte Schweizer Private Equity & Corporate Finance Kongress statt. Dafür ist eine separate Anmeldung unter www.seca.ch erforderlich. Wer an der Swiss Equity Fair teilnehmen möchte, ist ebenfalls aufgefordert, sich bis am 2. Dezember unter www.equityfair.ch anzumelden. Der Anlass startet um 8:30 Uhr im Technopark Zürich und dauert bis 13.45 Uhr. Der Stehlunch nach den Präsentationen bietet dabei die ideale Gelegenheit, wichtige Kontakte zu Investoren und Kapitalgeber zu knüpfen.
Thursday 19 November 2009, 07:52 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, November 18, 2009
HouseTrip hat am World Travel Market in London die «Get Funded Show» gewonnen. Das Startup hat einen einzigartigen Marktplatz für Übernachtungsmöglichkeiten entwickelt, bei dem man seine eigene Wohnung als Ferienresidenz ausschreiben kann.

Sehen und gesehen werden: Am viertägigen Business-Event World Travel Market trifft sich die Reisebranche um zu networken, neue Verträge auszuhandeln oder die letzten Neuigkeiten auf dem Markt kennenzulernen. An der integrierten «Get Funded Show» haben die Startups der Reiseindustrie die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee zu präsentieren und sich mit anderen Jungunternehmen in einem Pitch zu messen.

Für uns eine riesige Auszeichnung
Gegründet wurde die «Get Funded Show», um Investoren mit Jungunternehmern zusammenzubringen und den Firmengründern dadurch eine Plattform zu bieten, erfolgreiche Leader der Branche zu treffen und ihnen ihr Business-Modell vorzustellen. Eine hochkarätige Jury aus Investoren und Persönlichkeiten aus der Reiseindustrie bewerten die Startups. Dieses Jahr hat sich Housetrip gegenüber 17 anderen Startups durchgesetzt und wurde zum besten Travel-Startup am World Travel Market gewählt. Gründer Arnaud Bertrand: «Wir sind nach wie vor hin und weg. Das ist für uns eine riesige Auszeichnung und wir sind sehr stolz darauf. Der Event selber war zudem extrem nützlich fürs Networking und ist für jedes Startup in der Reiseindustrie ein absolutes Muss.»

Housetrip.com: Geld verdienen mit der eigenen Wohnung
Das Prinzip von Housetrip ist simpel: Gastgeber können ihre eigene Wohnung oder ihr Haus ausschreiben – Gäste können die Angebote online buchen. Dabei profitieren die User nach Bertrand von zahlreichen Vorteilen. So zahlen beispielsweise die Vermieter für die aufgeschalteten Angebote nichts. Zudem können sie auf ein Auktionssystem zugreifen, welches ihnen vor allem während Zeiten in der Hochsaison ein Modell bietet, einen besseren Preis für die zu Mieträumlichkeiten zu erzielen. Bis jetzt ist die Plattform in der Beta-Version online und wird stetig verbessert und mit neuen Features ergänzt.

venture leaders – ein Milestone auf dem Weg zum Erfolg
venturelab, das nationale Trainingsprogramm der KTI unterstützte Arnaud Bertrand bei der Entwicklung seines Geschäftsmodells. Er reiste 2009 als Gewinner des Wettbewerbs venture leaders nach Boston. Dazu meint er: «venture leaders war eine der besten Erfahrungen, die ich machte, seit ich ins Unternehmerleben gestartet bin. In den USA knüpfte ich viele Kontakte, die mir beim Aufbau von Housetrip wertvolle Unterstützung leisteten.»

Wednesday 18 November 2009, 07:42 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, November 17, 2009
Zum siebten Mal findet am 25. und 26. November 2009 die NanoEurope statt, dieses Jahr als Symposium in Rapperswil. Im Rahmen des zweitägigen Anlasses zeigen Vertreter und Vertreterinnen führender Unternehmen und Forschungsinstitute, wie Startups mit etablierten Firmen erfolgreich zusammen arbeiten können.

Nanotechnologie ist eine multidisziplinäre, sich stark entwickelnde Zukunftstechnologie. Ob für Anwendungen in den Bereichen Energie und Umwelt, Mobilität und Leichtbau oder in der Medizin - die Marktpotenziale sind enorm.

Ein Programm mit hochkarätigen Referenten
Startups im Nanotechnologie-Bereich sind für etablierte Unternehmen interessante Partner, da diese neue Ansätze und Ideen einbringen und auf dem aktuellsten Forschungstand sind. Aber auch für Jungunternehmer ergeben sich durch Kooperationen vor allem im Bereich der Kommerzialisierung und Finanzierung grosse Vorteile. Am CEO-Forum vom 25. November beleuchten verschiedenste Referenten aus der Industrie und dem Bereich Venture Capital die Perspektive von Startups und grossen Unternehmen. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in «Best Practice» und diskutieren Herausforderungen und Lösungen für Kooperations- und Finanzierungsstrategien. Parallel werden am 25. und 26. November in Sessions zu «Nanocoatings» und «Nanocomposites» spannende Referate zu fachspezifischen Themen geboten.

Innovation, Flexibilität und Schnelligkeit am Markt sind gefragt
Organisiert wird der zweitägige Anlass von Nano-Cluster Bodensee und MatSearch-Consulting. Jörg Güttinger, Geschäftsführer von Nano-Cluster Bodensee meint zum diesjährigen Schwerpunktthema Kooperation des CEO-Forums: «Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind Innovation, Flexibilität und Schnelligkeit am Markt besonders für mittelständische Unternehmen überlebenswichtig. Dabei gewinnt das Thema Kooperation noch mehr an Bedeutung. Insbesondere für Technologieanbieter am Anfang der Wertschöpfungskette und Hersteller nanoskaliger Grundmaterialien ist es schwierig, an der nachfolgenden durch Nanotechnologie ermöglichten Wertschöpfung zu partizipieren. Damit gefährdet ist aber die Weiterentwicklung ihrer technologischen Stellung. Aus diesem Grund sind besondere Kooperationsansätze gefragt, mit denen alle Beteiligten von den Umsätzen der Endprodukte profitieren können.»

Fachpublikum aus aller Welt
Immer wieder gelingt es der NanoEurope ein globales Fachpublikum anzuziehen. Jörg Güttinger: «Letztes Jahr haben über 1500 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus 22 verschiedenen Ländern an der Konferenz und Ausstellung teilgenommen. Mit dem diesjährigen Symposium wenden wir uns in erster Linie an Unternehmen und Forschende, die mit neuster Technologie die nächste wirtschaftliche Wachstumsphase gestalten.» Wer sich für den Anlass interessiert, kann das detaillierte Programm auf der Webseite der NanoEurope downloaden und sich vor Ort zum Symposium registrieren.

Tuesday 17 November 2009, 07:30 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, November 16, 2009
anthrazit, das Magazin für digitalen Lifestyle, kürt die 200 besten Websites der Schweiz 2010. Wer seinen Internetauftritt für die Wahl anmelden will, hat noch bis Ende November 2009 Zeit. Alle ausgezeichneten Internetauftritte werden in der Februar-Ausgabe von anthrazit vorgestellt.

Schon zum siebten Mal führt anthrazit die Wahl der 200 besten Websites durch. Mitmachen können alle, anmelden ist einfacher als auf drei zählen: Das Onlineformular auf www.anthrazit.org ausfüllen, auf «anmelden» klicken, fertig. Anmeldeschluss ist der 30. November 2009.

Auch anthrazit-Member können voten
Zum ersten Mal entscheiden neben einer Expertenjury auch die anthrazit-Member. Für die Bewertung hat anthrazit ein Online-System entwickelt, das mit Computer, Handy und anderen mobilen Endgeräten intuitiv zu bedienen ist und sich dieses Jahr bei der Wahl der 100 nützlichsten Schweizer E-Shops bewährt hat. «Die Member bewerten den Gesamteindruck, die Experten konzentrieren sich auf ihr Fachgebiet», erklärt anthrazit-Herausgeber Christian Schwengeler.

Eine neue Kategorie: mobile Websites
Dieses Jahr werden, im Gegensatz zu den ersten sechs Wahlen, keine reinen E-Shops mehr bewertet. Websites, die vor allem Produkte oder Dienstleistungen online verkaufen und für die Wahl der 200 besten Websites der Schweiz angemeldet werden, werden in die Wahl der 100 nützlichsten Schweizer E-Shops umgeteilt. Dafür gibt es bei der siebten Wahl eine neue Kategorie: mobile Websites. 2009 war gut jede zehnte prämierte Website eine mobile Website, deshalb hat sich die Redaktion entschieden, eine eigene Kategorie für sogenannte Handywebsites einzuführen.

365 Tage Aufmerksamkeit für die Werbekunden
Die prämierten Internetauftritte werden im Magazin veröffentlicht, das am 9. Februar 2010 erscheinen wird. Ausserdem dürfen sie das bekannte Siegel «Die 200 besten Websites der Schweiz 2010» auf ihrer Website platzieren. Die Februar-Nummer wird in einer Grossauflage gedruckt. «Diese Ausgabe ist die beliebteste und bekannteste Ausgabe des Jahres», sagt Verlagsleiterin Gabriela Benz, «viele bewahren sie ein Jahr lang auf und suchen darin nach den besten Websites.» Das ist für Werbekunden interessant, die zum selben Preis 365 Tage Aufmerksamkeit erhalten.

Monday 16 November 2009, 06:26 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Friday, November 13, 2009
Memonic heisst das Online-Archivierungssystem von Nektoon und ist ab sofort kostenlos verfügbar. Mit dem webbasierten Tool ist es dem Startup gelungen, ein einfach bedienbares System für die effiziente Webrecherche zu entwickeln.

Im Internet lassen sich zwar leicht Informationen finden, sie aber für den späteren Gebrauch abzulegen und wiederzufinden, kann ein zeitintensives Unterfangen bilden. Nach der Devise «Keep the Essential» schafft Nektoon Abhilfe. Mit Memonic hat das Startup einen Service lanciert, der das Ablegen, Wiederfinden und Ordnen von Webinformationen zum Kinderspiel macht.

Wissenstücke anlegen und ordnen
Per Mausklick können die User von Memonic auf einer x-beliebigen Webseite Informationen markieren und ohne weiteres Zutun in ihrem persönlichen Archiv ablegen. Um den Service zu nutzen, wird am besten der «Memonic-Button» als Bookmark gespeichert. Die gesammelten Informationen können anschliessend im eigenen Memonic-Archiv geordnet und mit eigenen Kommentaren ergänzt werden. Das grundsätzliche Ziel, das hinter dem System steckt, ist die Verflüssigung von Informationen. Während heute die Informationsweitergabe im Internet meist auf der Basis von Web-Adressen, sprich URLs erfolgt, sind für die User oftmals nur einzelne Ausschnitte von Webseiten relevant. «Diesem Bedürfnis möchten wir mit Memonic entgegenkommen und den Usern so eine benutzerfreundliche und zeitsparende Lösung bieten», erklärt Dorian Selz, Mitgründer des Startups.

Geordnetes Wissen mit Anderen teilen
Für die Zusammenarbeit in Teams besteht die Möglichkeit, ausgewählte Informationen oder angelegte Ordner mit anderen Mitarbeitenden zu teilen. Zudem ist es möglich, die angelegte Datensammlung per Knopfdruck wieder der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Um sich in der eigenen Sammlung zurechtzufinden, wird es auch grafische, auf Assoziation basierende Retrieval-Mechanismen geben.

Premium-Service in Planung
Wer den Service ausprobieren möchte, zahlt im Moment keinen Rappen. Für eine Standardversion soll das auch in Zukunft so bleiben, meint Dorian Selz. Für die Nutzung weiterer Features, die im Moment noch entwickelt werden, ist mittelfristig ein Premium-Service geplant.

Positive Feedbacks an der Future Expol
Nach dem Launch der Beta-Version wurde Memonic erstmals an der Future Expo in Basel einem breiteren Publikum vorgestellt. Dorian Selz: «Wir sind selber überrascht von den vielen positiven Rückmeldungen. Die Besucher unseres Standes haben grosses Interesse an Memonic gezeigt und wir haben von vielen Leuten wertvolle Inputs erhalten.» Im Lauf der nächsten Monate wird Memonic vom Nektoon-Team laufend verbessert und mit weiteren Dienstleistungen ergänzt. Man darf gespannt bleiben!

Friday 13 November 2009, 07:38 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, November 11, 2009
Herkömmliche Mobiltelefone als interaktive Unterhaltungsplattform und Spielzeug nutzen – das ist die Vision des Startup-Projekts Gbanga. Um mitzumachen, muss einzig ein kleines Programm auf dem Handy installiert werden und schon kann es losgehen mit Rätseln, Wettbewerben oder spannenden Geschichten, in denen man plötzlich selber eine aktive Rolle übernimmt.

Was Google Latitude kann, ist bei Gbanga schon länger Standard: Die Handy-Software ermöglicht es, den Standort von Freunden auf einer Karte anzuzeigen und mit ihnen via Chat in Kontakt zu treten. Gbanga kann aber noch mehr als das: Wer sich die kostenlose Software runterlädt, kann eintauchen in eine virtuelle Welt und dabei selbst Teil von packenden Geschichten werden.

Bedrohte Tierarten retten
So zum Beispiel letzten Sommer, als Zürich von entflohenen Zootieren unsicher gemacht wurde. Gbanga-User konnten mit ihrem Handy mithelfen, die Tiere wieder einzufangen und in den Zoo zurückzubringen. Matthias Sala, einer der Entwickler von Gbanga: «Das Spezielle von Gbanga ist, dass wir die Teilnehmer auffordern, aktiv Hand anzulegen. Mit dem Handy konnten sie die Tiere einsammeln, um sie zum Zoo zurück zu bringen. Hierzu mussten die Teilnehmer ‚real‘ beim Zoo vorbeigehen und die Tiere am Schalter abgeben. Dort erhielten sie dann virtuelles Saatgut für das weitere Spiel, mit dem sie den bedrohten Lebensraum der Tiere wieder aufbauen konnten. Wenn die User nicht genug säten, brachen die Tiere wieder aus und mussten von Neuem eingefangen werden.» Mit dieser unkonventionellen Kampagne wollte der Zoo Zürich auf die bedrohten Lebensräume von Tieren aufmerksam machen, ein neues Zielpublikum zum Zoo locken und Laufkundschaft generieren. Laut Sala ein Projekt, das gut funktioniert hat.

Auf der Jagd nach Mr. X
„Finde Mr. X“ ist eine weitere Kampagne von Gbanga, die mit dem öffentlichen Verkehr lanciert werden kann und an der Future Expo in Basel als Konzept vorgestellt wurde. Mithilfe von Hinweisen in Pendlerzeitungen und auf Gbanga soll der mysteriöse Agent endlich gefasst werden. «Ziel dieser Kampagne ist es, die Leute in ihrem normalen Tagesablauf zu aktivieren und den öffentlichen Raum als Spielfeld zu nutzen. Dabei können wir Informationen zu Sehenswürdigkeiten einfliessen lassen und den öffentlichen Verkehr einbeziehen», erklärt Sala.

Auch für Werber interessant
Die Geschichten auf Gbanga vertreiben nicht nur Langeweile, sondern bilden auch für Werber eine einzigartige Möglichkeit, anhand von Geschichten den Usern ihre Produkte näherzubringen und so einen Bezug zu ihnen herzustellen. Für die Umsetzung des Geschäftsmodells erhielten die Gründer des Startups hilfreiche Tipps in den Modulen von venturelab.


Matthias Sala von Gbanga an der Future Expo

Wednesday 11 November 2009, 07:38 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Tuesday, November 10, 2009
venturelab-Absolventen räumen beim Swiss ICT Award ab: In der Kategorie Newcomer holte sich Poken den ersten Rang. Ebenfalls in dieser Sparte wurde Dominik Grolimund von Wuala mit dem People Award ausgezeichnet. Amazee gewann den begehrten Publikumspreis.

Es zeigt sich immer wieder, dass – seien es nationale oder internationale Preisausschreibungen – venturelab-Absolventen auf den vorderen Plätzen liegen. So auch am diesjährigen Swiss ICT Award, ein über die Schweiz hinaus bedeutender und bekannter Preis für erstklassige ICT-Leistungen und -Produkte, die durch schweizerische Unternehmen erbracht werden. Drei der fünf nominierten Newcomer haben venturelab-Programme absolviert und alle haben einen Award nach Hause getragen.

Poken – Newcomer des Awards
Schon am europaweiten Award von TechCrunch ist Poken als bestes Gadget ausgezeichnet worden. Nun hat sich das Startup mit der Entwicklung seiner elektronischen Visitenkarte einen grossen Schweizer Preis gesichert. Stéphane Doutriaux zeigte sich sehr zufrieden und lobte in seiner Rede einmal mehr die Schweizer Startup Förderungshilfen wie venturelab oder venture kick, die es in seinem Heimatland Kanada in dieser Form nicht gäbe. Anstelle eines Preisgeldes wurde direkt in das Startup investiert. Jeder Teilnehmer des Anlasses konnte mit dem Gutschein auf seinem Stuhl nach der Veranstaltung sein von Swiss ICT gesponserten Poken abholen.

Amazee – die meisten Publikumsstimmen
Der heimliche Hauptpreis, wie ihn Moderatorin Anna Maier nannte, ging an Amazee. Das Startup hat eine Internetplattform ins Leben gerufen, die es Personen und Organisationen ermöglicht, ihre Ideen und Vorhaben in Projekten zu initiieren, diese zu promoten und Gleichgesinnte zu finden. Zudem ist das Team um Gregory und DAnja Gerhardt mit verschiedenen Aktivitäten wie dem Web Monday sehr aktiv und tut viel für die ICT Branche. Nach Gregory Gerhardt eine Sache, die in der Natur von Amazee liegt: «Mit Amazee schaffen wir eben genau die Plattform, die die Organisation von solchen Themenanlässen ein Leichtes macht.»

Vorbildfunktion für andere Startups: Dominik Grolimund von Wuala
Mit dem People Award zeichnet der Verband Swiss ICT Personen aus, die gegenüber anderen Branchenangehörigen eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Dominik Grolimund, Gewinner des Awards in der Kategorie Newcomer, konnte den Preis zwar nicht persönlich abholen, freute sich aber aus den USA über die Auszeichnung. Verdient hat er sie wie kein Anderer: Mit 18 Jahren gründete er sein erstes ICT-Unternehmen. Mit seinem zweiten Startup Wuala , einem Online-Datenspeicher, der es Benutzern ermöglicht, Dateien zu speichern, zu sichern und von überall her zuzugreifen, schrieb er in Kürze eine Erfolgsgeschichte, die seinesgleichen sucht. Letzter Höhepunkt war der Zusammenschluss mit LaCie, einem der führenden Hersteller von Peripheriegeräten in Frankreich.

Tuesday 10 November 2009, 10:54 AM  #     |  Comments [1]  | 
# Monday, November 09, 2009

Innovationen sind die Treiber der Wirtschaft – und in schwierigen Zeiten wie heute wichtiger denn je. Am 4. Swiss Innovation Forum konnten sich KMU wertvolle Inputs holen, Startups zeigten an der Future Expo, was der Trend von morgen ist und am Swiss Technology Award wurden innovative Unternehmen ausgezeichnet.

Über 80 Prozent der Produkte, die wir in zehn Jahren kaufen werden, sind heute noch nicht erfunden. Dabei schaffen es bloss 0,6 Prozent der Ideen überhaupt zum Markterfolg. Fakten, die beeindrucken und aufzeigen, welche enorme Bedeutung den Innovationen zukommt, an denen Schweizer KMU täglich tüfteln.

Kräfte bündeln und die Marke Schweiz stärken
Wie wichtig Innovationen für die Schweiz sind, unterstrich auch Bundesrätin Doris Leuthard in ihrem Referat. Probleme, die sich durch demographischen Wandel oder globale Umweltveränderungen stellen, erfordern neue Ideen. Es bleibt uns die Wahl zwischen Einschränkung oder der Entwicklung von neuen Technologien, meint sie. «Der Bereich Cleantech birgt ein riesiges Potenzial und ich will, dass die Schweiz ihren Anteil an diesem Kuchenstück abschneidet.» Damit dies möglich wird und sich die Schweiz in diesem Sektor stark positionieren kann, rief sie Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer engen Zusammenarbeit auf.

Innovative Ideen an der Future Expo
Einen Einblick in die Welt von morgen gewährte die Future Expo. Rund 40 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten marktreife Ideen, Prototypen und Neuheiten. Vor Ort waren auch einige venturelab-Absolventen mit einem Stand anzutreffen, so zum Beispiel Nektoon oder Gbanga.

Award-Gewinner: Comet Holding, Bernina International und FemtoTools
Im Rahmen des Forums wurde am Abend die besten und innovativsten Unternehmen der Schweiz mit dem Swiss Technology Award 2009 ausgezeichnet. Moderiert von Kurt Aeschbacher wurde der begehrte Preis an die Comet Holding, Bernina International sowie FemtoTools verliehen. Sie setzten sich gegen 40 Mitbewerber durch. Mit dem Swiss Technology Award werden herausragende Leistungen im Bereich von Innovation und Technologie ausgezeichnet, welche über ein überduchschnittliches Marktpotential für die Zukunft verfügen. Seit 1987 ermöglicht der Swiss Technology Award innovativen Ideen den Durchbruch auf ihren Märkten. 367 Preisträger wurden seither gekürt und durften ihre Innovationen jeweils an der Hannover Messe dem Fachpublikum präsentieren. 2007 übernahm die Swiss Economic Forum AG, welche das Swiss Innovation Forum organisiert, den prestigeträchtigen Award. Der Innovationspreis wurde neu konzipiert, positioniert und dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des Swiss Innovation Forum verliehen.

Monday 09 November 2009, 06:42 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Thursday, November 05, 2009
Die Grenzen sind nur in unseren Köpfen und Träume sind nicht zum Stehlen da. Fredy Hiestand, der einstige Schweizer Gipfelikönig erzählte am venture apéro bei der Mobiliar in Bern von seinem steilen Weg zum Erfolg, seinem Fall und seiner neuen Vision, gesunde Brote mit Weizenkeim selbst bei Mc Donald salonfähig zu machen.

Aus dir wird eh nichts, meinten die Eltern. Fredy Hiestand bewies ihnen das Gegenteil. Um sich nach der Bäckerlehre so schnell wie möglich selbständig zu machen, arbeitete er zuerst als Taxifahrer und verzichtete sogar auf die Glimmstengel, um noch mehr Geld zu sparen. 1967 war es soweit. Mit dem ersparten Geld und einem Darlehen vom Götti eröffnete er mit einem Startkapital von 5‘000 Franken in einer ausgedienten Wäscherei seine erste Bäckerei.

Ich hätte mir dazumal kein Geld gegeben
In einer schon fast bilderbuchhaften Tellerwäscher-Karriere drängte Fredy Hiestand nach oben. Seine Ziele erreichte er mit viel Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit. Hiestand: «Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich hab mich von einer Absage nicht aus dem Konzept bringen lassen.» Bis zu 13mal fragte er bei Kunden nach, gab nicht auf, bis er sie endlich auch beliefern durfte. Sein eiserner Durchhaltewillen machte sich bezahlt. Sein Geschäft wuchs. Dabei schreckte er auch nicht vor gewaltigen Investitionen zurück wie zum Beispiel ein Neubau in Schlieren für 14 Millionen Franken – und das bei einem Jahresumsatz von 12 Millionen Franken. Heute schmunzelt Fredy Hiestand selber: «Ich hätte mir dazumal jedenfalls als Investor kein Geld gegeben. » Auch für die Expansion nach Japan erstellte Hiestand keinen Businessplan. «Für einen soliden Businessplan hätten wir eine Marktstudie erstellen müssen und das war mir zu teuer. Und schliesslich hat’s auch so geklappt.»

Höhepunkt und Abgang
Der Höhepunkt seines Erfolgs gipfelte im Börsengang, und das als erster Bäcker Europas. 1800 Angestellte arbeiteten für den Gipfelikönig, stolze 300 Millionen wurden umgesetzt. Aber der Fall war nicht weit. Die Börse brach ein und damit die Aktie. Keine einfache Zeit für Hiestand. «Mit einem Börsengang hält auch eine andere Kultur in einem Unternehmen Einzug. Plötzlich steht nur noch der Gewinn im Vordergrund.» Diese Art der Arbeit lag ihm nicht. Die Last auf seinen Schultern wuchs, die Ehe zerbrach, Depressionen befielen ihn.

Kehrtwende mit Weizenkeim
Ans Aufgeben dachte er aber nie, sagt er heute. Von Hiestand und den Buttergipfeln verabschiedete er sich und wandte sich dem Weizenkeim zu. Eine neue Vision hatte ihn gepackt – jetzt wollte er Brotpapst werden. Klein und bescheiden startete er sein zweites Unternehmen, heute betreibt er bereits den grössten Holzbackofen in der Deutschschweiz. Den Fastfood will er gesünder machen – unterdessen ist Hiestand Partner bei der Mc Donald Bäckerei, ab nächstem Jahr sind die gesunden Brote von Fredy’s Backwaren auch in den Regalen vom Coop anzutreffen und mithilfe seiner Frau ist der Aufbau einer Filiale in der Ukraine in Planung.

Über 165 Gäste am venture apéro in Bern
Über 165 Gäste fanden sich am venture apéro bei der Mobiliar in Bern ein, um die bewegte Geschichte von Hiestand zu hören. Auch Urs Berger, Ceo der Mobiliar, nahm sich Zeit, die Besucher persönlich zu begrüssen. Am anschliessenden Apéro war zudem genügend Zeit vorhanden, um Fredy Hiestand noch persönlich weitere Fragen zu stellen oder selber zu networken. Die venture apéros sind mit jährlich rund 8000 Teilnehmenden die grösste Networking-Plattform der Schweiz für unternehmerisch Interessierte. Bis zum Jahresende stehen zahlreiche weitere Referate auf dem Programm, unter anderem ein Referat von Christoph Blocher zu Tipps und Tricks des erfolgreichen Unternehmertums an der Uni Bern.

       
Urs Berger, Ceo der Mobiliar begrüsste die zahlreichen Gäste am venture apéro mit Fredy Hiestand (Bild Mitte)
Thursday 05 November 2009, 08:46 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Wednesday, November 04, 2009

Was muss alles in einem Businessplan stehen? Und wie kann dieser schnell und professionell erstellt werden? An der Startmesse von letzter Woche erzählte Thomas Rüegg vom IFJ vor zahlreichem Publikum, was die zentralen Anforderungen an einen Businessplan sind.

Wer ins Unternehmertum starten will, braucht eine solide Grundlage. Eine von vielen Herausforderungen ist es, einen klar strukturierten Businessplan zu erstellen, der in der Planungs- und Umsetzungsphase als Leitplanke dienen kann.

Systematisches Durchdenken erfordert
Nach Thomas Rüegg zwingt der Businessplan vor allem dazu, eine Geschäftsidee systematisch durchzudenken. Das zeigt wiederum Wissenslücken auf und gibt einen guten Überblick über die benötigten Ressourcen. Wichtig ist, dass ein Businessplan einen hohen Konkretisierungsgrad aufweist. Thomas Rüegg: «Immer wieder sehe ich Businesspläne mit sehr theoretischen Teilen und Auszügen aus Lehrbüchern. Das nützt gar nichts. Es geht darum, eine schlüssige und aussagekräftige Strategie, angepasst auf die eigene Geschäftsidee zu entwickeln. Das geht über die theoretischen Konzepte von Lehrbüchern hinaus.» Ein weiteres Muss für den Businessplan ist vor allem hinsichtlich der Planzahlen die Begründung von Entwicklungen und, dass die Zahlen in den verschiedenen Finanzrechnungen konsistent sind.

Mit dem Business Navigator schnell und einfach zum Ziel
Eine weitere Anforderung an den Businessplan ist die Empfängerorientierung. Beispielsweise sind für strategische Partner eher das Wachstumspotential und mögliche Synergien interessant, während eine Bank in einem Businessplan vermehrt nach Angaben zu Sicherheiten, wie der Kreditfähigkeit sucht. Für das einfache Erstellen von Businessplänen gibt es unterdessen auch eine vom IFJ entwickelte Software, die es ermöglicht, Angaben und Daten zu variieren. Dies ist vor allem auch in Bezug auf die Finanzzahlen von Interesse, weil erstens so ganze Szenarien durchgespielt werden können und zweitens, die Konsistenz der Daten gewährleistet ist. Für Kursteilnehmende von venturelab steht die Software jeweils gratis zur Verfügung. Dieses Angebot wird jetzt erweitert. Alle Hochschulangehörigen können ab sofort den Business Navigator während einem halben Jahr gratis testen und nutzen.

Wednesday 04 November 2009, 10:08 AM  #     |  Comments [0]  | 
# Monday, November 02, 2009
Die AVINA Stiftung verstärkt venture kick mit einem substanziellen Beitrag. venture kick schüttet pro Jahr mehr als zwei Millionen Schweizer Franken à fonds perdu aus und will damit die Zahl der Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen verdoppeln. Dank der AVINA Stiftung kann venture kick das Engagement in den nächsten Jahren weiter ausbauen und kommt damit dem Ziel näher, das Jahresbudget auf 5 Millionen Franken zu steigern.

Entstanden ist venture kick aus einer Zusammenarbeit von privaten Stiftungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das unternehmerische Potential an Schweizer Hochschulen zu fördern. Zu diesem Zweck hat venture kick seit Gründung 2007 bereits über drei Millionen Franken für Startup-Projekte ausgeschüttet. Profitiert von den Förderbeiträgen von bis zu 130‘000 Franken haben über 90 Projektteams aus verschiedenen Schweizer Hochschulen und Universitäten, wovon über 60 unterdessen ihre eigene Firma gegründet haben. Diese wiederum haben weit mehr als 300 Arbeitsplätze geschaffen und ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von über 30 Millionen Franken erreicht.

Die AVINA STIFTUNG verstärkt venture kick
Die AVINA STIFTUNG wurde 1994 von Stephan Schmidheiny als gemeinnützige Stiftung mit unternehmerischem Charakter gegründet. Sie engagiert sich für eine nachhaltige und soziale Entwicklung im In- und Ausland und will damit Chancen für möglichst viele Menschen schaffen, ihre Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen zu verbessern. «Es ist der unternehmerische und engagierte Geist von venture kick, der uns bewogen hat, die Initiative zu unterstützen», erklärt Evelyn S. Braun, Geschäftsführerin der AVINA STIFTUNG.

Brachliegendes Potenzial nutzen
Gerade in Krisenzeiten wird die Stärke der Schweizer Innovationskraft immer wieder als Ass aus dem Ärmel gezogen. Damit sich dieses Potenzial aber vollumfänglich entfalten kann, bedarf es gerade am Anfang einer substanziellen Unterstützung, ist sich Pascale Vonmont, stellvertretende Geschäftsführerin der GEBERT RÜF STIFTUNG sicher. «Mit Erfolg haben wir venture kick vor zwei Jahren lanciert und aufgebaut. Das Potenzial, das in diesem Bereich steckt, ist aber längstens nicht ausgeschöpft. Dank der Donation der AVINA STIFTUNG sind wir unseren Zielsetzungen aber näher gerückt. Als Initiative privater Stiftungen freuen wir uns sehr über Organisationen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die unsere Vision teilen und einen Beitrag zum Unternehmensstandort Schweiz beisteuern möchten.»

Eine Initiative mit nationaler Anziehungskraft
Einzigartig an venture kick ist nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern auch die nationale Dimension der Initiative. Die Angehörigen von allen Schweizer Hochschulen und Universitäten können sich gleichermassen bei venture kick bewerben und von einer Unterstützung ohne Restriktionen profitieren. Die Bewertung der Projekte erfolgt durch eine Jury, die sich aus Unternehmerpersönlichkeiten aus verschiedenen Landesteilen zusammensetzt. Ein Ansatz, der sich gemäss den Projektleitern Beat Schillig und Jordi Montserrat in den vergangenen Jahren bewährt hat. «Durch den Zugang zu einem Pool von mehr als 80 Experten, Unternehmern und Investoren auf nationaler Ebene erhalten die Projektträger ein starkes Netzwerk, das viel dazu beiträgt, die Qualität der Projekte zu steigern. Unsere erfolgreichen Absolventen wie beispielsweise Poken, Optotune oder Aiducation International sowie der substanzielle Beitrag, der uns nun die AVINA STIFTUNG zukommen lässt, zeigt, dass wir mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg sind.»

Monday 02 November 2009, 10:35 AM  #     |  Comments [0]  |